“Meine Kinder, ich bin nur noch kurze Zeit bei euch.”

“Meine Kinder, ich bin nur noch kurze Zeit bei euch.”

11.04.2017

Im heutigen Evangelium (Joh 13, 21-33.36-38) deutet Jesus “in prophetischer Erschütterung” seinen Jüngern an, dass er schon bald sterben wird. Er beginnt, Seine Jünger auf das vorzubereiten, was kommt – auf den Verrat, die Verleugnung und die Kreuzigung. Trotz unseres sündenhaften Verhaltens nimmt Er Sein schweres Schicksal an, damit auch wir Ihm später in die Auferstehung folgen können.

Sei gegrüßt, unser König:
Dem Vater gehorsam, lässt zum Kreuze du dich führen
wie ein sanftes Lamm, das man zur Schlachtbank führt.
Lob sei dir, Herr, König der ewigen Herrlichkeit!

“Herr, Du hast das Kreuz, Dein Kreuz, freiwillig angenommen. Von der Liebe getrieben, kannst Du nicht anders als die schwersten Opfer wählen. Du liebst das Kreuz, weil Du die vielen siehst, für die Dein Kreuz zum Baum des Lebens wird, und die vielen siehst, die im Kreuz Kraft und Heil erfahren.

Herr Jesus, lass mich Deine Liebe erkennen, damit alle Kreuze, die an meinem Lebenswege stehen, mich zur inneren Freiheit und zum Frieden führen. Ich will mich entscheiden für den Willen Gottes. „Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon.“(Mt 6,24) Immer wieder möchte ich vor dem Kreuz fliehen, weil ich durch meine Bequemlichkeit und meinen Egoismus die ungerechten Strukturen der Gesellschaft kritiklos unterstütze. Kinder verhungern und Menschen unterjochen andere. Wie reagiere ich darauf? Höre ich Deine Stimme, die nach meiner Liebe zu Dir ruft und mich zum Tun ermutigt?

Mein Erlöser und Heiland, lass mich stets auf Dich schauen, wenn mir die Versuchung mit einer scheinbaren Selbstverständlichkeit wahres Glück und Frieden vorgaukelt. Du bist Freund und König aller Menschen. Deine Krone ist die Dornenkrone. Dein freiwillig auf Dich genommenes Leiden tilgt meine Sünden, um mir die Fülle des Lebens zu schenken und den Weg der Heiligkeit zu ermöglichen.”

Betrachtung aus: Das Beten des Kreuzweges.

Foto: (C) Gebetsaktion
Fastenkrippe aus Tirol nach Philipp Schumacher

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