GEBETSAKTION MARIA KÖNIGIN DES FRIEDENS MEDJUGORJE
SEMINAR
Pilgerfahrt - Teil unseres Glaubenslebens
PILGERFAHRT

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INHALT
HEFT 53


Bischof Raich - Medjugorje ist eine große Chance für die Kirche !

Medizinische Untersuchungen an den Sehern

Malteser in Medjugorje

Pilgerfahrt - Teil unseres Glaubenslebens

Prof. Dr. Rebic - Die Liebe und die Gnade Gottes erfahren

Mirjana - Beten wir für all jene, die die Liebe Gottes noch nicht erfahren haben!

P. Slavko - Gotteserfahrung

Klara Zeilberger - Vertrauen wir der Muttergottes!



Pilgerfahrt - Teil unseres Glaubenslebens


Das sechste Gebets- und Bildungsseminar wurde heuer vom 28.2. bis 5.3. im Hotel "Sunce" in Neum abgehalten. Das Seminar stand unter dem Motto "Pilgerfahrten" und lehnte sich an das Dokument an, das der Heilige Stuhl unter dem Titel "Pilgerfahrten im großen Jubiläumsjahr 2000" herausgegeben hatte. Am heurigen Seminar nahmen etwa 150 Teilnehmer aus 15 verschiedenen Ländern teil. Das Ziel des Seminars war es, Menschen einander näherzubringen und jenen, die mit Pilgern in Medjugorje oder in ihrem heimatlichen Umfeld arbeiten, einen Erfahrungsaustausch zu ermöglichen.


Im Vordergrund des Gebets- und Bildungsseminars standen drei Referate, die sich auf das Thema "Pilgerfahrten" bezogen. Die Teilnehmer hatten den Wunsch geäußert, das Seminar um einen Tag zu verlängern, damit auch Zeit zur geistigen Erneuerung eingeplant werden könne. Der vierte Tag stand also unter Anleitung von Pater Slavko Barbariç im Zeichen der geistigen Erneuerung. Neben zwei Referaten geistlichen Charakters plante Pater Slavko am selben Tag auch einen Gebetstag nach dem Muster von Medjugorje ein.

Das Seminar begann mit einem Referat von Prof.Dr. Adalbert Rebiç. Er versuchte in seinem Vortrag auf die Bedeutung des vom Heiligen Stuhl herausgegebenen Dokuments hinzuweisen und meinte, es stelle "eine theologische Überlegung über die Bedeutung der Wallfahrten dar und würde somit pastorale Richtlinien für die Organisation und Durchführung von Pilgerreisen bieten". Dieses Dokument sollte jedermann bekannt sein, meinte Rebiç, insbesondere aber jenen, die das Hirtenamt versehen. Er beleuchtete in seinem Referat auch die Pilgerpraktiken des jüdischen Volkes und verdeutlichte den Unterschied zwischen echter Pilgerfahrt und reinem Tourismus. Prof. Rebiç, Theologe und Bibelexperte, hat sich schon seit längerer Zeit der Begleitung von Pilgern in das Heilige Land verschrieben. Aufgrund seiner reichen Erfahrung und seines breiten Wissens versucht er die Pilger in die Zeit Jesu Christi und die damit verbundenen Geschehnisse einzuführen.

Der zweite Vortrag wurde vom polnischen Priester Stanislav Kania abgehalten. Er sprach über die "Charakteristika der Pilgerreisen in große Marienwallfahrtsorte". Kania machte die Hörer mit der Geschichte der bedeutendsten marianischen Wallfahrtsorte in Polen bekannt und führte auch statistische Daten über die Anzahl der Pilger in polnischen Marienheiligtümern innerhalb eines Jahres an. Stanislav Kania ist mit Medjugorje schon seit Jahren vertraut und so bezog er in seinen Vortrag auch seine eigenen Erfahrungen sowie die Erfahrungen der Medjugorje-Pilger ein.

Der dritte Vortragende war Pater Slavko Barbariç. In seinem Referat über die "Anthropologisch-biblische und religiös-geistige Dimensionen der Pilgerfahrten am konkreten Beispiel Medjugorje" führte er die Pilgerfahrten auf die Suche des Menschen nach Gott und dem Frieden zurück. Er versuchte auch aufzuzeigen, welche Faktoren wichtig sind, damit die nach Medjugorje pilgernden Menschen ihr Ziel auch erreichen. Die wichtigste Voraussetzung, so erörterte Barbariç, sei dabei die Sehnsucht nach Gott und dem Frieden.

Am Ende des Seminars wurde den Teilnehmern Gelegenheit geboten, Themenvorschläge für das kommende Jahr einzubringen. Das Seminar schloß mit einer Erklärung, der die Teilnehmer geschlossen zustimmten, so daß sie hier in vollem Wortlaut wiedergegeben wird:



Wir haben das vom Heiligen Stuhl herausgegebene Dokument "Die Wallfahrt im großen Jubiläumsjahr 2000" - das Spezifikum der Wallfahrt zu großen Marienwallfahrtsorten - betrachtet, besonders hinsichichtlich der Gestaltung der Wallfahrt nach Medjugorje.

Im Bewußtsein, daß die Wallfahrt einen wichtigen Stellenwert im Leben des Gläubigen einnimmt, wollen wir unsere Wallfahrten noch sinnvoller gestalten, so daß sie wahrlich eine Gelegenheit und ein Anlaß für den Gläubigen werden, durch sie im Glauben zu wachsen, sein Glaubensleben zu vertiefen und seinen Lebensweg zu Gott hin auszurichten.

Aus diesem Grunde empfehlen wir allen Medjugorje-Zentren und Gebetsgruppen

- sich in den Ortskirchen den Wallfahrtsprogrammen zum großen Jubiläum 2000 anzuschließen

- im Lichte des genannten Dokuments des Heiligen Stuhles die Wallfahrten nach Medjugorje vorzubreiten, zu begleiten und zu gestalten, damit die Pilger die "schweigsame und konzentrierte Begegnung mit Gott und mit sich selbst" erleben können, besonders im Sakrament der Versöhnung und in der Feier der hl. Eucharistie.