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Zur Hauptseite Zurück zum Heftarchiv INHALT HEFT 53 Bischof Raich - Medjugorje ist eine große Chance für die Kirche ! Medizinische Untersuchungen an den Sehern Malteser in Medjugorje Pilgerfahrt - Teil unseres Glaubenslebens Prof. Dr. Rebic - Die Liebe und die Gnade Gottes erfahren Mirjana - Beten wir für all jene, die die Liebe Gottes noch nicht erfahren haben! P. Slavko - Gotteserfahrung Klara Zeilberger - Vertrauen wir der Muttergottes! |
Beten wir für all jene , die die Liebe Gottes noch nicht erfahren haben!IInterview mit der Seherin Mirjana Soldo am 14.12.1998 in Medjugorje
___________________________________Mirjana, Du warst die erste, der die Gospa mitgeteilt hat, daß sie Dir nicht mehr täglich erscheinen wird. Ja, die Gospa teilte mir zu Weihnachten 1982 mit, daß sie mir ab nun nur mehr einmal jährlich, an jedem 18. März, erscheinen werde. Bei dieser Gelegenheit möchte ich gleich eines richtigstellen: Es herrscht zwar die Meinung vor, das hängt mit meinem Geburtstag zusammen, doch das eine hat mit dem anderen absolut nichts zu tun. Man wird erst später verstehen, warum die Gospa dieses Datum gewählt hat. Ich betone das deshalb, weil die Gospa uns Sehern keine Privilegien einräumt. Mein Geburtstag bedeutet für sie nicht mehr als jeder andere Geburtstag auch. Ich erlebte also von Weihnachten 1982 bis 1987 einmal jährliche die Erscheinung der Gospa. Doch dann, am 2. August 1987, änderte sich etwas. Manchmal erlebte ich die Gospa in Form einer inneren Stimme und manchmal konnte ich sie direkt mit den Augen sehen. Diese Erscheinungen an jedem 2. des Monats sind eigentlich eher ein Gebet für die Ungläubigen, obwohl die Gospa selbst nie den Ausdruck "Ungläubige" verwendet, sondern sie als "jene, die die Liebe Gottes noch nicht erfahren haben" bezeichnet. Ich verstehe das so, daß uns die Gospa durch ihr Beispiel zeigen will, wie wichtig gerade in unserer Zeit das Gebet für die Ungläubigen ist. Sie hat auch oft betont, daß jeder 2. des Monats eine Zeit der Entscheidung ist und daß für uns, die wir uns Kinder Gottes nennen, daraus eine große Verantwortung erwächst. Warum hat die Gospa gerade Dich auserwählt, für die Ungläubigen zu beten? Vielleicht hat mir die Gospa diese Aufgabe zugeteilt, weil ich die einzige von den Sehern bin, die nicht in Medjugorje aufgewachsen ist. Ich habe 24 Jahre in Sarajewo gelebt, wo es sehr viele Ungläubige gab. Der Prozentsatz der Katholiken war äußerst gering, den Großteil bildeten die Ungläubigen bzw. jene, die ihren Glauben nicht praktizierten. In Medjugorje war ich lediglich den Sommer über. Aufgrund dessen, was ich bisher erkannt und von der Gospa gelernt habe, glaube ich, daß das der Grund war, warum gerade ich auserwählt wurde, für die Ungläubigen zu beten. Manchmal siehst Du die Gospa, und manchmal fühlst Du einfach nur ihre Gegenwart. Bedeutet das für Dich einen großen Unterschied? Und wie! Das eine kann man mit dem anderen überhaupt nicht vergleichen. Die Gegenwart der Gospa zu spüren und ihre Stimme zu vernehmen ist etwas sehr Großes. Doch wer einmal das Antlitz der Gospa gesehen hat, die mütterliche Liebe, die sie ausstrahlt und aufgrund der sie bereit ist, alles für uns zu tun, wird den Unterschied zwischen "nur fühlen" und "die Gospa tatsächlich sehen" als enorm empfinden. Wer diese Erfahrung nicht gemacht hat, wird das vielleicht nur schwer verstehen. Ich weiß, daß sich viele wünschen, die Gegenwart der Gospa zumindest zu fühlen. Doch ich habe sowohl das eine und das andere erlebt und weiß, daß das eine mit dem anderen nicht zu vergleichen ist. Wie legst Du mit Worten und Taten Zeugnis ab? Wenn ich von meinen Erfahrungen mit der Gospa spreche, versuche ich immer wieder zu betonen, daß ich mich von anderen Menschen in nichts unterscheide. Die meisten Pilger sehen uns als etwas Besonderes an. Sie meinen, die Gospa würde den Sehern Privilegien einräumen und sie bevorzugen. Ich meine aber, daß die Gospa die Pilger ebenso auserwählt hat wie auch uns, nur eben auf eine andere Art und Weise. Mich hat sie ausgesucht, um durch mich ihre Botschaften zu übermitteln, und die Pilger hat sie ausgesucht, damit sie hier die Botschaften hören, sie annehmen und so zu ihren Aposteln werden. Ich versuche also in erster Linie die Seher und die Pilger zu einer Einheit zu verbinden und ihnen begreiflich zu machen, daß für die Gospa alle Menschen gleich und wichtig sind. Weiters übermittle ich den Pilgern das, was in den Botschaften von besonderer Bedeutung ist und spreche von der Mission, zu der mich die Gospa berufen hat, d.h. meiner Aufgabe, "für jene zu beten, die die Liebe Gottes noch nicht erfahren haben". Bei dieser Gelegenheit bitte ich auch stets alle Anwesenden, für die Ungläubigen zu beten, weil das gerade heute immens wichtig ist. Ich versuche auch alle von den Pilgern gestellten Fragen zu beantworten, und so eben Zeugnis abzulegen.
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Die Gospa hat Dich auserwählt, für die Menschen, die die Liebe Gottes noch nicht erfahren haben, zu beten. Die Gospa fordert das nicht nur von mir, sondern von allen Menschen, weil wir doch alle ihre Kinder sind. Sie wünscht, das wir dem Gebet für die Ungläubigen Vorrang einräumen. Sie sagt, wenn wir für die Ungläubigen beten, so beten wir gleichzeitig auch für unsere Kinder und unsere Zukunft. Im Zusammenhang damit fordert sie auch unser Beispiel. Sie verlangt nicht von uns, daß wir durch die Welt ziehen und den Menschen predigen, wie sie beten und glauben sollen, sondern bittet uns, daß wir dies durch unser Beispiel und unsere Lebensweise demonstrieren. Damit bezeugen wir am wirksamsten die Liebe Gottes und daß wir Seine Kinder sind. Das ist es, was die Gospa von uns fordert, und damit hat sie uns auch eine große Verantwortung übertragen. Du warst in Deinem bisherigen Leben sicher auch Versuchungen und Schwierigkeiten ausgesetzt. Hast Du dann gefühlt, daß Dir die Gospa beisteht und hilft?
Ich habe viele derartige Situationen erlebt. Besonders zu Beginn der Erscheinungen gab es Probleme. Solange ich noch in Sarajewo lebte, fand ich von keiner Seite nur die geringste Unterstützung, außer von meinen Eltern. Es war die Zeit des Kommunismus, und wir waren in Sarajewo als katholische Familie von den anderen isoliert. Schon damals fühlte ich, daß die Gospa alle anfallenden Probleme auf wundersame Weise löst. Ich will nur ein einziges Beispiel anführen: Als man erfuhr, daß mir die Muttergottes erscheint, wurde ich sofort des Gymnasiums verwiesen. Daraufhin schrieb mich mein Vater mit Hilfe von Freunden in ein anderes Gymnasium ein. Als die Polizei davon Kenntnis bekam, erschien sie bei meinem Klassenvorstand und sagte, daß mir das Schuljahr nicht angerechnet werden und ich auch nicht die Matura ablegen dürfte.
Mirjana, würdest Du uns auch etwas über Dein Familienleben erzählen? Ich hatte das Glück, einen Mann zu heiraten, der aus einer katholischen Familie stammt. Wir kannten uns schon seit Kindestagen, und mein Mann war mit allem, was sich mir und um mich herum ereignete, vertraut. Er begreift die Mission, zu der mich die Gospa berufen hatte, und wir wollen das auch unseren Kindern begreiflich machen. Ein kleines Beispiel nur: Ich hatte meiner kleinen Tochter noch nichts über die Erscheinungen der Gospa erzählt, da ich glaubte, sie würde es noch nicht verstehen. Als sie etwa zweieinhalb Jahre alt war, spielte sie einmal im Nebenzimmer mit ihrer etwas jüngeren Freundin. Ich hörte, wie sich die Freundin - so wie Kinder es eben tun - damit brüstete, ihre Mutter hätte ein Auto. Meine Tochter Marija schwieg zuerst, meinte aber dann: "Und meine Mama spricht jeden Tag mit der Gospa. Und das ist mehr!" Da begriff ich, daß Kinder alles, was in ihrem Umfeld geschieht, in sich aufnehmen. Ich versuche stets, mit meiner Familie gemeinsam zu beten, und mein Mann Marko erzählt den Kindern vor dem Schlafengehen Geschichten aus der Bibel und Begebenheiten aus dem Leben Jesu und Mariens. Meine Kinder erachten die Erscheinungen der Gospa als etwas völlig Normales, sie sind damit aufgewachsen und für sie liegt alles im Bereich des Möglichen, und im Grunde haben sie damit ja auch recht. Die Gospa wünscht ebenso, daß wir das als etwas Normales ansehen, und ich sage daher zu meinen Kindern immer wieder, daß alle Menschen die Gospa fühlen können, weil sie ja unsere Mutter ist. Die Gospa meint oft: "Ruft mich, und ich werde bei euch sein". Ich sage zu meinen Kindern: "Ruft die Gospa. Eure Mama sieht die Gospa. Und die Gospa wird auch euch sehen und bei euch sein, wenn ihr sie nur mit offenem Herzen ruft." Ich versuche meinen Kindern beizubringen, daß Gott und die Gospa immer bei ihnen sind, und nicht irgendwo weit oben im Himmel. Danke für das Gespräch!
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