Erinnerungen an den Beginn der Erscheinungen

Erinnerungen an den Beginn der Erscheinungen

18.06.2018

Anlässlich des Jahrestages, den wir in wenigen Tagen nun schon zum 37. Mal feiern dürfen, möchten wir ein paar kurze Ausschnitte aus den Interviews unserer aktuellsten MEDJUGORJE-Zeitschrift zitieren, in denen auf die erste Zeit der Erscheinungen eingegangen wird.

Pater Petar erzählte: “Als die Erscheinungen begannen, war ich in Tihaljina, einem Ort, der von Medjugorje nur 33 km entfernt liegt. In den ersten Tagen war ich nicht bei den Erscheinungen dabei, weil ich da gerade die Mittelstufenschüler für das Sakrament der Firmung vorbereitete. Doch sowie ich hörte, dass die Gospa den Sehern erscheint, glaubte ich an die Echtheit des Geschehens. Ich war fest davon überzeugt, dass unsere herzegowinischen Kinder mit solchen Sachen kein Spiel treiben würden. … So wie ich schon damals an die Erscheinungen geglaubt habe, so glaube ich auch heute und habe nie daran gezweifelt. Es ist interessant, dass ich gerade zu dieser Zeit über die Erscheinungen der seligen Jungfrau Maria in Lourdes und Fatima gelesen habe. Ich fragte mich, warum die Muttergottes, wenn sie schon an anderen Orten erscheint, nicht auch uns gnädigerweise besuchen könnte. Ich weiß nicht, ob es zufällig war – ich glaube nicht, denn bei uns Gläubigen gibt es keine Zufälle –, da geschahen die Erscheinungen in Medjugorje. Seither nutzte ich jeden freien Augenblick, um dorthin zu gehen, Beichte zu hören und zu helfen, so viel ich kann.”

 

Horst Reeh, Herausgeber der neuen MEDJUGORJE-CD “Zum Herzen meines Sohnes”, beschreibt seine ersten Erfahrungen in Medjugorje folgendermaßen: ” Ich habe damals von den Erscheinungen in der Zeitung gelesen und war total berührt. Es hat mich wie ein Magnet dorthin gezogen. Ich habe Ignaz Domej kennengelernt, und wir sind einfach losgefahren. … Da waren noch die vielen einfachen Steinhäuser. Neben der Kirche war alles Natur und man musste sich vor Schlangen in Acht nehmen. Die Leute begegneten uns extrem gastfreundlich und hilfsbereit. In allen Gassen hat man Rotwein und selbstgemachte Kekse bekommen. Die rote Erde durch die Felder und Weingärten waren für mich sehr beeindruckend. Spannend war auch der Weg auf den Erscheinungsberg und den Kreuzberg. Es war einfach eine tiefe, innerlich bewegte und berührende Zeit.”

Pfarrer Hacker arbeitet im Seelsorgeraum Kapfenberg in der Steiermark, er war schon wenige Monate nach Beginn der Erscheinungen in Medjugorje. Pater Jozo Zovko kannte er aus dem Studium.

“Ich bin das erste Mal im August 1981, also gleich ein paar Monate nach dem Beginn der Erscheinungen nach Medjugorje gekommen. … Durch einen Zeitungsbericht hatte ich von Marienerscheinungen in Jugoslavien erfahren, wusste aber zuerst nicht, dass sie in der Pfarre von Pater Jozo waren. Mit Pfarrer Johann Glawogger bin ich dann mit dem Auto im August 1981 zum ersten Mal nach Medjugorje gekommen. Dort haben wir erfahren, dass Pater Jozo im Gefängnis ist. Im Kloster in Humac habe ich Pater Tomislav Pervan getroffen, den ich auch vom Studium in Graz kannte, und er hat uns von den Ereignissen dieser Tage berichtet.
Damals stand auch ein Wachtposten mit Gewehr an der Kreuzung nach Medjugorje, der alle kontrollierte und befragte, wo sie hinmöchten. Man durfte nicht auf den Erscheinungsberg, man durfte nirgends hin. … Wir waren bei den Erscheinungen auch dabei. Pater Pervan hat uns die Möglichkeit gegeben, dass wir dabei sein konnten. Auch in den Jahren darauf waren wir immer wieder dabei, wenn ich gekommen bin.”

 

Ivan Pavicic, er wird Ivek genannt, ist schon vom Beginn der Erscheinungen an ein treuer Begleiter der Seher. Zu Vicka hat er ein besonders starkes Naheverhältnis: “Mit Medjugorje habe ich seit den ersten Erscheinungen zu tun. In mir spürte ich, dass mich etwas ruft, wie eine innere Stimme. Somit war ich gleich von den ersten Tagen an ein ständiger Begleiter der sechs Seher. … Ich war mit ihnen zusammen und bin ihnen beigestanden, so gut ich konnte.  … Wieso Vicka so besonders für mich ist, ist sicher deshalb, da sie noch immer hier in Medjugorje lebt. Sie ist so eine einfache, bescheidene und aufopferungsbereite Frau, voller Verständnis und vor allem Geduld. Sie nimmt sich für jeden Zeit. Die Klarheit ihrer Antworten ist unglaublich. Sie antwortet immer so, dass klar ist, was sie denkt, und kein Raum für Unklarheiten übrig bleibt. Ihr Hauptaugenmerk liegt immer auf den Ärmsten der Armen und auf den Kranken.”

 

Auch Mirjana hat einen besonderen Begleiter, Mate Salinovic: “Wissen Sie, am Anfang war es mehr ein Unglaube, oder schöner ausgedrückt: eine innere Neugierde. Es ist eine lange Geschichte. Ich erinnere mich, wie ich, als das mit den Erscheinungen begann, darüber lustig gemacht habe. … 1982 … wollten alle meine Freunde plötzlich nach Medjugorje, denn sie waren neugierig, was dort passiert. Ich war eher unbeeindruckt, ließ mich aber letztendlich doch überreden mitzufahren.
Zu dieser Zeit dachte ich gar nicht an Medjugorje als Wallfahrtsort oder an die Gospa. Ich sah es eher als Ausflug an: ein bisschen Spaß in der Herzegowina, Discos, Frauen. … Angekommen in Medugorje merkte ich, dass ich hier irgendwie kein Glück hatte mit den Frauen. Was ich auch versuchte, es funktionierte nicht. Stellen Sie sich vor, zu dieser Zeit begann ich, da ich ja schon in Medjugorje war, zu beten: ‘Liebe Gospa, wieso findest du hier keine Frau für mich, und wenn es dich gibt, warum finde ich nichts Derartiges…’ Während des Gesprächs mit der Gospa machte es plötzlich Klick, und ich begann mich furchtbar zu schämen. Hierher kommen Leute, um zu beten, um sich wiederzufinden, um schwere Lasten zu überstehen und um Heilung zu erfahren, und ich bete zur Gospa, um ein bisschen Spaß zu haben. Wie furchtbar! Dieses Gefühl von Scham werde ich nie vergessen.”

 

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Foto: (C) Gebetsaktion

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