Zur Hauptseite Zurück zum Heftarchiv INHALT HEFT 54 Ich schreibe, um Medjugorje in der Wahrheit der Geschichte und des Evangeliums zu belassen Vicka: Die Muttergottes lehrt uns, demütig und ausdauernd zu sein Jährliche Erscheinung: Seherin Ivanka Ivankovic-Elez Bericht über den 18. Jahrestag Pater Ljudevit: Gottes Gnade vermag mehr als die Schwäche der Menschen Im Herzen der Kirche Liebe sein Schwester Emmanuel: Medjugorje ist ein Ort, an dem wir Gott erfahren. Pater Carlo Colonna, SJ Bericht: ARMEN- AUSSPEISUNG Kosovo
NEU: Buch; 18 Jahre Erscheinungen. | Medjugorje ist ein Ort, an dem wir Gott erfahren.
Schwester Emmanuel, Sie arbeiten viel für die Verbreitung der Botschaften von Medjugorje. Würden Sie uns etwas über Ihre Arbeit berichten? Ich kam 1984 nach Medjugorje, war aber schon damals fest davon überzeugt, daß dort Marienerscheinungen stattfinden. Als ich die ersten Botschaften las, war ich mir klar darüber, daß hier tatsächlich die Jungfrau Maria zu uns spricht. Ich kam dann noch einmal im Jahre 1989, um einen Artikel für meine Zeitung zu verfassen. Kaum war ich in Medjugorje angekommen, spürte ich in meinem Herzen eine glühend heiße Liebe. Es war so als ob die Jungfrau zu mir sagte - obwohl ich nie ihre Stimme hörte und auch nichts in der Art, wie die Seher erlebte - dennoch schien es mir so als ob sie sagte, wir hätten sie bislang zu wenig tatkräftig unterstützt und daß sie auf unsere Hilfe und Mitarbeit zählte. Diese Erfahrung hat mich derart bewegt, daß ich sofort nach der Rückkehr zu meinem Orden in Frankreich mit meinem Freund und Ordensgründer sprach, und er sagte, wir würden beten und weitersehen. Und er betete und traf die Entscheidung, in Medjugorje eine Zweigstelle zu gründen. Im Dezember 1989 sandte er mich mit einer anderen Schwester nach Medjugorje. Wir hatten kein Haus, nicht einmal eine Bleibe. Nur ein Auto stand für uns bereit. Wir begannen auf den Bergen von Medjugorje zu beten und fragten unsere Jungfrau, wo sie unseren Einsatz bräuchte. Schön langsam kristallisierte sich heraus, daß die französisch sprechenden Wallfahrer betreut werden müssten. Ich begann während des Krieges an meinen Orden in Frankreich und an meine Familie Berichte über das tägliche Leben in Medjugorje zu schicken. Das war der Beginn einer Wende für mich. Nach drei Wochen erfuhr ich, daß meine schlichten Briefe um die Welt gingen, denn sie waren die einzigen, die über Medjugorje berichteten. Am Kriegsende wurde ich dann gebeten, diese Informationen in einem Buch zu veröffentlichen und so fand ich mich in dieser neuen Aufgabe. Nun gebe ich eine Zeitschrift heraus, die zweimal im Monat erscheint. Ich konnte mir früher nicht vorstellen, etwas zu schreiben. Ich bin eine Ordensschwester, die dazu bestimmt ist, zu beten. Das Gebet steht im Mittelpunkt meines Lebens, aber viele Menschen haben mich dazu angeregt und auch das Gebet hat mich dazu inspiriert, nicht etwa Schriftstellerin, aber doch eine schreibenden Schwester zu werden, die Zeugnis für Medjugorje ablegt und den Auftrag der Jungfrau Maria erfüllt. Wenn ich die erfreulichen Botschaften lese, bin ich glücklich und dazu angetan, sie weiterzugeben. Würde Sie jemand nach der Bedeutung von Medjugorje fragen, was würden Sie antworten? Worin besteht der Kern von Medjugorje? Medjugorje ist ein kleines Dorf, das der Himmel dazu erkoren hat, unglaubliche Dinge geschehen zu lassen. Dadurch soll jenen geholfen werden, die glauben. Die Jungfrau Maria hat Medjugorje dazu erwählt, dort ihre Liebe auszudrücken und ihren mütterlichen Aufruf "Bitte wendet euch Gott zu" ergehen zu lassen. Sie bittet dort ihre Kinder, zu Gott zurückzukehren, sich mit Ihm und untereinander zu versöhnen und im Herzen Frieden zu schließen. Sie sieht nämlich, daß die Menschen unglücklich und unzufrieden sind, daß ihre Herzen leer und hart sind und daß sie leiden, weil ihnen der innere Friede fehlt. Maria sagt: "Ich weiß einen Weg. Hört auf meinen mütterlichen Aufruf und kehrt zu Gott zurück!" Mehrere Male sprach sie davon, worin der Grund ihres Kommens besteht: "Ich kam zu euch, weil ich eure Mutter bin. Ich will euch dem Herzen Jesu und Gott nahebringen!" All jene, die bereit sind, diesem Aufruf zu folgen, wurden in diesen Sog zu Gott hineingezogen, ihr Leben zu verändern und Jesus an die erste Stelle in ihrem Leben zu reihen. Das ist eine große Aufgabe, die uns da auferlegt wird, aber in unserer Zeit bitter nötig ist. Das Hauptanliegen Mariens besteht darin, zur Umkehr aufzurufen. Umkehren heißt, zum Haus des Vaters zurückzukehren, sich aus der Dunkelheit und den Händen des Satans zu befreien. Die Wurzeln des hebräischen Wortes "Umkehr" bedeuten, zurückzugehen zum Haus des Vaters, zur eigenen Familie. Nun gehe ich also zurück und finde das Haus, wo ich erwartet, gemocht und geliebt werde, wo es mir an Nichts mangelt. Dort kann ich mich laben und glücklich sein. Viele Menschen versuchen aus Medjugorje ein großartiges Ereignis zu machen, doch Medjugorje ist nur ein Werkzeug in Gottes Händen für unsere Umkehr. Medjugorje ist ein Aufruf. Unsere Aufgabe besteht nicht darin, Fanatismus zu schüren. Wir brauchen nicht an einen Ort fixiert zu sein - ich liebe natürlich dieses Dorf, die Seher, deshalb bin ich gerne dort - doch den Mittelpunkt meines Glaubens stellt Gott dar und nicht ein Ort. Jesus und Maria gebrauchen Medjugorje als eine Stätte des Gebets, der Wallfahrt, der inneren Umkehr, um den Menschen einen Tiefgang in ihrem christlichen Glauben zu ermöglichen. Warum geschehen so viele Wunder, warum werden so viele Herzen frei und warum werden den Menschen in Medjugorje so viele Gnaden zuteil? Der Herr möchte uns zu sich holen, damit wir in Einheit mit ihm leben können. Alles, was er hat, möchte er mit uns teilen ebenso wie unsere Jungfrau Maria. Eine jede gute Mutter dieser Welt möchte alles mit ihren Kindern teilen. Sie wird darbenden Kindern Nahrung geben. Und genau das passiert in Medjugorje. Maria kann es nicht ertragen, wenn nur ein einzelnes Kind Hunger leidet. Sie möchte alles geben, was sie hat, um uns zu sättigen. Medjugorje ist ein Ort, an dem wir gelabt werden, eine gute Atmosphäre erleben und Gott erfahren. Das ist die Erfüllung. |
Einer Botschaft der "Königin oder auch Mutter des Friedens" messe ich große Bedeutung bei, und zwar jener, in der sie über die Leere der Herzen spricht. Sie möchte diese Leere beseitigen und durch Gott und die Glückseligkeit ersetzen. Ein leeres Herz ist verzweifelt. Besonders bei jungen Menschen sehen wir, wie sie an der Leere leiden und sogar Selbstmord verüben. Es mangelt ihnen an Frieden, Sicherheit, Hoffnung und Liebe. Aber unsere Jungfrau möchte diese Leere in uns beseitigen und sie durch Gott ausfüllen. Nur Gott kann unsere wahren Wünsche und Sehnsüchte erfüllen. Maria kommt nicht zufällig als Mutter oder Königin des Friedens. Auf Hebräisch bedeutet Friede nicht den Mangel an Konflikten und Problemen. "Shalom" heißt "Fülle". Ich lebte längere Zeit in Israel. Folgendes Beispiel aus dem täglichen Leben gegriffen veranschaulicht dies genau: Für ein volles Glas sagt man, daß es den Frieden hat, weil es gefüllt ist, und wenn man es ausgetrunken hat, dann hat es keinen Frieden. Shalom bedeutet Fülle und leer zu sein, heißt, keinen Frieden zu haben. Die Leere des Menschen zieht das zerstörerische Gift des Satans an. Ist jemandes Herz gotterfüllt, dann hat kein Feind mehr Zutritt, denn in ihm wohnt Friede. Aus welchem Grund, glauben Sie, haben sich viele neue Orden in Medjugorje niedergelassen? Einige neue Orden haben sich in Medjugorje niedergelassen, und ich möchte nur sagen, daß neulich zwei unserer Vertreter in Rom mit Bischof Bertoni, dem Sekretär der Glaubenskongregation zusammentrafen. Er war über uns informiert. Unser Orden wurde noch vor den Erscheinungen in Medjugorje in Frankreich gegründet. Bei dem Zusammentreffen mit Bischof Bertoni fragten unsere Vertreter, ob wir als Orden in Medjugorje bleiben könnten, denn wir wollen gehorsam gegenüber der Kirche sein. Unser Orden ist eine Laiengemeinschaft, obwohl wir Priester und geweihte Ordensleute - wie etwa mich - haben, aber wir sind keine Glaubensgemeinschaft als solche, sondern eben ein Laienorden. Bischof Bertoni sagte, er würde uns nicht die Erlaubnis erteilen, in Medjugorje zu bleiben, sondern uns vielmehr darum bitten. Darüber hinaus fragten unsere Vertreter, ob wir weiterhin private Wallfahrten nach Medjugorje organisieren dürften, und er antwortete; "Sie müssen ihr Apostolat ausführen". Er gab uns den Auftrag, die Menschen dem reifen Glauben der Kirche zuzuführen.
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