Zur Hauptseite Zurück zum Heftarchiv INHALT HEFT 56 Bewahrt das Heiligtum Medjugorje Europa sollte eine Wiege des Friedens werden Worte des heiligen Vaters Johannes Paul II Laßt euch mit Gott versöhnen Wir sollten Träger des Friedens sein Mitarbeiter für die Neuevangelisierung Aufbruch der Jugend zu Gott |
Europa sollte eine Wiege des Friedens werden!Pater Jozo, Sie sind zum ersten Mal im Heiligen Land. Was bedeutet für Sie das Kommen zu diesem großen Wallfahrtsort? Es ist wirklich eine sehr große Gnade, in dieses Land, in die Heimat meines Herrn zu kommen. Hier diese fünf Tage verbringen zu können, das war für mich die größte Freude - ein Segen! Ich bin glücklich, mit dieser Gruppe von Pilgern aus Frankreich und Italien hier gewesen zu sein. Die heiligen Stätten haben trotz des Kommerzialismus, des touristischen Alltags nichts von ihrer Kraft, ihrer Botschaft und ihrer Wichtigkeit verloren. Es hat mich tief berührt, in den Straßen von Jerusalem, von Nazaret und Betlehem den Spuren unseres Herrn Jesus Christus zu folgen. Ich bin dankbar, daß ich mit meinen Füßen dort gehen konnte, wo einst auch Jesus gegangen ist; ich bin dankbar, daß ich die Luft atmen konnte, wo auch Jesus geatmet hat. Ich bin dankbar für das Wasser, das ich aus der Quelle getrunken habe, aus der auch Jesus getrunken hat. Ich bin dankbar für die alten Ölbäume im Garten Getsemani, die auch Jesus angeschaut hat; hier hat Er zum Vater im Himmel gebetet, hat Blut geschwitzt und die Spuren Seines Blutes auf dem Stein hinterlassen. Ich bin Gott dankbar für jeden Augenblick, den ich im Heiligen Land verbringen durfte.
Für mich war es ein besonderes Erlebnis, in dieser Heiligen Nacht auf jenen Feldern zu sein, wo die Hirten vor 2000 Jahren den Jubelgesang der Engel vernommen haben: "Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen Seiner Gnade!" Ich habe gespürt, wie mein Herz und meine Seele offen waren, um Gott die Ehre zu geben und mich noch mehr einzusetzen für den Frieden zwischen den Menschen, und mich zu bemühen, daß die Menschen den Willen Gottes tun mögen; denn jene sind wirklich Lieblinge Gottes! Als ich vor der Krippe gekniet bin, ist für mich der Zeitbegriff verschwunden; ich habe nur noch die Ewigkeit gespürt. Für mich war dieses Weihnachten in Betlehem Erfahrung des Glaubens: Mein Gott ist geboren, als der Sohn Gottes ist Er mir geschenkt - besonders mir als Priester! Bei der heiligen Messe in Betlehem, als ich Jesus in meine Hände genommen habe, spürte ich jene Worte Jesu: Wer ist meine Mutter? Ja, wer ist meine Mutter? Diese große Gnade der Liebe Gottes, die ich in der Heiligen Nacht erlebt habe, hat mich zutiefst beeindruckt. Welche Botschaft möchten Sie den Menschen Europas und der ganzen Welt mitbringen von der Krippe des kleinen Jesus in der Heiligen Nacht - zu unserem Eintreten in das Jubeljahr 2000? Europa mit seiner Kunst, seiner Kultur und mit seiner Geschichte hat in diesen zweitausend Jahren so vieles von Jesus empfangen; leider ist es durch Kriege und Zusammenstöße auch oftmals zerstört worden. Ich habe für Europa gebetet, daß es eine Wiege des Friedens werde; daß im kommenden Jahrtausend von neuem der Friede aufgebaut werde. Aber das geht nicht ohne Jesus. Europa sollte Jesus annehmen im neuen Jahrhundert! Europa verliert die Familien. Damit eine Familie beständig und stark sein kann, muß sie heilig sein! Sie muß zur Heiligen Familie von Betlehem zurückkehren! Ich habe für Europa gebetet, daß es zurückkehren möge zu den Schätzen des Glaubens der Kirche; zu dem, was es einst gehütet und allen Kontinenten überbracht hat, indem es das Evangelium verkündete, die frohe Botschaft Christi. Ich habe für Europa gedankt: So viele sind es, die auf diesem Kontinent ihr Leben geopfert haben, vor allem auch der heilige Petrus. Sein Nachfolger aber - in unseren Tagen Papst Johannes Paul II. -, er ist heute unser Petrus! Europa sollte mit verantwortungsvoller Liebe auf seine Vergangenheit schauen und nicht ohne Gott seine Zukunft planen! Was wäre Europa ohne Jesus? Der Kommunismus hat versucht, den Glauben zu vernichten, und die Folgen haben wir gesehen. Wir haben nach und nach alles verloren: den Frieden, die Freiheit, die menschliche Würde. Europa braucht eine Neuevangelisierung, weil wir uns vom Stamm losgelöst haben. Wenn es sich von Gott lossagt, werden uns die großen Kathedralen verurteilen, die vereinsamt und leer bleiben werden. Die Tradition der großen Bewegungen wie zum Beispiel die dominikanische, franziskanische, benediktinische, salesianische - einst in Europa entsprungen und Hüter des Glaubens und der Kultur - wird uns zusammen mit der Geschichte der ganzen Kirche verurteilen, wenn wir unsere Familien, unsere Jugend nicht im Geiste Jesu aus Betlehem und Seiner frohen Botschaft erziehen. Die Muttergottes hat Jesus in Betlehem geboren. Denselben kleinen Jesus im Arm hat sie in Medjugorje all die Jahre hindurch dargeboten, wenn sie zu Weihnachten den Sehern erschienen ist. Mit allen diesen Ereignissen sind Sie vertraut, Pater Jozo. Was können Sie uns sagen über dieses neuerliche Darbringen des kleinen Jesus durch die Muttergottes in Medjugorje? Niemand fürchtet sich vor einem Kind; alle sind wir offen vor dem Kind. Die Muttergottes bringt uns das Jesuskind in Medjugorje als ihren Sohn, aber als den Sohn Gottes. Sie betet Ihn an als ihren Gott und liebt in ihrem Sohn ihren Gott, der ihr diese Gnade geschenkt hat. Die Muttergottes weiß, daß unser Leben nicht bestehen kann, wenn es nicht erfüllt ist mit dem "Inhalt" Jesus; das wäre so, wie wenn man von einer Blüte ein Blütenblatt entfernt, das dann verwelkt und verschwindet. Wenn sich der Mensch von Gott trennt, verliert er sein Gleichgewicht und seine Harmonie. Dann verfällt er und schwindet dahin. Medjugorje ist ein Aufruf zur Rückkehr zur Mutter und zu ihrem Sohn. Als die Weisen die Mutter mit ihrem Sohn in Betlehem gefunden haben, waren sie überglücklich. Noch vor ihnen hatten die Hirten die Mutter und den Sohn entdeckt, und sie konnten sich von der Wahrheit dessen überzeugen, was ihnen der Engel des Herrn kundgetan hatte: "Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr. Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt!" Es zieht uns dieselbe Sehnsucht wie damals die Hirten von Betlehem, wenn wir nach Medjugorje pilgern; es besteht dieselbe Notwendigkeit aufzubrechen, um das Kind und die Mutter zu finden. Es wird uns ergehen wie den Hirten, die von der Krippe fröhlich zurückgekehrt sind; sie haben nichts verloren, sondern Freude, Frieden, Segen, Licht und Gnade gefunden. Sie haben alles gefunden, und sie sind neue Menschen geworden. So ist es auch mit unserer Wallfahrt nach Medjugorje, wo die Mutter mit ihrem Sohn Jesus in besonderer Weise anwesend ist. Sie verändert die Menschen und führt sie zum Guten. Aus Medjugorje kehrt der Mensch zurück, um ein Zeichen inmitten seiner Familie zu werden; als einer, der das Licht bringt und den Weg zeigt. Medjugorje ist ein Segen! |
Sie sieht, daß so viele Menschen auf falschen Wegen gehen und sich immer mehr von Gott entfernen. Durch die Erscheinungen sind auch heute die Könige, die Hirten und die Weisen dieser Welt eingeladen, sich vor ihrem Retter und Erlöser Jesus Christus zu verbeugen ... Weihnachten und die Geburt Jesu ist gestern, heute und morgen; Jesus ist gestern, heute und morgen, sagt der Papst anläßlich des Jahres 2000. Das ist ein Mysterium. Es ist dies nicht bloß eine Erinnerung, sondern göttliches Leben und eine Gnade, die durch alle Zeiten fließt. Die Muttergottes möchte uns zeigen, daß sie nicht wie ein weggerissener Meteor ist, sondern daß ihre Gegenwart ein großes Geschenk Gottes an den Menschen ist. Dies ist eine Zeit, in welcher der Mensch durch die Gnade beschenkt werden kann. Wie sehen Sie das Eintreten in das neue Millennium? Was ist es, das sich verändern sollte? Aus Medjugorje, hört man, wird die Veränderung schon seit 18 Jahren verkündet, denn die Muttergottes lädt ein zur wahren Liebe, zur Umkehr des Menschen zu Gott, zu ihrem Sohn. Ich denke dabei an die Lehre Jesu vom neuen Wein in neuen Schläuchen. Diese unsere Generation hat viel verloren; es war ein Jahrhundert der Gewalt, der Kriege, des Rassismus, des Nazismus, des Genozides. Wir sind tief in das Weltall vorgestoßen und haben als größten Sieg unserer Zeiten die Landung auf dem Mond gefeiert. Zugleich aber haben wir zugelassen, daß Menschen vor unserer Türe sterben. Man hat nicht die Millionen Armen gesehen, die um ihr Leben gekämpft haben. Wir müssen zum Menschen zurückkehren, sonst erschlägt und entfremdet die Technik den Menschen! Die Welt hat Angst, in das neue Millennium einzutreten, weil der Mensch die Seele und das Herz verloren hat. Unsere Generation hat die Liebe verloren! Den Egoismus will man als Wert hinstellen, und es wird sogar versucht, ihn als "Nächstenliebe" zu beschönigen. Wahre Liebe erfordert aber, sich selbst an die anderen zu verschenken, besonders an die Ärmsten und an jene, die am Rand der Existenz sind. - Die Muttergottes möchte durch Medjugorje, daß in diese kommende Zeit neue Pioniere, neue Heroen, neue Apostel hineingehen. Die Seher aus Medjugorje und mit ihnen viele begeisterte Menschen haben die Botschaften der Gospa angenommen. Überall in der Welt leben sie in kleinen Gruppen; sie kämpfen für das Leben wie die ersten Christen und vollbringen unermeßlich große Dinge. Das wird ein neuer Sauerteig sein, ein neues Licht an diesem Übergang ins neue Millennium. Pater Jozo, Sie können Gott wirklich dankbar sein! Wollen Sie vielleicht ein Gebet sprechen als Dank an Gott am Ende dieses Millenniums?
Lieber Vater, hier im Flugzeug in 10.800 Metern Höhe, über den Wolken, zwischen den Sternen und der Erde, die Du uns geschenkt hast, in diesem Weltall will ich Dir danken - es möge gesegnet sein! (Das Gespräch für die Gebetsaktion-Wien führte vd.)
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