Zur Hauptseite Zurück zum Heftarchiv INHALT HEFT 56 Bewahrt das Heiligtum Medjugorje Europa sollte eine Wiege des Friedens werden Worte des heiligen Vaters Johannes Paul II Laßt euch mit Gott versöhnen Wir sollten Träger des Friedens sein Mitarbeiter für die Neuevangelisierung Aufbruch der Jugend zu Gott |
Laßt euch mit Gott versöhnen!Professor Dr. Adalbert Rebic wurde 1937 in Hum an der Sutla in Kroatien geboren. Sein Philosophiestudium absolvierte er in Zagreb und an der Philosophischen Fakultät der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom, das Theologiestudium an der Gregoriana und am Biblischen Institut. Seit 1968 lehrt er als Professor der Bibelwissenschaft und orientalischer Sprachen (Hebräisch, Arabisch, Syrisch-Aramäisch) an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Zagreb, zeitweilig auch an den Theologischen Hochschulen in Zadar und Djakovo. Er ist auch Redakteur der Zeitschrift "Bogoslovska smotra" und Vorstand der Fakultätsbibliothek. In seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Kroatischen Mariologischen Instituts (seit 1972) organisierte er die Kroatische Sektion auf den Internationalen Mariologischen Kongressen in Rom, auf der Insel Malta, in Zaragoza und Huelva (Spanien), in Kevelaer (Deutschland) und im polnischen Tschenstochau. I. EINLADUNG IM JUBELJAHR 2000 DURCH DEN HEILIGEN VATERDie Öffnung der Heiligen Pforte im Petersdom in Rom ist ein symbolischer Akt, der uns an den Übergang aus dem Zustand der Sünde zum Zustand der Gnade erinnert, zu dem wir alle eingeladen sind. Jesus hat gesagt: "Ich bin die Tür" (Joh 10,7), um anzudeuten, daß niemand zum Vater kommt außer durch Ihn. Das heißt, daß Jesus der einzige Erlöser ist, den der Vater zu uns gesandt hat. Es gibt nur eine Tür, durch die man in die Gemeinschaft mit Gott hineinkommt: Diese Tür ist Jesus Christus, der einzige und der absolute Weg zum Heil. Nur auf Ihn kann man die Worte des Psalmisten anwenden: "Das ist das Tor zum Herrn, nur Gerechte treten hier ein" (Ps 118,20). Durch dieses Tor soll jeder Gläubige in das Leben hineingehen. Durch dieses Tor durchkommen, heißt, Jesus Christus als Herrn bekennen, seinen Glauben in Ihm zu festigen. Das zu tun, soll unsere freie Wahl in diesem Heiligen Jahr werden. In diesem Geist hat Papst Johannes Paul II. am Heiligen Abend, dem 24. Dezember 1999, diese Heilige Pforte durchschritten. In dieser Feier hat er der Welt das heilige Evangelium gezeigt - die Quelle des Lebens und der Hoffnung für das dritte Millennium.II. EINLADUNG ZUR VERSÖHNUNG DURCH DIE KÖNIGIN DES FRIEDENSDas Bußsakrament - auch "Sakrament der Beichte" oder "Sakrament der Versöhnung" genannt - ist das einzigartige Merkmal von Medjugorje.Erneuerung der BußpraxisDie Jungfrau von Medjugorje hat uns alle zur Buße eingeladen. Wir haben durch unsere Sünden Gott beleidigt und uns mit Schuld beladen. Gott vergibt uns im Bußsakrament die Sünde, wenn wir sie innig und tief in unserem Herzen bereuen, und wenn wir uns entschließen, sie nicht mehr zu begehen. Aber die Schuld, mit der wir durch die Sünde beladen sind, bleibt weiterhin bestehen, auch wenn wir im Bußsakrament von den Sünden losgesprochen werden. Die Schuld soll durch die Buße getilgt werden. Die Tilgung der Schuld verwirklicht sich eigentlich durch die Erneuerung des Lebens, was im Neuen Testament mit dem Wort metanoia (dt. Umkehr, Umdenken) ausgedrückt worden ist. Mit der Buße ist demnach eine Neuorientierung des ganzen Menschen (Vernunft, Herz, Gesinnung) gemeint. Der Mensch ist durch Christus angesprochen und eingeladen, sich zu Gott vollständig umzudrehen, umzukehren, sein Leben in Gott einzuwurzeln, in Gott festzustehen, das heißt an Gott zu glauben. Der von Jesus geforderte Glaube an Gott und an das in Ihm anbrechende Reich Gottes bedeutet eine Umkehr: die Hinkehr zu Gott und die tätige Abkehr von der Sünde. Diese ständige Zuwendung des Menschen zu Gott soll sich durch Taten beweisen. Die Ordnung, die wir durch die Sünde gestört haben, müßten wir wiederherstellen. Die Buße ist die gnadengetragene Antwort auf die gnädige Zuwendung Gottes durch Jesus Christus im Heiligen Geist; sie ist einmaliges Geschehen der gläubigen Umkehr zu Gott, das es im Leben zu verwirklichen, zu vertiefen gilt: Eine Wiedergutmachung durch "Werke" der Nächstenliebe, durch eine Pilgerreise, durch Annahme des auferlegten Leidens, im Gebet, in der Selbstüberwindung, schließlich und bisweilen unabdingbar im Sakrament der Buße. Die Gospa von Medjugorje wiederholt uns Christen gegenüber ohne Unterlaß: Kinder, liebt einander! Tut einander Gutes, helft einander! Und sie lädt schließlich alle Christen zum Bußsakrament ein. |
Eine Schule des GebetesDie Muttergottes von Medjugorje hat die Christen auch zum beständigen und innigen Gebet eingeladen, zum Gebet für den Frieden, für die Kirche, für die Jugend. Das Gebet stellt eine Unterhaltung mit Gott dar: So wie Kinder sich mit ihrem Vater oder ihrer Mutter unterhalten, so sollen auch wir uns ohne Unterlaß mit Gott als unserem Vater unterhalten. Das verlangt die Mutter Jesu von uns, die in Medjugorje in besonderer Weise verehrt wird. Auch das Rosenkranzgebet wird in Medjugorje neu gewertet. Die Pilger in Medjugorje lernen wieder den Rosenkranz zu beten. Durch das Rosenkranzgebet betrachten sie die Geheimnisse des Lebens Jesu und Seiner Mutter Maria. Das Rosenkranzgebet ist eine Schule der Frömmigkeit. Mittelpunkt ist die heilige Messe Das Zweite Vatikanum hat sehr stark betont, daß die Eucharistiefeier die Quelle und das Ziel und der Mittelpunkt allen christlichen Lebens ist. Dies ist in Medjugorje spürbar als primäres Ziel verwirklicht worden; die heilige Messe ist dort Mittelpunkt aller pastoralen Tätigkeit.Die Bedeutung der BotschaftenDie Botschaften, die immer noch von Medjugorje zu hören sind, haben für die Gläubigen eine große Bedeutung. Es spiegelt sich in ihnen der Geist des Evangeliums wider. Uns Christen fehlt in unserem alltäglichen Leben ein enger Kontakt mit dem Evangelium. Wir sollten es deswegen öfter lesen, betrachten und zu befolgen versuchen. Die Botschaft von Medjugorje hilft uns, dies zu verwirklichen. Ab und zu kommt "ein Brief aus Medjugorje", in dem uns die Muttergottes die Worte des heiligen Evangeliums näherbringt. Sie möchte uns herausfordern, daß wir als Christen den Glauben wirklich leben und ihn mit unserem Leben bezeugen. Jede Botschaft aus Medjugorje ist Frucht der Betrachtung des Evangeliums Christi. Im Mittelpunkt aller dieser Botschaften steht der Gedanke, daß Maria die Königin des Friedens sei. Und das ist wahr! Durch sie nämlich kam zu uns der wahre Friede - Quelle und Ursprung all unseres Friedens: JESUS CHRISTUS. "Denn er ist unser Friede. Er vereinigte die beiden Teile (Juden und Heiden) und riß durch sein Sterben die trennende Wand der Feindschaft nieder" (Eph 2,14). Als Mutter Christi ist sie mit vollem Recht die KÖNIGIN DES FRIEDENS. Sogar noch mehr: sie ist die Königin des Friedens auch deswegen, weil sie uns zur Versöhnung mit Gott einlädt - gemäß dem Wort des heiligen Paulus im Zweiten Korintherbrief (5,20): "Laßt euch mit Gott versöhnen!" |