GEBETSAKTION - MARIA KÖNIGIN DES FRIEDENS - MEDJUGORJE
Gegenwart
Pater Dr. Slavko Barbaric OFM
Gottes

Zur Hauptseite

Zurück zum Heftarchiv

INHALT
HEFT 57


Ich habe keine Schwierigkeiten, an Medjugorje zu glauben

Maria als Weggeleiterin unseres Glaubens

Im Herzen bleibt die Schönheit und der Friede der Muttergottes

Die jährliche Erscheinung der Muttergottes am 18. März 2000

Gedanken über den Sinn der Geheimnisse

Eucharistie und die Botschaften von Mejugorje

Mein Weg zurück zu Gott

Medjugorje prophetischer Aufbruch für das 21. Jahrhundert"






Gedanken über den Sinn der Geheimnisse


Die Muttergottes bleibt ihrem Versprechen treu, das sie den Sehern gegeben hat: Sie sagte, daß sie ihnen bis zum Ende ihres Lebens erscheinen wird. Das heißt, sie erscheint nicht mehr allen jeden Tag, sondern den einen täglich und den anderen einmal im Jahr. Die Muttergottes möchte offensichtlich in unmittelbarem Kontakt bleiben, und das ist auf alle Fälle ein großes Geschenk für die Seher, wie auch für uns alle.

Der Rhythmus in den Erscheinungen

Durch die Erscheinungen kann man begreifen, was das bedeutet: "Emanuel - Gott mit uns", und ebenso ist Maria als die Mutter des Emanuel und als unsere Mutter immer unter uns gegenwärtig. Manche, die sich wundern und sich fragen:

"Warum tägliche Erscheinungen?"

, sie predigen doch andererseits immer, daß Gott stets mit uns ist und daß die Muttergottes uns immer begleitet! Als aber dann in Medjugorje die täglichen Erscheinungen begonnen haben, sagten sie, dies sei unmöglich.
Die jetzt noch jährlichen Erscheinungen bei Mirjana, Ivanka und Jakov sind so verteilt, daß wir immer wieder erinnert werden an die Mutter Maria. Wir wissen zwar nicht, wie das später sein wird, wenn auch bei Vicka, Marija und Ivan einmal die täglichen Erscheinungen aufgehört haben werden - wann bei ihnen dann die jährliche Erscheinung sein wird. Aber schon jetzt haben wir eine schöne Verteilung der jährlichen Erscheinungen das ganze Jahr über, wo uns die Muttergottes erinnert: Im März hat Mirjana die jährliche Erscheinung, am Jahrestag im Juni Ivanka, und zu Weihnachten Jakov. Wenn die täglichen Erscheinungen auch bei den anderen drei Sehern einmal aufgehört haben werden, dann wird es, so vermute ich, immer noch ungefähr alle zwei Monate sein, daß die Muttergottes kommen wird. Das wird für uns schön sein, weil wir auch nach dem Ende der täglichen Erscheinungen die Muttergottes oft bei uns haben werden.
Die Muttergottes bleibt also mit uns in Kontakt, und das alles geht in ein und dieselbe Richtung: Zuerst hat sie begonnen, uns die Botschaften in sehr kurzen Perioden zu geben; dann, seit 1. März 1984, an jedem Donnerstag. Dann wechselte der Rhythmus, und seit dem 1. Jänner 1987 bis heute gibt sie an jedem 25. des Monats die Botschaft. Beim Aufhören der täglichen Erscheinungen an Mirjana, Ivanka und Jakov hat man wieder eine neue Struktur gesehen, eine Schule und einen Rhythmus; wir müssen ihn erkennen und als solchen annehmen.

Der Sinn von Geheimnissen

Ich habe mit Theologen und mit vielen Fachleuten gesprochen, die sich mit Erscheinungen befassen, habe jedoch persönlich keine theologische Erklärung gefunden, warum es die "Geheimnisse" gibt. Jemand sagte einmal, vielleicht möchte uns die Muttergottes zeigen, daß wir nicht alles wissen, daß wir demütig sein müssen. Warum also die Geheimnisse, und was ist die richtige Erklärung? Oft habe ich mich persönlich gefragt:

Was nützt es mir, wenn ich weiß, daß es zum Beispiel in Fatima drei Geheimnisse gibt und daß viel darüber diskutiert wurde? Was nützt es mir weiters, wenn ich weiß, daß die Muttergottes den Sehern von Medjugorje etwas gesagt hat, das ich nicht weiß? Das, was ich schon weiß von all dem, was sie gesagt hat - das ist für mich und für uns das Wichtigste!



Für mich ist am wichtigsten, daß sie gesagt hat: Gott mit uns! - Daß sie gesagt hat: Betet, kehrt um, Gott wird euch den Frieden schenken! - Wie hingegen das Ende der Welt sein wird, das weiß nur Gott, und wir Menschen sollten uns nicht darum kümmern und keine Probleme daraus machen. Es gibt Menschen, die, kaum daß sie von Erscheinungen hören, sofort an irgend welche Katastrophen erinnern. Aber das würde bedeuten, daß Maria nur diejenige ist, die Katastrophen ankündigt. Das ist eine falsche Deutung, ein falsches Begreifen. Die Mutter Maria kommt zu ihren Kindern dann, wenn sie weiß, daß es für die Kinder notwendig ist. Dadurch, daß ich die Geheimnisse so annehmen kann, habe ich bei vielen Menschen gesehen, daß durch sie eine gewisse Neugierde erweckt wird, die dem Menschen hilft, den Weg mit Maria anzunehmen, und in diesem Moment werden die Geheimnisse vergessen. Immer weniger Menschen fragen konkret, was mit den Geheimnissen ist. Sobald der Mensch sich auf den Weg gemacht hat, wird ihm vor allem der Weg wichtig.

Mütterliche Pädagogik

Für mich selbst ist das, was ich von all dem annehmen kann, diese mütterliche Pädagogik, die durch die Erscheinungen hervorgetreten ist. Jede Mutter könnte ihrem Kind zum Beispiel sagen: Wenn du in dieser Woche brav bist, erwartet dich am Sonntag eine Überraschung! - Jedes Kind ist neugierig und möchte von der Mutter diese Überraschung sofort erfahren. Aber die Mutter möchte, daß das Kind zuerst gut und folgsam ist, und deswegen gibt sie dem Kind eine gewisse Zeitspanne, und erst danach möchte sie es belohnen. Wenn das Kind nicht gut sein will, dann gibt es keine Überraschung, und das Kind wird vielleicht sagen, die Mutter habe gelogen. Aber die Mutter wollte nur einen Weg einschlagen, und wer nur auf eine Überraschung wartet, aber den Weg nicht annehmen will, der kann nie erleben, daß es wahr gewesen ist.
Bei all den Geheimnissen, welche die Muttergottes den Sehern von Medjugorje anvertraut hat, kann es sein, daß sie nicht hundertprozentig ihren Inhalt wissen müssen. In der Bibel beim Propheten Ezechiel lesen wir von einem großen Gastmahl, das Gott für alle Völker auf dem Zion bereitet: Alle werden kommen und ohne Bezahlung nehmen können. Wenn jemand die Gelegenheit gehabt hätte, den Propheten Ezechiel zu fragen, ob es dabei um jenen Zion geht, den sie gekannt haben, hätte er sicher gesagt, daß es sich um ihn handle. Aber Zion ist auch heute noch Wüste. Die Prophezeiung ist eingetroffen, aber wir sehen, daß es dort kein solches Gastmahl gibt, sondern Jesus im Tabernakel ist dieser neue Zion. Die Eucharistie in der ganzen Welt ist dieser Zion, wo die Menschen hinkommen und teilnehmen am Gastmahl, das Gott für uns alle vorbereitet hat.

Die richtige Vorbereitung

Im Hinblick auf die Geheimnisse ist es sicher gut, nicht etwas erraten zu wollen, denn davon hat man nichts. Es ist besser, den einen oder anderen Rosenkranz mehr zu beten, als über die Geheimnisse zu reden. Beim ungeduldigen Warten auf die Offenbarung der Geheimnisse, ob wir uns vorbereiten werden können, oder ob sie uns erreichen werden, müssen wir achtgeben, daß es nicht um unseren Egoismus geht. Es geschehen jeden Tag Katastrophen, Überschwemmungen, Erdbeben, Kriege, aber solange es mich persönlich nicht betrifft, ist dieses Problem für mich auch keine Katastrophe. Erst wenn ich selbst die Katastrophe erlebe, sage ich:

Was geschieht da an mir?

Zu warten, ob etwas geschehen wird und ob ich bereit sein werde, das ist genauso, als würde ein Student ständig fragen: Wann wird die Prüfung sein, an welchem Tag wird sie sein? Wann werde ich an der Reihe sein? Wird der Professor gut aufgelegt sein? - Es ist, als würde dieser Student, obwohl ihm all das bevorsteht, nicht lernen und sich nicht auf die Prüfung vorbereiten, sondern sich immer nur auf das ihm unbekannte "Geheimnis" konzentrieren. So müssen auch wir heute all das tun, was wir vermögen, dann werden die Geheimnisse uns keine großen Probleme bereiten.