GEBETSAKTION - MARIA KÖNIGIN DES FRIEDENS - MEDJUGORJE
MEDIZINISCHE UNTERSUCHUNGEN

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INHALT
HEFT 52


Bischof Eder - Medjugorje gibt uns genau das, was uns fehlt !

Die Untersuchungen an den Sehern

Ivan Dragiecevic - Die Erscheinungen erfüllen mich mit großer Freude

Jakov Colo hatte am 25.12.98 eine Erscheinung

Fr Jozo Zovko - Wir wollen ein Zeichen der Liebe setzen

Dr. Kurt Knotzinger - Danke, daß ihr meinem Ruf gefolgt seid

Buchvorstellung - Die Wahrheit wird dich befreien !



INSTITUT FÜR GRENZGEBIETE DER WISSENSCHAFT (IGW), INNSBRUCK
CENTRO STUDI E RICERCHE SULLA PSICOFISIOLOGIA DEGLI STATI DI COSCIENZA, MILANO
SCUOLA EUROPEA DI PSICOTERAPIA IPNOTICA AMISI DI MILANO
CENTRO PARAPSICOLOGICO DI BOLOGNA

Die Untesuchungen an den Sehern

Auf Ersuchen der Pfarrei von Medjugorje wurden an den 6 Personen, die seit 1981 als "Seher von Medjugorje" bekannt sind, psychophysiologische und psychodiagnostische Untersuchungen durchgeführt.

Diese Untersuchungen erfolgten in vier Abschnitten:

- Von 22. - 23.4. 1998 wurden im Haus Incontri Cristiani der Patres Dehoniani von Capiago Intimiano (Como, Italien) Ivan Dragicevic, Marija Pavlovic und Vicka Ivankovic einer Untersuchung unterzogen.

- Eine zweite Untersuchung erfolgte am 23. und 24. Juli 1998 in Medjugorje an Mirjana Soldo, Vicka Ivankovic und Ivanka Ivankovic.

- Eine dritte, rein psychodiagnostische Untersuchung von Jakov Colo erfolgte im Auftrag der Arbeitsgruppe durch die kanadische Psychologin Lori Bradvica in Zusammenarbeit mit P. Ivan Landeka.

- Eine vierte psychophysiologische Untersuchung wurde am 11. Dezember 1998 im Haus Incontri Cristiani der Patres Dehoniani von Capiago Intimiano (Como, Italien) an Marija Pavlovic vorgenommen.

Die Unvollständigkeit der psychophysiologischen Untersuchung ist durch die nur teilweise Mitarbeit der Versuchspersonen bedingt, die sich aus familiären oder gesellschaftlichen Gründen bzw. wegen persönlicher Vorbehalte nicht allen von der Arbeitsgruppe geforderten Untersuchungen unterzogen. Dies trotz ständigen Bemühens von P. Slavko Barbaric und P. Ivan Landeka, die sich für diese Untersuchungen einsetzten, ohne jedoch in die Arbeitsweise der Gruppe einzugreifen.

Die Arbeitsgruppe wurde "Medjugorje 3" genannt, da neben den sporadischen Aufzeichnungen von Ärzten und Psychologen bereits zwei Arbeitsgruppen vorausgingen: 1984 eine Gruppe französischer Ärzte, 1985 eine Gruppe italienischer Ärzte. Zudem hatten drei europäische Psychiater rein psychiatrisch-diagnostische Untersuchungen durchgeführt.

Die Arbeitsgruppe "Medjugorje 3" setzte sich aus namhaften Theilogen, Psychologen, Psychotherapeuten, Psychiatern, einem Neurochirurgen, einer Augenärtztin, Internisten und Spezialisten für Hypnopsychotherapie zuammen.


- P. Andreas Resch, Theologe und Psychologe, vom Institut für Grenzgebiete der Wissenschaft, Innsbruck;

- Dr. Giorgio Gagliardi, Arzt und Psychophysiologe, vom Forschungszentrum für Bewußtseinszustände in Mailand, Mitglied des Lehrkörpers der Europäischen Schule für Hypnopsychotherapie Amisi in Mailand, Mitglied des Zentrums für Parapsychologie in Bologna;

- Dr. Marco Margnelli, Arzt, Psycho- und Neurophysiologe vom Forschungszentrum für Bewußtseinszustände in Mailand, Mitglied des Lehrkörpers der Europäischen Schule für Hypnopsychotherapie Amisi in Mailand, Mitglied des Zentrums für Parapsychologie in Bologna;

- Mario Cigada, Augenarzt und Psychotherapeut, Mitglied des Lehrkörpers der Europäischen Schule für Hypnopsychotherapie Amisi in Mailand;

- Dr. Luigi Rovagnati, Neurochirurg, früher Assistent für Neurochirurgie an der Universität von Mailand, Mitglied des Lehrkörpers der Europäischen Schule für Hypnopsychotherapie Amisi in Mailand;

- Dr. Marianna Bolko, Ärztin für Psychiatrie und Psychoanalyse, Dozentin an der Abteilung für Spezialisierung in Psychotherapie an der Universität Bologna;

- Dr. Virginio Nava, Psychiater, früher Primar des Psychiatrischen Krankenhauses von Como;

- Dr. Rosanna Costantini, Psychologin, Dozentin an der Pädagogischen Fakultät "Auxilium" in Rom;

- Dr. Fabio Alberghina, Internist;

- Dr.Giovanni Li Rosi, Gynäkologe am Krankenhaus von Varese und Dozent für Spezialisierung in Hypnopsychotherapie am Amisi in Mailand;

- Dr. Gaetano Perriconi, Internist am Spital der Barmherzigen Brüder in Erba Como;

- Prof. Massimo Pagani, Internist und Dozent für innere Medizin an der Universität von Mailand;

- Dr. Gabriella Raffaelli, wissenschaftliche Sekretärin;

- Fiorella Gagliardi, Assistentin der Arbeitsgruppe.


Die Untersuchung befaßte sich mit dem derzeitigen psychophysiologischen und psychologischen Zustand der "Seher" und bestand aus folgenden Tests:

- Persönliche Anamnese;

- Medizinische Anamnese;

- MMPI, EPI, MHQ; Baumtest, Persönlichkeitstest, Progressiver Matrizen-Test von Raven, Rorschachtest, Handtest, Wahrheits- und Lügentest nach Valsecchi;

- Neurologische Untersuchung;

- Computerisierte Polygraphie (Galvanische Hautreaktion [GSR], Plethysmographie und Herzfrequenz, kostale und diaphragmatische Pneumographie) während der Erscheinungs-erfahrung, während der Erscheinungserfahrung bei hypnotischer Rückführung und während der suggerierten Visualisierung;

- Holter-Monitoring des Blutdrucks;

- Holter-Monitoring von EKG/Atmung;

- Pupillenreflexe (fotomotorisch) und Augenlidreflexe;

- Videoaufzeichnungen;

- Fotodokumentationen.

Die Versuchspersonen haben sich den verschiedenen Tests in voller Freiheit und echter Mitarbeit unterzogen.

Den psychologisch-diagnostischen Untersuchungen ist folgendes zu entnehmen:

Die Personen zeigen 17 Jahre nach ihren Erscheinungserfahrungen keinerlei pathologische Symptomatik, wie Trancestörungen, dissoziative Störungen oder Derealisationsstörungen.

Alle Testpersonen wiesen hingegen Symptome auf, die auf Streßreaktionen, hervorgerufen durch erhöhte exogene und endogene Stimulation als Folge der täglichen Lebensroutine, zurückgehen.

Aus ihren persönlichen Antworten geht hervor, daß der anfängliche und später modifizierte Bewußstseinszustand aus ungewöhnlichen Erfahrungen stammt, die sie als Vision/Erscheinung der Muttergottes verstanden und bezeichneten und auch heute noch so verstehen.

Die ganze psychiatrische und psychologische Untersuchung, die der Definition der Persönlichkeitsmerkmale der einzelnen Personen diente, kann hier aus Gründen des Datenschutzes nicht gebracht werden.

Die psychophysiologische Untersuchung wurde an vier Bewußtseinszuständen vorgenommen:

- Wachzustand;

- Modifizierter Bewußtseinszustand (Hypnose mit Rückführung in den Zustand der Ekstase); - Zustand der Visualisierung von Vorstellungen;

- Modifizierter Bewußtseinzustand (definiert als Erscheinungsekstase).

Zweck dieser Untersuchungen war es, sicherzustellen, ob der Zustand der Ekstase/Erscheinung, der bereits 1985 von der italienischen Arbeitsgruppe gemessen wurde, heute noch vorhanden ist oder ob er Änderungen aufweist. Zudem wolle man etwaige Übereinstimmungen/Abweichungen zu anderen Bewußtseinszuständen wie die suggerierte Visualisierung oder Hypnose überprüfen.

Die durchgeführten Untersuchungen zeigten, daß die Phänomenologie der Ekstase jener von 1985 vergleichbar ist, jedoch eine geringere Intensität aufweist.

Die hypnotische Rückführung in den ekstatischen Zustand erbrachte nicht die Phänomenologie der spontanen Erlebnisse, und man kann daher sagen, daß die spontanen ekstatischen Erscheinungszustände keine Zustände hypnotischer Trance waren.

Capiago Intimiano, am 12. 12. 1998


Generalkoordinator:
P. Andreas Resch

Wissenschaftskoordinator:
Dr. Giorgio Gagliardi

Mitglieder der Forschungsgruppe:
Dr. Marco Margnelli

Dr. Marianna Bolko

Dr. Gabriella Raffaelli