Zur Hauptseite Zurück zum Heftarchiv INHALT HEFT 55 Woher wird uns diese Gnade zuteil..? Gott soll das Zentrum Eures Lebens sein Geborgen in Gottes Hand Für mich ist Medjugorje der Brennbunkt für dir Verbreitung des Evangeliums Gedanken zur Botschaft Ich bin hier, um der Gospa für meine Genesung zu danken Internationales Gebetstreffen der Jugend |
Betrachtung der Botschaft vom 25.9.1999 mit P. Slavko Barbaric Gedanken zur BotschaftLiebe Kinder! Auch heute rufe ich euch auf, Träger meines Friedens zu werden. Besonders jetzt, wo man sagt, daß Gott weit weg ist, doch in Wirklichkeit ist Er euch noch nie näher gewesen. Ich lade euch ein, das Gebet in euren Familien durch das Lesen der Heiligen Schrift zu erneuern und Freude in der Begegnung mit Gott zu erfahren, der Seine Geschöpfe unendlich liebt. Danke, daß ihr meinem Ruf gefolgt seid!" Auch heute rufe ich euch auf, Träger meines Friedens zu werden.Es ist nicht das erste Mal - das wissen wir ja - daß die Muttergottes uns zum Frieden aufruft. Schon am dritten Tag der Erscheinungen, am 26. Juni 1981, hat Marija Pavloviç gesagt, daß sie die Muttergottes mit einem Kreuz gesehen hat, die weinend die erste Botschaft des Friedens ausgesprochen hat. Seit diesem Tag bis zu dieser letzten Botschaft hat uns Maria viele, viele Male zum Frieden aufgerufen.Wenn wir die Botschaften lesen, erkennen wir, wie oft Maria diesen Aufruf wiederholt hat. Der Friede ist die tiefste Sehnsucht des menschlichen Herzens. Alles, was der Mensch tut, das Gute, aber auch das Schlechte, tut er immer um Frieden zu haben. Es gibt zwei Wege zum Frieden. Der Weg des Friedens, den uns Jesus gezeigt hat, dieser Friede kommt, wenn wir uns selbst aus Liebe für die anderen aufopfern, indem wir lieben, verzeihen, uns versöhnen, den anderen helfen, gütig und geduldig sind. Das ist der wahre Friede, den die Propheten auch von Anfang an verkündet haben. Es gibt aber auch den anderen - ich würde sagen - den leichteren Weg zum Frieden, auf dem der Mensch selbst seinen Frieden auf Kosten der anderen erreichen will. So haben die falschen Propheten immer den leichten Frieden verkündet, ohne auf die Sünde zu zeigen und ohne zur Umkehr aufzurufen. Wir wollen uns natürlich für den Frieden und den Weg des Friedens entscheiden, zu dem uns Maria aufgerufen hat. Das biblische Wort für Frieden ist shalom". Ursprünglich bedeutet dieses Wort ganz zu sein", unberührt zu sein". Es geht bei diesem Wort shalom" nicht nur um die Abwesenheit des Krieges oder einen Vertrag, der ein friedliches Leben unter den Menschen sichert, sondern es geht um die Fülle der physischen, psychischen und geistigen Güter. Dieser Friede ist ein Resultat der menschlichen Mitarbeit mit Gott. Gott ist der Gott des Friedens. Sein Wille ist unser Friede. Aber wir müssen uns - und zwar jeder von uns - für den Frieden entscheiden und dann mit der Gnade Gottes mitarbeiten. Der Mensch, der sich im Gebet und Fasten Gott öffnet, der in der Beichte um Verzeihung bittet, der täglich gegen die eigenen negativen Einstellungen kämpft, der wird den Frieden haben. Nur jener, der in seinem eigenen Herzen den Frieden trägt, kann den anderen Frieden schenken. Der Friede aus dem eigenen Herzen fließt in die Familie, aus der Familie in die Kirche, aus der Kirche in das Volk und in die ganze Welt. Der Weg des Friedens ist schwer. Wenn es leicht wäre, dann hätte die Welt schon längst den Frieden bekommen. Es ist die schönste Aufgabe, die ein Mensch haben kann, den Frieden zu tragen und ihn den anderen Menschen anzubieten. Aber es ist auch die schwierigste Aufgabe, denn, um Träger des Friedens zu werden, muß man den eigenen Egoismus, die Selbstsucht, den Neid und alle anderen negativen Regungen und Gefühle überwinden. Maria ist optimistisch. Sie ist überzeugt, daß wir Träger des Friedens werden können und daher ruft sie uns dazu auf. Ich bin ganz sicher, daß sich viele Menschen von neuem für den Frieden entscheiden werden und schon heute bereit sind, mehr zu verzeihen, mehr zu lieben und sich leichter zu versöhnen. Das sind die Bedingungen für den Frieden. Besonders jetzt, wo man sagt, daß Gott weit weg ist, doch in Wirklichkeit ist Er euch noch nie näher gewesen.Wir haben alle die Erfahrung gemacht, daß - wenn wir es schwer haben und in Problemen stecken - wir leicht denken, daß Gott nicht hört, daß Er nicht hilft - also, daß Er weit ist, daß Er abwesend ist. Grundsätzlich muß man wissen, daß Gott uns nahe ist, so wie der hl. Paulus sagt: Wir sind in Ihm, in Ihm bewegen wir uns und leben". Er ist immer nahe. Aber wir können uns vor Ihm verschließen, wir können uns dann von Ihm mit unserem Herzen entfernen. Jede Sünde ist eigentlich eine Abwendung von Gott und eine Verhinderung Seiner Anwesenheit in unseren Herzen. Und wenn das Herz vor Gott verschlossen ist, dann geht es dem Menschen sicherlich nicht gut. Die Probleme und Schwierigkeiten können den Menschen von Gott entfernen. Es kann so weit gehen, daß der Mensch Gott in seiner Bitterkeit auch ablehnt. Aber die Schwierigkeiten und Probleme können dem Menschen auch helfen zu verstehen, daß er ohne Gott nicht leben kann, so daß sich der Mensch in seinen Schwierigkeiten und Problemen Gott dann eher öffnet. Das ist sicherlich die Chance jedes einzelnen Menschen.
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In der Bibel wird über 365 Mal gesagt: Habt keine Angst, ich bin bei euch!" Jesu Name ist 'Emanuel', d.h. 'Gott mit uns'. Und Jesus hat Seine Anwesenheit verewigt, indem Er das Brot in Seine Hände genommen und gesagt hat: Dies ist mein Leib, der für euch hingegeben wird". Und mehrmals hat Er zu Seinen Aposteln gesagt: 'Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt." Eine besondere Anwesenheit Gottes ist uns durch den Hl. Geist versprochen, der uns führen wird und in die Fülle der Wahrheit einführen will. Aber die Hauptanwesenheit ist uns in der Eucharistie geschenkt worden. Wenn wir einmal verstanden haben, daß Gott in der Gestalt des Brotes mit uns ist dann wird sich sicherlich unser Leben ganz verändern. Die erste Folge dieses Verständnisses, daß Gott mit uns ist, ist, daß wir von Angst befreit werden; denn jede Erfahrung der Angst - schon bei Kindern und bis zum Ende des Lebens - ist verbunden mit der Abwesenheit der geliebten Person. Wenn die geliebte Person - Mutter, Vater und andere abwesend ist, dann verspürt der Mensch, der allein ist, einfach Angst. Von der Angst werden wir befreit, wenn die geliebte Person wieder da ist, wenn wir sie spüren, wenn wir sie sehen, wenn wir sie hören. Die Haupterfahrung der heutigen Welt und vieler Menschen ist die existentielle Angst. Diese Angst ist verständlich, weil der Mensch sich durch sein Verhalten von Gott abgewendet hat. Die innere Heilung wird geschehen, wenn wir unser Herz wieder der Anwesenheit Gottes öffnen. Wenn wir das Geschehen in Medjugorje betrachten ist es sehr wichtig einzusehen, daß Maria uns ständig zur Feier der hl. Messe und auch zur Anbetung aufruft. Es ist ebenso schön zu wissen, daß viele Gebetsgruppen jetzt zu Anbetungsgruppen geworden sind. Es gibt Gruppen, die schon imstande sind, die ewige Anbetung zu organisieren, weil viele Mitglieder bereit sind, ein oder zwei Stunden pro Woche oder mehrere Stunden pro Monat mit Jesus zu sein. In die Anwesenheit Gottes hineinzutauchen ist das Heil der Menschen und das ist die Aufgabe und der Wunsch Mariens. Deswegen hat sie gesagt: Betet meinen Sohn an. Wenn ihr Ihn anbetet, bin ich bei euch." Oder wenn sie uns aufgerufen hat: Verliebt euch in Jesus in der Eucharistie". Es geht immer um dasselbe: zu erfahren, daß Gott uns nahe ist. Aus dieser Erfahrung der Nähe Gottes werden wir Frieden schöpfen und aus dem Frieden wird alles andere positiv wachsen können. Eine besondere Erfahrung der Nähe Gottes soll auch in der Beichte geschehen. Der Mensch, der vor dem Priester, vor Gott, sein Herz öffnet, seine Sünden ausspricht und seine Wunden zeigt, erfährt den anwesenden Gott, der verzeiht, der die Wunden heilt, der das Herz befreit. Ich lade euch ein, das Gebet in euren Familien durch das Lesen der Heiligen Schrift zu erneuernWie viele Male Maria die Familien zum Gebet aufgerufen hat müßte man in den Botschaften zählen. Das Gebet in der Familie ist wichtig. Wenn die Eltern mit ihren Kindern am Abend beten und noch gemeinsam das Wort Gottes lesen, sichert das der Familie die Anwesenheit Gottes, die Kraft schenken wird, sich zu versöhnen, einander zu verzeihen, in Frieden zu leben und dann auch im Frieden gute Bedingungen für eine gute Erziehung der Kinder zu schaffen. Daß die Kinder und Jugendlichen dieser Welt so viele Probleme und Schwierigkeiten haben ist ein Zeichen, daß sie nicht in die Anwesenheit Gottes eingeführt sind. Es sind so viele Dinge und Situationen, die die Jugend zerstreuen und von Gott abwenden. Deswegen bleibt die erste Aufgabe der Eltern immer, sich nicht nur um das materielle Wohl ihrer Kinder zu kümmern, sondern zu sorgen, daß die Kinder in ihrem Wachstum Gott und Seine Nähe erfahren und den Weg Gottes einschlagen. Es ist nicht leicht, aber es ist unbedingt wichtig, daß wir daran denken und daran arbeiten.und Freude in der Begegnung mit Gott zu erfahren, der Seine Geschöpfe unendlich liebt.Daß uns Gott unendlich liebt ist einfach die Hauptwahrheit Gottes uns allen gegenüber. Freude kann nur in der Begegnung mit der liebenden Person erfahren werden. Um diese Liebe und dann auch die Freude erfahren zu können, die müssen wir uns Zeit für das Gebet nehmen. Ein schnelles Gebet, ein Gebet, für das wir uns keine Zeit nehmen, macht diese Begegnung in der Liebe und Freude unmöglich. Die große Gnade, die viele Pilger in Medjugorje bekommen haben, ist, daß sie sich Zeit nehmen, mit Gott zu sein, Sein Wort zu hören, über das Wort zu meditieren und über das Wort miteinander zu sprechen.Ich hoffe, und ich werde auch dafür beten, daß Gott uns allen den Frieden schenkt, damit wir Träger des Friedens werden, unser Leben in der Anwesenheit Gottes gestalten, unsere Familien sich diesem Aufruf Mariens öffnen und Gott selbst uns dann die Erfahrung schenkt, dass Er der liebende Gott und der Gott des Friedens ist. |