16. Juni Dreifaltigkeitssonntag

16. Juni Dreifaltigkeitssonntag

 

Der Sonntag nach Pfingsten wird sowohl von der katholischen als auch von der evangelischen Kirche begangen. Dieser Festtag – von einem Gott in drei Personen – wurde 1334 unter Johannes XX. eingeführt.

Die Taufe und jeder Gottesdienst beginnt „Im Namen des VATERS und des SOHNES und des HEILIGEN GEISTE“. Als Christen glauben wir an den Drei-einen-Gott. Wir bekennen uns dazu im Credo:

„Ich glaube an GOTT, den Vater, … und an JESUS CHRISTUS, seinen eingeborenen Sohn, … empfangen durch den HEILIGEN GEIST …“

Dieser „Gott in drei Personen“ bleibt trotz zahlreicher theologischen Erklärungen ein Geheimnis, dem wir uns nur mit gläubigen Herzen annähern können.

Die große Bedeutung der Dreifaltigkeit sieht man auch in der Geschichte des 17. und 18. Jahrhunderts, als die Bevölkerung viele Dreifaltigkeitssäulen aus Dankbarkeit für die Rettung aus Kriegsgefahr und vor der Pest errichten ließ (z.B. Dreifaltigkeits- und Pestsäule am Graben in Wien, Baden, Kottingbrunn, Linz, St. Pölten …).

 

13. Juni – Fest des Heiligen Antonius

13. Juni – Fest des Heiligen Antonius

 

Heilige sind außergewöhnliche Personen. Unter den Heiligen ist der Franziskaner ANTONIUS von PADUA besonders beliebt und herausragend. Sein Gedenktag ist der 13. Juni. Dargestellt wird er meist in Franziskanertracht, in der rechten Hand eine Lilie und in der linken Hand das Jesuskind tragend.

Als Kind einer reichen Adelsfamilie wurde er im Jahr 1195 in Lissabon geboren. Er erhielt eine gute religiöse Ausbildung bevor er mit 15 Jahren den Augustiner-Chorherren beitrat. 1212 erfolgte die Priesterweihe. 1220 wurde er Franziskaner und nahm den Namen Antonius an.

In Assisi lernte er seinen Ordensgründer Franziskus kennen. Seinen Mitbrüdern fiel bald seine Redebegabung auf und er wurde ein beliebter Prediger in Norditalien. Um Glaubenswahrheiten zu erklären, verwendete er anschauliche Bilder. Daher ernannte ihn Franz von Assisi 1224 zum theologischen Lehrer der Franziskaner. In dieser Funktion war er ein Jahr an der Universität von Bologna tätig.

Nach einigen Predigtreisen durch Südfrankreich war er geschwächt und zog sich zurück. Bei den Klosterschwestern von Arcella starb er am 13. Juni 1231 im Alter von 36 Jahren. Über seinem Grab wurde die Basilika („Il Santo“) von Padua errichtet.

Der Hl. Antonius von Padua ist einer der wichtigsten Heiligen Italiens und gilt als Patron von Padua und Lissabon. Auch in Kroatien, Slowenien und Bosnien und Herzegowina wird der Hl. Antonius von den Leuten besonders verehrt. Der Dienstag ist ein besonderer Tag der Woche, wo viele zum Hl. Antonius beten oder auch mit einem besonderen Anliegen an diesem Tag fasten.

Er ist der Schutzheilige für die Armen, die Liebenden, für eine gute Ehe und auch für die Reisenden. Für die Bäcker und Bergleute gilt er als besonderer Fürsprecher. Er wird auch zum Wiederfinden verlorener Gegenstände angerufen …

 

Betrachtung zur Botschaft der Muttergottes vom 2. Juni 2019

Am 2. Juni 2019 überbrachte uns die Seherin Mirjana Dragicevic – Soldo in Medjugorje wieder eine sehr berührende Botschaft. Die Muttergottes wendet sich mit einer zarten Ausdrucksweise an uns, indem sie uns erneut mütterlich anspricht und einladet unser Herz zu öffnen. „Nur ein reines und offenes Herz wird bewirken, dass ihr meinen Sohn wahrhaftig kennen lernt“. Wer von uns möchte nicht wahrlich ihren Sohn Jesus Christus, den Erlöser der Welt kennen lernen? Durch die Gotteserfahrung haben so viele große Heilige die unendliche Dimension Jesu Christi erlebt und aus diesem gehobenen Bewusstsein im Leben Großartiges bewirkt. Es war die wahre Begegnung mit Jesus Christus – wie ein erlebtes Pfingsten, wo der entflammende Geist das Dunkel der Seele durchstrahlte und für die Umgebung gerade dieser großen Heiligen nicht verborgen blieb. Sie waren erfüllt von der göttlichen Liebe Jesu Christi. Und diese wahre Liebe birgt in sich die größte Kraft, die wir uns hier auf Erden vorstellen können.

Sie ist ewig und unvergänglich. In dieser Liebe gibt es keinen Tod, diese wahre Liebe ist reines Leben, eingebettet im Bewusstsein der göttlichen Umarmung. Die Liebe ist die größte Kraft des Kosmos.

„Meine Kinder, die Vergebung ist die erhabene Form der Liebe“ sagt uns die Muttergottes in dieser Botschaft.

Jeder von uns weiß, wie schwierig das Verzeihen im Alltag ist. Wir haben sofort viele Argumente, wenn wir von unseren Mitmenschen, Freunden oder Partnern gekränkt, beleidigt oder enttäuscht worden sind, nicht zu verzeihen.

Aber liegt nicht gerade in der Kraft des Verzeihens der Schlüssel zur Lösung so vieler zwischenmenschlicher Probleme. Man würde auf der Welt ganz wenige Richter brauchen, wenn man die große Tugend des Verzeihens wieder neu entdecken würde. Das Verzeihen ist keine Schwäche! Nein, das Verzeihen erlöst uns von so vielen negativen Gedanken. Nach dem Verzeihen werden uns die innere Ruhe und der Frieden geschenkt.

Die Muttergottes weist uns aber gerade beim Verzeihen auf das tägliche Gebet hin. Wir können nur schwer Verzeihen, wenn wir selber nicht im Gebet sind und im Gebet die Umstände der Kränkungen und die vermeintlichen Ungerechtigkeiten erkennen. Wenn sich das Negative in uns auflöst, kann das Positive wirken. Machen wir den ersten Schritt und lernen wir Verzeihen – nicht nur in Worten sondern gleich in unseren Taten. Noch heute!

Meine Kinder, folgt mir nach. Mein Weg ist der Weg des Friedens und der Liebe, der Weg meines Sohnes. Dies ist der Weg, der zum Triumph meines Herzens führt. Ich danke euch.“

Mit diesen Worten beendet die Muttergottes ihre so wunderschöne Botschaft.

Bedanken auch wir uns bei Gott für diese großen Gnaden. Bedanken wir uns und lernen wir auch in kleinsten Dingen zu verzeihen. Wir werden erkennen, dass unser tägliches Leben schöner wird.

Dr. Maximilian Domej

Das Pfingstfest ist eines der ältesten Feste des Christentums

Das Pfingstfest ist eines der ältesten und wichtigsten Feste des Christentums. Im Mittelpunkt steht der “Heilige Geist” und der Auftrag, die an Christus Glaubenden zu sammeln.

50 Tage nach Ostern, dem Fest der Auferstehung Jesu Christi, und zehn Tage nach Christi Himmelfahrt begeht die Kirche das Pfingstfest. Dieses stellt den Abschluss der mit Ostersonntag beginnenden Osterzeit dar. Das Wort Pfingsten leitet sich ab von “Pentekoste”, dem griechischen Begriff für “fünfzig”. Im Mittelpunkt des Festes steht die Sendung des Heiligen Geistes, der zugleich die Initialzündung zur Gründung der Kirche als Gemeinschaft aller an Christus Glaubenden darstellt. Die Bibel versteht den Heiligen Geist als schöpferische Macht allen Lebens. Er ist nach kirchlicher Lehre in die Welt gesandt, um Person, Wort und Werk Jesu Christi lebendig zu erhalten.

Biblisch zurückgeführt wird das Fest auf den Bericht in der Apostelgeschichte, wo es heißt, dass der Geist Gottes auf die nach dem Tod Jesu zum Wochenfest nach Jerusalem zurückgekehrten Jünger herabkam:

„Als der Tag des Pfingstfestes gekommen war, waren alle zusammen am selben Ort. Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daher fährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Und alle wurden vom Heiligen Geist erfüllt und begannen, in anderen Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab.“ Apg 2,4

Dargestellt wird das Pfingstwunder der Sendung des Heiligen Geistes zumeist in Form einer Taube, die auf die Menschen herabkommt. In ländlichen Gebieten wird das Pfingstfest zugleich auch als Frühlingsfest begangen, bei dem Häuser geweißt und Birkenzweige an Türen und Fenstern angebracht werden.

Quelle: KathPress

Bild: Pfarre Kreuzstetten

Viele spüren zu Pfingsten Nähe zu Glaube & Kirche

BERÜHRT: Leben von Wienerin (31) durch Erfahrung geprägt, Daniela Pavlon erlebte eine innige Erfahrung mit der göttlichen Liebe.

Rund um Pfingsten ist viel vom Heiligen Geist die Rede, der uns vom Himmel geschickt wurde. Daniela Pavlon leitet ein Caritas-Lerncafé in Wien und hat eine innige Erfahrung mit der göttlichen Gabe gemacht. Ihr Erlebnis gibt sie gemeinsam mit ihrem Mann in Alpha-Kursen weiter. Der Alpha-Kurs, der seinen Ursprung in London hat und nun international in Kirchen auf der ganzen Welt verbreitet ist, beschäftigt sich mit der Frage nach dem Sinn des Lebens und ob die christlichen Werte darauf eine Antwort geben können.

„Ich persönlich habe so entdeckt, dass das Leben mehr zu bieten hat, als man sich oft zutraut. Eine wichtige Rolle hierfür ist der Heilige Geist“, so die 31-jährige Wienerin. Rational ist ihr Erlebnis kaum zu begreifen. „Ich kann es auch mit dem Wort ,Liebe‘ umschreiben. Es ist ein Spüren, dass du zu Großem geschaffen wurdest. Das ist die wichtigste Aufgabe. Diese tiefste Sehnsucht nach Liebe in unserem Herzen möchte Gott durch den Heiligen Geist in uns stillen. Wir sind von Gott geliebte Menschen – nicht alle zusammen, sondern jeder einzeln für sich“, so Pavlon. Und das Schöne dabei: „Viele Menschen erleben bei der Begegnung mit der göttlichen Liebe eine Gänsehaut, Freudentränen sowie eine innere Wärme und spüren in ihrem Herzen, dass Heilung passiert.“

Krone Artikel von Florian Hitz vom 6. Juni 2019

Betrachtung zur Botschaft vom 2. Juni 2019

Die Gottesmutter führt uns in der Botschaft vom 2. Juni an die Seherin Mirjana Soldo tiefer in das Verständnis der Liebe ein. Wenn wir ein offenes und reines Herz haben, dann können wir ihren Sohn und seine Liebe wahrhaft kennenlernen. Doch was bedeutet es ein reines und offenes Herz zu haben? „Selig die ein reines Herz haben, denn sie werden Gott schauen“ (Mt 5,8) heißt es in den Seligpreisungen. Das Herz ist vor allem nach dem Verständnis der Heiligen Schrift, das Zentrum des Menschen und der Sitz der Entscheidungen. Im Alltag kennt man es oft, wenn der Kopf oder Gefühle etwas anderes sagen, entscheidet man sich für das was das Herz sagt. Auch die Gottesmutter in Medjugorje spricht immer wieder von unserem Herzen und dass wir daran arbeiten sollen. Diese Reinheit des Herzens erlangt man in erster Linie durch die Verbundenheit mit Gott im Gebet. Wenn wir uns ihm zuwenden, dann verwandelt er unser Herz. Aber dazu braucht es auch unser mittun. Wir sollten spirituell an unserem Herzen arbeiten, denn wenn wir es nicht tun, dann fällt jedes Samenkorn auf einen unbearbeiteten Boden und bringt keine Frucht. Wenn wir aber an unserem Herzen arbeiten, dann ernten wir größte Frucht, nämlich die Liebe. Das Gebet und das Fasten, sind Mittel um den Boden unseres Herzens gut zu bearbeiten, auch in dieser Botschaft ruft sie uns zum dazu auf. Wenn die Liebe Gottes in unserem Herzen herrscht, dann können wir ihn auch durch unser Leben verkünden und ihn zu den Menschen bringen, die diese Liebe noch nicht kennengelernt haben. Gott hat uns zuerst geliebt und schenkt uns diese wunderbare Liebe, die den Tod besiegt und die alles glaubt, alles hofft, alles erträgt und allem standhält, denn die „Liebe hört niemals auf“ (1 Kor 13, 7-8).

Die erhabenste Form der Liebe ist die Vergebung, diese Worte der Gospa lassen einem nicht unberührt. „Ohne Vergebung, kann man nicht leben“, sagte mir einmal eine Pilgerin in Medjugorje und diese Worte haben mich sehr zum nachdenken gebracht. Die Vergebung ist sehr wichtig in unserem Leben. Es ist oft ein langer Prozess bis wir jemanden vergeben können, der uns zutiefst verletzt hat. Ein Ort an dem jedem Einzelnen von uns vergeben wird, ist das Sakrament der Versöhnung. Jesus selbst wartet auf uns und möchte uns wieder in die Beziehung des Vaters führen und er vergibt uns. Denn die Sünde trennt uns von Gott. Am Kreuz sagte er: „Vater, vergib ihnen denn sie wissen nicht was sie tun“ (Lk 23,24). Das sind Worte die bewegen. Jesus war voller Liebe und diese Worte spricht er an einem Ort wo es keine Liebe gab. Seine barmherzige Liebe schenkt uns Vergebung, wenn wir mit ehrlichem und reumütigem Herzen zu ihm kommen. Die Vergebung befreit. Es gibt nichts schöneres, wie wenn ein Mensch aus dem Beichtstuhl kommt und sein Gesicht strahlt. Man erkennt, dass er frei ist, denn die Vergebung befreit.

Wir fragen uns oft, wie kann ich ein Unrecht vergeben? Wie kann ich jemanden vergeben, der mich verletzt hat, mich bloß gestellt hat? Es geht um uns, um unser Herz, um unsere Wunden. Wir können diese nur durch die Vergebung heilen. Wenn ein Unrecht geschieht, dann bleibt es Unrecht und Böses bleibt Böses. Aber fragen wir uns ganz ehrlich, ist es in Ordnung, wenn wir selber mit Unrecht antworten? Das ist der Weg des Bösen und das Böse möchte, dass die Wunde und die Spaltung immer größer wird. Die Gottesmutter schlägt vor, dass wir um die Liebe beten für unser Herz, für diese Person die uns verletzt hat. Denn nur die Liebe heilt, was das Böse verletzt hat und mit der Hilfe Gottes können wir Vergebung erlangen. Das ist ein Kampf, aber das Ziel ist die Freiheit und Heilung des Herzens. Die Liebe Gottes in unseren Herzen ist die Kraft nach der sich der Mensch sehnt, um alle Krisen zu überwinden.

„Meine Kinder, folgt mir nach. Mein Weg ist der Weg des Friedens und der Liebe, der Weg meines Sohnes. Dies ist der Weg, der zum Triumph meines Herzens führt.“ Versuchen wir die Botschaften der Muttergottes in unser Leben umzusetzen und folgen wir ihrem Weg der Liebe und des Friedens. Beginnen wir JETZT an unserem Herzen zu arbeiten und beten wir jeden Tag: „Herr, schenke mir Liebe.“

Sr. Kerstin Oswald

Betrachtung zur Botschaft vom 25. Mai 2019

Die Gottesmutter gab uns durch die Seherin Marija am 25. Mai 2019 eine schöne aber herausfordernde Botschaft. In dieser Botschaft zeigt sie uns wie wichtig der Weg der Bekehrung und das Gebet, vor allem mit dem Herzen, ist. Sie weist uns auf die Liebe des Vaters hin, der ihr aus Barmherzigkeit erlaubt bei uns zu sein, damit die Gospa uns unterweist und zum Weg der Bekehrung führt. Eine Bekehrung ist nichts punktuelles, sondern damit beginnt ein Prozess, der das ganze Leben lang andauert. Jeden Tag entscheidet man sich neu für Gott und richtet das Leben nach ihm aus. Das Gebet ist einer der größten Hilfe dafür, deshalb sagt die Gottesmutter: „Meine lieben Kinder, ihr seid alle aufgerufen, dass ihr von ganzem Herzen betet, dass der Heilsplan sich für euch und durch euch verwirklicht.“

Immer wieder ruft sie uns zum Gebet mit dem Herzen auf. Doch was bedeutet es mit dem Herzen zu beten? Gebet ist nicht ein striktes heruntersagen von Formeln, sondern es ist die Begegnung mit einer lebendigen Person. Es ist die Begegnung mit dem lebendigen Gott. Von der Heiligen Klara von Assisi wurde berichtet, dass wenn sie vom Gebet gekommen ist, ihr Gesicht strahlte. Durch die Begegnung mit Gott leuchtete er durch sie. Das Gebet mit dem Herzen kann man nicht erzwingen. Die Entscheidung für das Gebet, gerne zu beten, die Treue helfen uns die Gnade des Herzensgebetes zu empfangen. Es ist wie wenn man einen Samen einer Blume in die Erde gibt, sie wächst auch nicht von heute auf morgen, sondern sie wächst und reift ganz langsam. Es ist der Heilige Geist in uns, der die Blume vorantreibt und zum wachsen bringt.

Wir sind Teil des großen Heilsplanes Gottes. Wenn wir von ganzem Herzen beten, dann öffnen wir uns für die Begegnung mit Gott und wir werden uns unserer Berufung immer mehr bewusst. Die Berufung des Menschen besteht nicht einfach darin, in der Welt zu sein, „sie ist etwas Größeres: von Gott erwählt zu sein, noch vor der Schöpfung der Welt, im Sohn in Jesus Christus“ (Papst Benedikt XVI.) Das heißt, dass wir immer schon im Plan, im Gedanken Gottes sind. Wenn wir der Liebe und Gnade Gottes begegnet sind, dann fordert sie die freie Mitwirkung des Menschen. Der Sinn unseres Lebens ist es, dass wir uns in Liebe mit Gott vereinen. Wir sind dazu berufen heilig zu sein, indem wir in der Liebe leben und im täglichen Tun unser persönliches Zeugnis ablegen, jeder an dem Platz an dem er sich befindet. Papst Franziskus hat im Apostolischen Schreiben Gaudete et exsultate geschrieben: „Bist du ein Gottgeweihter oder eine Gottgeweihte? Sei heilig, indem du deine Hingabe freudig lebst. Bist du verheiratet? Sei heilig, indem du deinen Mann oder deine Frau liebst und umsorgst, wie Christus es mit der Kirche getan hat. Bist du ein Arbeiter? Sei heilig, indem du deine Arbeit im Dienst an den Brüdern und Schwestern mit Redlichkeit und Sachverstand verrichtest. Bist du Vater oder Mutter, Großvater oder Großmutter? Sei heilig, indem du den Kindern geduldig beibringst, Jesus zu folgen. Hast du eine Verantwortungsposition inne? Sei heilig, indem du für das Gemeinwohl kämpfst und auf deine persönlichen Interessen verzichtest.“ (GE 14) Wir sollen zulassen, dass die Taufgnade in uns Frucht bringt auf einem Weg der Heiligkeit. Das ist es auch was die Gottesmutter uns sagen möchte: „Meine lieben Kinder, seid euch bewusst, dass das Leben kurz ist und das ewige Leben nach Verdienst auf euch wartet.“ Das Leben ist kurz und vor allem wenn uns Schicksale treffen bringt es uns zum nachdenken. Die Gottesmutter stellt uns indirekt die Frage: „Für was setzt du dein Leben ein?“ Öffnen wir uns für das Wirken des Heiligen Geistes in unserem Leben, der im Grunde die Frucht der Heiligkeit bewirkt. Antworten wir mit den Worten Mariens: „Ich bin die Magd des Herrn, mir geschehe wie du es gesagt hast“ (Lk 1,38). Jeden Tag Ja zu sagen, uns gebrauchen zu lassen, den Willen und Plan Gottes anzunehmen, uns in unserem konkreten Alltag hinzugeben und mehr zu tun, als die Pflicht es von uns fordert. Ich denke, dass die Gottesmutter uns darauf hinweisen möchte, mit den Worten, dass das ewige Leben nach Verdienst auf uns wartet. „Kleine Dinge mit großer Liebe tun“ sagte die hl. Therese von Lisieux, denn am Ende unseres Lebens, werden wir nach unserer Liebe gerichtet werden.

„Deshalb betet, betet, betet, damit ihr würdige Instrumente in Gottes Händen sein werdet.“ Das Gebet hilft uns auch ein würdiges Instrument Gottes sein zu können in dieser Welt. Denn Gott hat unsere Hände, unsere Füße, unseren Mund und er möchte uns gebrauchen. Manchmal kann es auch schmerzlich sein, denn es bedeutet manchmal sich selbst zurückzunehmen. Aber wenn etwas umkämpft ist, bringt es noch mehr Frucht. Versuchen wir uns von Gott verwenden zu lassen, so wie es Mutter Teresa oft ausgedrückt hat: „Ich bin ein Bleistift in der Hand Gottes, der einen Liebesbrief an die Welt schreibt.“

Sr. Kerstin Oswald

Botschaft der Muttergottes vom 2. Juni 2019

„Liebe Kinder, nur ein reines und offenes Herz wird bewirken, dass ihr meinen Sohn wahrhaftig kennen lernt und dass alle, die Seine Liebe nicht kennen, sie durch euch kennen lernen. Nur die Liebe wird bewirken, dass ihr begreift, dass sie stärker ist als der Tod, denn die wahre Liebe hat den Tod besiegt und hat bewirkt, dass der Tod nicht existiert. Meine Kinder, die Vergebung ist die erhabene Form der Liebe. Ihr, als Apostel meiner Liebe, müsst beten, damit ihr im Geist stark seid und begreifen und vergeben könnt. Ihr, Apostel meiner Liebe, gebt mit Verständnis und Vergebung Zeugnis von der Liebe und Barmherzigkeit. Begreifen und vergeben zu können, ist eine Gabe für die man beten und sie pflegen muss. In dem ihr vergebt, zeigt ihr, dass ihr zu lieben wisst. Schaut nur, meine Kinder, wie der himmlische Vater euch mit großer Liebe, Verständnis, Vergebung und Gerechtigkeit liebt, wie Er mich euch gibt – die Mutter eurer Herzen. Und hier bin ich unter euch, um euch mit mütterlichem Segen zu segnen, um euch zum Gebet, Fasten aufzurufen, um euch zu sagen, zu glauben, zu hoffen, zu vergeben, für eure Hirten zu beten, und vor allem grenzenlos zu lieben. Meine Kinder, folgt mir nach. Mein Weg ist der Weg des Friedens und der Liebe, der Weg meines Sohnes. Dies ist der Weg, der zum Triumph meines Herzens führt. Ich danke euch.“

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