Aschermittwoch und der Beginn der Fastenzeit

Aschermittwoch und der Beginn der Fastenzeit

14.02.2018

„So spricht der Herr: Kehrt um zu mir von ganzem Herzen mit Fasten, Weinen und Klagen. Zerreißt eure Herzen, nicht eure Kleider, und kehrt um zum Herrn, eurem Gott!“ (Joel 2,12–13a) heißt es in der Lesung am heutigen Aschermittwoch. Mit diesem Tag beginnt die 40-tägige Fastenzeit und damit die Vorbereitung auf Ostern. Die Zahl 40 ist eine bedeutende Zahl in der Heiligen Schrift. Das Volk Israel wanderte 40 Jahre durch die Wüste und der Prophet Elija wanderte auch 40 Tage und 40 Nächte zum Gottesberg Horeb. Auch Jesus wurde 40 Tage vom Heiligen Geist in die Wüste geführt und den Versuchungen ausgesetzt.

Das Aschenkreuz, das wir am Aschermittwoch erhalten, gibt uns der Priester mit den Worten: „Bedenke Mensch, dass du Staub bist und zu Staub zurückkehrst.“ Es ist zum Einen das Symbol der Buße und Reinigung, aber es erinnert uns auch an das Sterben.

Die Fastenzeit ist eine Zeit der Umkehr. Sie hilft uns, unseren Blick auf das Wesentliche, auf Gott zu richten und unsere Abhängigkeiten zu erkennen. Das Fasten und das Gebet sind an erster Stelle Mittel für die innere Reinigung und Befreiung, und an zweiter Stelle sind sie Bedingungen für ein richtiges Wachstum des Geistes und ein konkretes Verhalten zu sich selbst, den anderen, der Natur und zu Gott. Das Fasten zeigt uns, wo wir abhängig geworden sind von materiellen Dingen aber auch von Menschen. Es hilft, unser Herz zu befreien und es auf Gott auszurichten.

In einer Botschaft zur Fastenzeit sagte die Gottesmutter: „Öffnet euer Herz in dieser Fastenzeit der Barmherzigkeit Gottes. Der himmlische Vater möchte jeden von euch aus der Sklaverei der Sünde befreien. Deshalb, meine Kinder, nützt diese Zeit und gebt eure Sünde ab durch die Begegnung mit Gott in der Beichte und entscheidet euch für die Heiligkeit.“ (25.02.2007)

Die Gottesmutter ruft uns immer wieder zum Fasten und zum Gebet auf. In der Fastenzeit entscheiden wir uns, auf etwas zu verzichten. Ich möchte Sie, liebe Leser, wirklich dazu ermutigen, zu versuchen, am Mittwoch und am Freitag bei Brot und Wasser zu fasten. Es zahlt sich aus! Es ist nicht nur eine innere Reinigung, sondern es hilft uns auch geistlich zu wachsen. Die Fastenzeit kann auch genutzt werden, um sich vorzunehmen, zum Beispiel jeden Tag das Evangelium zu betrachten oder sich bewusst Zeit für Gott zu nehmen.

Gedanken von unserer Korrespondentin aus Medjugorje, Schwester Kerstin

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