"Liebe Kinder! Auch heute rufe ich euch zur Umkehr und zur Heiligkeit auf. Gott möchte euch durch das Gebet Freude und Frieden geben, aber ihr, meine lieben Kinder, seid noch fern, gebunden an die Erde und irdische Dinge. Deshalb rufe ich euch von neuem auf, euer Herz und den Blick zu Gott und Gottes Dingen zu öffnen, und die Freude und der Frieden werden in euren Herzen herrschen. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!"
Unsere liebe Mutter im Himmel, du hast uns wieder eine aufmunternde Botschaft gegeben. Wir gehen so leicht in den Sorgen und Schwierigkeiten dieser Welt auf. Darum ist es notwendig, stets von neuem deine mütterliche Ermahnung zu erhalten. Wir danken dir von ganzem Herzen für deine Anwesenheit bei uns. Hilf uns, uns immer wieder neu zu Gott hinzukehren, zu unserem Vater und Herrn. Hilf uns, nach Heiligkeit zu streben! Das Gebet ist unsere große Hilfe, das uns stets von neuem Frieden und Freude schenken möchte. Du rufst uns, unser Herz und unseren Blick auf Gott zu richten, damit echter Friede und Freude in unsere Seele einkehren kann.
AUFRUF ZUR UMKEHR UND HEILIGKEIT
"Liebe Kinder! Auch heute rufe ich euch zur Umkehr und Heiligkeit auf."
Die Gottesmutter fordert uns zur Umkehr auf. Wir sollen unser Herz, das heißt unsere ganze Person, ganz Gott schenken. Er hat uns erschaffen, wir gehören ihm. Freilich in voller Freiheit! Wer liebt uns mehr als er? Gott der Vater, der Sohn und der Heilige Geist will uns für immer glücklich machen. Ihm gehört alles, die ganze Welt. Er will uns durch die Welt hindurch zu ihm führen. Die Gottesmutter hat am 25.5.1999 gesagt: "Auch heute lade ich euch ein, euch zu bekehren und fester an Gott zu glauben. Ihr, meine lieben Kinder, sucht den Frieden und betet auf verschiedene Weise, aber ihr habt Gott noch nicht euer Herz gegeben, damit er es mit seiner Liebe erfüllt. Deshalb bin ich mit euch, um euch zu lehren und der Liebe Gottes näher zu bringen. Wenn ihr Gott über alles liebt, wird es für euch leicht sein zu beten und ihm euer Herz zu öffnen." Gott muss die Mitte unseres Lebens sein und stets bleiben. Darum lädt uns die Gottesmutter zur vollkommenen Hingabe an Gott ein. "Alles, was ihr tut und besitzt, gebt es Gott, damit er in eurem Leben herrschen möge, wie der König über alles, was er besitzt." (25.7.1988).
Die vielen Heiligen zeigen uns, wie wichtig die Heiligkeit ist und wie sehr sie uns mit Gott verbindet. So ruft uns die Gottesmutter auf: "Beginnt durch eure Gebete und Opfer heilig zu leben. Denn ich möchte, dass jeder von euch, der an dieser Gnadenquelle gewesen ist, mit einem Geschenk ins Paradies kommt, das er mir dann geben wird, und das ist die Heiligkeit. Deshalb, meine lieben Kinder, betet und ändert täglich euer Leben, damit ihr heilig werdet! Ich werde euch immer nahe sein." (13.11.86). Eine wichtige Hilfe für das Streben nach Heiligkeit ist die Feier der heiligen Messe und die Beichte. "Die heilige Messe soll euch das Leben sein", sagt die Gottesmutter. (25.4.1988)
DURCH DAS GEBET SCHENKT UNS GOTT FREUDE UND FRIEDEN
"Gott möchte euch durch das Gebet Freude und Frieden geben, aber ihr, meine lieben Kinder, seid noch fern, gebunden an die Erde und irdische Dinge."
Wie wichtig sind für unser Leben Freude und Frieden, die von Gott kommen. Sie werden uns immer mehr von den erdgebundenen Dingen lösen. Ein irischer Priester geht im November 1993 alleine auf den Kreuzberg. Vor der 12. Station betet er zu Christus am Kreuz. Plötzlich wird das Gesicht Jesu lebendig. Es ist von den Schlägen geschwollen. Sein Blut vergießend, dreht Jesus seinen Kopf immer wieder von links nach rechts, wie ein Verwundeter, der seinen Schmerz nicht mehr erträgt. Eine unauslotbare Liebe und Traurigkeit sind in seinem Blick, den er in den des Priesters taucht. Es ist gleichsam ein Notruf, still, aber mächtiger als ein Donnerschlag.
Der Schock des Priesters sitzt tief, er dreht den Kopf weg, um nichts mehr sehen zu müssen. Sein Herz schlägt zum Zerspringen. Er fragt sich, ob er nicht verrückt geworden sei. Er schaut erneut zum Kreuz, und Jesus bewegt sich weiterhin, schaut ihn weiterhin an. Eine lange Betrachtung beginnt zwischen dem gekreuzigten Hohenpriester und diesem Priester unserer "gekreuzigten" Welt. Er zittert an seinem ganzen Körper, steigt den Berg hinunter und kommt zu seinen Freunden zurück. Diese kennen ihren Priester nicht wieder, so groß ist die Sanftmut, die von seinem Blick ausgeht. Sie beginnen gemeinsam zu beten und Friede und Segen gehen von ihm aus. "Die Wunden Jesu sind unerträglich", sagte jener Priester. "Ich werde nie mehr derselbe sein wie früher. Das Gesicht Jesu hat sich in mein Herz eingeprägt, wie ein Siegel in Wachs."
Wir sollen uns immer mehr von den irdischen Dingen lösen und stellvertretend für die Menschen, die nicht mehr oder noch nicht glauben, besonders beten. Helfen wir ihnen, durch unser Gebet den wahren Frieden und die wahre Freude von Jesus zu erlangen!
UNSER HERZ UND UNSEREN BLICK IMMER MEHR ZU GOTT RICHTEN
"Deshalb rufe ich euch von neuem auf, euer Herz und den Blick zu Gott und Gottes Dingen zu öffnen, und die Freude und der Frieden werden in euren Herzen herrschen. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!"
Wir sollen unser Herz, ja unser ganzes Wesen auf Gott richten. Er ist das Ziel unseres Lebens, unsere Freude und unser Glück für Zeit und Ewigkeit. Der heilige Augustinus hat in seinen Bekenntnissen so tief vom Herrn geschrieben. Er sagte: "Spät habe ich dich geliebt, du Schönheit, so alt und so neu; spät habe ich dich geliebt! Du warst in meinem Inneren, aber ich war draußen und suchte dich dort, ich aber war nicht bei dir. Was mich von dir fern hielt, waren die Dinge, die kein Dasein hätten, besäßen sie es nicht in dir. Du riefst, du schriest und durchbrachst meine Taubheit. Du strahltest auf, machtest hell und vertriebst meine Blindheit. Wohlgeruch ging von dir aus, ich zog den Atem ein, und ich lechzte nach dir. Ich kostete und habe Hunger und Durst. Du rührtest mich an, und ich entbrannte in Sehnsucht nach deinem Frieden. Wenn ich mit meinem ganzen Selbst dir anhänge, habe ich nirgends mehr Schmerz und Mühsal. Mein Leben wird wahrhaft lebendig sein, ganz erfüllt von dir. Wen du erfüllst, den richtest du auf. Dass ich nun noch nicht von dir erfüllt bin, das macht mir Beschwer. Meine armseligen Freuden streiten mit der Trauer, deren ich mich doch freuen sollte, und ich weiß nicht, auf welcher Seite der Sieg sein wird.... Meine ganze Hoffnung ist nur dein großes Erbarmen."
Danke, heiliger Augustinus, dass dich der Herr trotz aller Leiden zu großer Heiligkeit geführt hat!
Muttergottes, wir danken dir, dass du uns immer wieder an unser großes Ziel erinnerst! Du wirst uns zu Gott, unserem Vater, heimführen! Herzlich sei dir dafür gedankt!

Dr. Johannes Gamperl








