GEBETSAKTION - MARIA KÖNIGIN DES FRIEDENS - MEDJUGORJE
INTERVIEW
mit der Seherin Ivanka Ivankovic
INTERVIEW

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INHALT
HEFT 59


Das, was ich sehe, erscheint mir sehr gut

Ich bemühe mich, so gut ich kann, Gottes Werkzeug zu sein

MEDJUGORJE ist ein Ort des Gebetes, wo der Mensch persönlich Gott begegnet

MEDJUGORJE ist eine einzigartige Erfahrung

Das Evangelium ist der Ruf zur Freiheit und Hingabe

PREDIGT ZUM FEST DES HEILIGEN FRANZISKUS AM 4. OKTOBER 2000 IN MEDJUGORJE

Ich bin Zeugin, daß es ein Leben nach dem Tod gibt




Ich bin Zeugin, daß es ein Leben nach dem Tod gibt

Ivanka Ivankovic

Ich möchte Sie zunächst einmal alle herzlich begrüßen und Ihnen danken, daß Sie die Botschaften annehmen. Die Muttergottes hat sich vom ersten Tag an hier als "Königin des Friedens" vorgestellt, ihre erste Botschaft war die vom Frieden. Friede, Umkehr, Fasten und Buße sind bis zum heutigen Tag die wichtigsten Botschaften von Medjugorje. Die Gospa hat uns zu Beginn aufgerufen, sieben Vater Unser zu beten, später alle drei Teile des Rosenkranzes. Viele machen den Fehler, daß sie den Rosenkranz mechanisch beten; die Muttergottes wünscht sich, daß wir wenigstens ein Vater Unser beten, aber das mit dem Herzen. Sie wünscht außerdem, daß wir bei Brot und Wasser fasten, aber sie möchte nicht, daß wir davon krank werden. Deshalb sagt sie, daß wir an diesem Tag auch auf etwas, was uns besonders lieb ist, verzichten können. Meine Mutter ist zwei Monate vor Beginn der Erscheinungen gestorben. Gott hat mir die Gnade geschenkt, daß ich sie in all den Jahren fünfmal sehen durfte, deshalb kann ich als lebende Zeugin hier vor Ihnen stehen und sagen: Es gibt ein Leben nach dem Tod! Von 1981 bis 1985 hatte ich jeden Tag eine Erscheinung. Am 7. Mai 1985 habe ich das zehnte Geheimnis bekommen. In diesen Jahren hat die Muttergottes mir über die Zukunft der Menschheit, der Kirche und ihren Lebenslauf erzählt. Wenn der Zeitpunkt gekommen ist, darüber zu sprechen, dann wird sie es mir sagen und wir werden es veröffentlichen. Am 7. Mai 1985, dem Tag meiner letzten täglichen Erscheinung, verbrachte die Muttergottes eine Stunde mit mir. Ich war sehr traurig, weil ich mich fragte, warum können die anderen sie noch täglich sehen und ich nicht mehr? Darauf hat sie mir geantwortet, daß ich alles verwirklicht hätte, was ihr Sohn von mir verlangt hat. Und sie hat mir versprochen, daß ich jedes Jahr am 25. Juni eine Erscheinung haben werde. Seitdem habe ich diese jährliche Begegnung mit ihr. Jeder von uns sechs Sehern ist von der Gospa für eine bestimmte Aufgabe ausgewählt worden. Meine Aufgabe ist es, für die Familien zu beten. Auch in der Botschaft vom 25. Juni 2000 ruft sie uns wieder von neuem auf, für die Familien zu beten. Gemeinsam mit den Kindern sollen wir beten und das Sakrament der Ehe ehren. Wir müssen uns der Wichtigkeit der Familie und des Gebetes in der Familie bewußt werden. Wenn es nur 5 Minuten am Tag sind, in denen wir unsere Familie versammeln, in denen wir mit den Kindern beten und ihnen diese Liebe von Gott einpflanzen, kann das schon viel bewegen. Mir geht es auch nicht anders als Ihnen, auch in meiner Familie gibt es Höhen und Tiefen, aber durch das Gebet können wir alles erreichen. Die Muttergottes betont, daß wir das nur mit dem Gebet schaffen werden und daß uns gar nicht bewußt ist, was wir mit unserem Gebet und unserem Fasten alles erreichen können. Viele fragen mich: Ist das alles, was die Muttergottes will, immer nur Gebet, Gebet, Gebet? Ja, wir sollen einfach ganz anders beten, und zwar mit dem Herzen.



FRAGEN DER PILGER:

Ihre Sendung ist ganz speziell für Familien?

Wir sollen das Gebet so weit vertiefen, daß es uns in unserer Familie trägt. Schauen Sie sich die Ehen an! Wir leben in einer Welt, in der das Sakrament der Ehe nicht mehr geehrt und geachtet wird. Ein halbes Jahr, ein Jahr, dann trennt man sich wieder. Es ist sehr wichtig, daß wir unser Gebet soweit vertiefen, daß wir die Familien damit tragen können, weil die Muttergottes gesagt hat, daß Satan stark ist und unsere Familien zerstören möchte. Unter Gebet versteht man nicht nur, den gesamten Rosenkranz zu beten, Gebet ist auch, eine gute Tat zu vollbringen, ein Gespräch, jemandem die Hand zu reichen und aufzurichten. All das ist Gebet.

Beten Ihre Kinder gern?

Es ist wichtig, den Kindern die Liebe Gottes von Anfang an in ihre Herzen einzupflanzen. Ich habe drei Kinder, 12, 10 und 6 Jahre alt und alle drei sind verschieden. Die große Tochter betet gern den Rosenkranz, der Sohn sagt zu mir, Mama, sprich mit mir, erklär mir, wie Gott ist, lies mit mir in der Bibel, die jüngere Tochter bittet mich, mit ihr zu zeichnen.... all das ist doch Gebet! Wir Eltern brauchen viel Geduld, wir müssen mit unserem Leben Zeugen sein. Wenn wir nur reden und nicht danach handeln, dann können die Kindern nichts begreifen und das hat keinen Sinn. Druck auszuüben, hat sicher höchstens den gegenteiligen Effekt. Ich versuche an erster Stelle, meinen Kindern Freund zu sein, dann erst Mutter und alles weitere.

Sprechen Sie mit der Muttergottes auch über Ihre persönlichen Probleme?

Seit ich nur mehr einmal im Jahr eine Erscheinung habe, spreche ich nicht mehr über private Dinge, ich empfehle ihr aber zuallererst alle Personen, die sich mir anvertraut haben und die das Gebet brauchen. Außerdem möchte ich soviel wie möglich von der Muttergottes hören und die Zeit mit ihr ausnützen. Gott kennt alle unsere Kreuze. Jeder hat einmal ein größeres oder kleineres zu tragen. Gott ist sich dessen bewußt. Das einzige, was wir dafür tun können, ist zu beten, damit Er uns hilft, dieses Kreuz zu tragen und Er wird uns dann die Antwort geben.

Was denken Sie über das Sterben?

Wir brauchen keine Angst vor dem Tod zu haben. Ich bin Zeugin, daß es ein Leben nach dem Tod gibt. Wenn Gott uns zu sich ruft, dann sollten wir bereit sein, zu Ihm zu gehen, aber wir sollten auch begreifen, daß das Leben hier auf Erden ein Kreuzweg ist. Vor dem Sterben brauchen wir keine Angst zu haben.

Es war schön, wie Sie gesagt haben, daß sie Zeugnis für das Leben nach dem Tod geben. Sie haben Ihre Mutter gesehen. Haben Sie auch mit ihr gesprochen?

Ich habe meine Mutter genauso gesehen, wie ich Sie hier vor mir sehe. Fünfmal durfte ich sie sehen. Dazu ist folgendes zu bemerken: Als sie gestorben ist, war sie sehr krank, sie war erst 39 Jahre alt und ausgelaugt, abgemagert und blaß. Man sieht ja ganz anders aus, wenn man schwerkrank ist. Als ich sie gesehen habe, hat sie eine Seligkeit ausgestrahlt – es gibt einfach kein Wort dafür, zu beschreiben, wie schön sie ausgesehen hat.

Am 7. Mai 1985, bei der letzten regelmäßigen Erscheinung, hat meine Mutter auch mit mir gesprochen. Sie hat nur einen Satz gesagt: Mein liebes Kind, ich bin sehr stolz auf dich!

Ich möchte mich bei Ihnen allen bedanken, daß Sie die Botschaften hören und Zeugen für die Botschaften werden wollen. Ich bete für Sie alle, daß Sie, wenn Sie nach Hause zurückkehren, Ihr Zeugnis weitertragen können und stark bleiben. Nehmen Sie die Botschaften mit und versuchen Sie diese in Ihrem Leben umzusetzen. Ich empfehle aber auch mich und meine Familie Ihren Gebeten und möchte nicht vergessen, Ihnen zu sagen, daß ich auch Sie alle in meine Gebete einschließen werde.