Impulse zum Rosenkranzgebet

Der Marienmonat Mai ist eine Zeit, in der wir besonders das Rosenkranzgebet pflegen dürfen. Die Einzigartigkeit des Rosenkranzes besteht darin, dass er eine Kombination von gesprochenem und betrachtendem Gebet darstellt. Mögen uns diese kurzen Impulse zum Rosenkranzgebet ermutigen, ihn täglich zur Hand zu nehmen und zu beten:

  • „Es gibt kein einiges noch so schwerwiegendes Problem, das nicht durch das Rosenkranzgebet und unser Opfer gelöst werden kann.“ (Sr. Lucia von Fatima)
  • „Betet täglich den Rosenkranz, um den Frieden der Welt und das Ende des Krieges zu erlangen.“ (Maria am 13. Mai 1917 in Fatima)
  • „Den Rosenkranz zu beten bedeutet, mit Maria das Antlitz Christi zu betrachten.“ (Heiliger Johannes Paul II.)
  • „Alle Einwände gegen den Rosenkranz rühren daher, dass er nicht gebetet wird. Sie kommen von denen, die ihn nicht zu beten vermögen. Ein Gebet erschließt sich nur im Beten.“ (Reinhold Schneider)
  • „Glückselig war Bernadette, als sie vor der Grotte die Perlen ihres Rosenkranzes durch die Finger laufen ließ und an den Lippen und am Antlitz der heiligen Jungfrau sah, wie der Vater, der Sohn und der Heilige Geist zu verherrlichen seien.“ (Pius XII. über die heilige Bernadette Soubirous)
  • „Tut, was ich euch sage, und ihr werdet Frieden haben.“ (Maria zu Pater Petrus Pavlicek)
  • „Wenn nicht so viel gebetet worden wäre, so viele Hände in Österreich sich zum Gebet gefaltet hätten, so hätten wir es wohl nicht geschafft.“ (Bundeskanzler Raab nach der unerwarteten Zustimmung Russlands zum Staatsvertrag 1955)
  • „Besonders gern betete ich den Rosenkranz, zu dem meine Mutter eine große Andacht trug, die sich auch uns Kindern eingeflößt hatte.“ (Heilige Theresa von Avila)
  • „Und hier möchte ich die Schönheit eines einfachen betrachtenden Gebets hervorheben, das allen zugänglich ist, Großen und Kleine, Gebildeten und weniger Gebildeten: es ist das Rosenkranzgebet. Im Rosenkranz wenden wir uns an die Jungfrau Maria, damit sie uns zu einer immer innigeren Vereinigung mit ihrem Sohn Jesus führen möge, um Ihm ähnlich zu werden, Seine Empfindungen zu haben, wie Er zu handeln.“ (Papst Franziskus)
  • „Das gemeinsame Beten der Familie, besonders das gemeinsame Rosenkranzgebet, trägt reiche Frucht. Wenn die Familie gemeinsam den Rosenkranz betet, dann bleibt sie beisammen. Und wenn sie beisammenbleibt, dann werden sie einander lieben, wie Gott jeden von uns liebt. Daher ist es wichtig, dass wir den Rosenkranz ins Familienleben zurückbringen.“ (Heilige Mutter Teresa von Kalkutta)
  • „Liebe Kinder! Betet! Betet jeden Tag des Rosenkranz – diesen Blumenkranz, der mich als Mutter direkt mit euren Schmerzen, Leiden, Wünschen und Hoffnungen verbindet.“ (Maria am 2. September 2019 in Medjugorje)

Viel Segen beim Beten dieses schlichten und so mächtigen Gebetes! Ihre Freunde der Gebetsaktion Medjugorje Wien

Foto © Gebetsaktion

Ich bin der gute Hirte – Gedanken zum Sonntag

Nach Ostern und Pfingsten hat das Evangelium seinen Weg aufgenommen, die Welt zu erobern. Das ist der Übergang von der Urgemeinde in Jerusalem hinaus in die weite Welt – angefangen in Kleinasien über Griechenland bis nach Rom. Von diesem Übergang ist Paulus nicht wegzudenken. Paulus sprengt den engen Raum der Synagoge und führt hinaus in die Weite mit dem Wort: „Euch, den Juden, musste das Wort Gottes zuerst verkündet werden, da ihr euch aber des ewigen Lebens unwürdig zeigt, wenden wir uns den Heiden zu.“ (Apg 13,46)

Heute sind wir aufgerufen, fortzuführen, was Paulus begonnen hat: nämlich die Frohe Botschaft durch Wort und Leben zu den Menschen zu bringen. Zuerst den Nahen um uns, sie sollen Gottes Liebe durch uns direkt spüren, dann auch den Fernen. So will es Jesus im Evangelium vom Guten Hirten. So ruft uns auch Papst Franziskus zum Gebet um geistliche Berufe auf. Dieser Weltgebetstag findet heute zum 59-zigsten mal statt. Ganz außerordentlich schildert Papst Franziskus den Guten Hirten: Er muss den Stallgeruch annehmen. Das heißt, der Hirte muss den Schafen ganz nahe sein, das Leben mit ihnen teilen.

Dazu ist heute noch Muttertag. Hirtensorge leistet am meisten die Mutter – nachgehen und mitgehen in Geduld und Liebe. Wir brauchen zuerst die gute Mutter, damit der gute Hirt antreten kann.

Ist im heute so kurzen Evangelium von den Schafen und vom Hirten die Rede, so hören wir in der Lesung aus der Offenbarung vom Lamm. Dieses letzte Buch des Neuen Testamentes, ist das einzige prophetische Buch im Neuen Testament und will unterdrückte Christen während der Christenverfolgungen im Römischen Reich trösten, stärken und aufrichten. So wird dieses letzte Buch der Bibel auch Apokalypse, Geheime Offenbarung genannt. Im heutigen Abschnitt der Zweiten Lesung ist das Lamm im Mittelpunkt, das Lamm vor dem Thron Gottes, das sorgt, damit wir keinen Hunger und Durst mehr leiden, und weder Sonnenglut noch sengende Hitze uns schadet. Das Lamm in der Mitte wird uns weiden und zu den Quellen lebendigen Wassers führen und alle Tränen trocknen.

Das Lamm ist Jesus Christus. Jesus Christus, der uns nahe ist in der Eucharistie, im Tabernakel, im Sonntag. Der Sonntag ist Tag des Herrn, ist Er selbst. Wir können nicht Christ sein, wenn wir den Sonntag nicht recht begehen  – in der Heiligen Messe, im Gebet und der Anbetung, in der gemeinsamen Feier in Kirche, Gemeinschaft und Familie. Nur darin erfahren wir Berufung, bekommen Geist und Kraft, Sendung zur Evangelisation und Mission. Wir alle sind gesandt an Christi statt. Jetzt ist die rechte Zeit: kommt, lasset uns anbeten und aufbrechen!

Dr. Ignaz Hochholzer

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Gebet und Umkehr im Marienmonat Mai

„Liebe Kinder! Ich betrachte euch und sehe, dass ihr verloren seid. Deshalb lade ich euch alle ein: Kehrt zu Gott, kehrt zum Gebet zurück, und der Heilige Geist wird euch alle mit Seiner Liebe erfüllen, die dem Herzen Freude schenkt.“ (aus der Botschaft der Muttergottes vom 25. April 2022)

Kurz vor Beginn des schönen Marienmonats Mai schenkte uns die Muttergottes über die Seherin Marija diese ernste und zugleich mütterlich warme Botschaft. Sie lädt uns ein, zu Gott und zum Gebet zurückzukehren und uns vom Heiligen Geist erfüllen zu lassen.

Was für ein schöner Wegweiser für den vor uns liegenden Marienmonat Mai: Umkehr, Gebet und Heiliger Geist.

Wir erleben derzeit eine sich wandelnde Welt, in der Spaltungen, Spannungen, Auseinandersetzungen und Unfrieden immer mehr Leid und Qual verursachen. So viele Menschen leiden derzeit! Oft glauben wir mit all dem nichts zu tun zu haben und zeigen verurteilend auf die sogenannten Schuldigen, die wir als Ursache von allem Schlechten ausfindig gemacht haben. Vergessen wir nicht, dass wir alle Mitschuld an der Situation der Welt tragen! Alles Leid kommt letztlich aus der Abwendung des Menschen von Gott und Seinen Geboten. „Alle haben gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verloren“, sagt Paulus im Brief an die Römer (Röm 3,23) Die Betonung liegt dabei auf „alle“. Keiner kann sich ausnehmen! Wir alle bedürfen der Rückkehr und Umkehr zu Gott und der ernsthaften Befolgung Seiner Gebote. Jeder von uns hat mit seiner Abwendung von Gott und der Missachtung der Gebote Gottes dazu beigetragen, dass sich die Welt als Ganzes so weit von Gott entfernt hat. Ich möchte mich selbst in diesem Monat fragen: „Welche Gebote Gottes missachte ich in meinem Leben immer wieder? Wodurch füge ich meinen Mitmenschen Leid zu? In welchen Bereichen lebe ich nicht so, wie es Gott gefällt? In welchen Situationen fehlt es mir an Liebe und Geduld? Wo bin ich Gott fern? Wo ist mein Glaube ein toter Glaube, also ein Glaube ohne Werke?“ Es ist dringend an der Zeit, mit der Hilfe und Gnade Gottes an uns zu arbeiten und umzukehren, damit sich auch in der Welt etwas verbessern und verändern kann! Dazu ist die vor uns liegende Zeit da!

Da viele unserer Unvollkommenheit und Sünden aus Verletzungen kommen, brauchen wir das Gebet! Im Gebet stellen wir uns ganz bewusst in die Gegenwart Gottes und lassen Gott wirken. Im Gebet geschehen Wunder, Heilungen und Befreiungen. Im Gebet schenkt uns Gott Trost, Mut, Stärke, neue Ausrichtung und Seine göttliche Liebe. Gebet ist die Zeit mit Gott und die Muttergottes lädt uns ein, das Gebet wieder neu zu einer Priorität in unserem Leben zu machen.

Im Gebet öffnen wir uns auch für das Wirken des Heiligen Geistes. Gott sendet uns den Heiligen Geist, damit er uns durchdringt, erleuchtet und heiligt. Der Heilige Geist möchte uns mit Seiner Liebe erfüllen, damit wir – gerade in dieser schwierigen Zeit – die Freude im Herzen nicht verlieren. Seine Liebe möchte uns schützen, damit uns die Ereignisse nicht mutlos und ängstlich werden lassen, sondern damit wir diese Schwierigkeiten für uns nutzen, um im Vertrauen und der persönlichen Heiligkeit zu wachsen!

Im Frühlingsmonat Mai zeigt die Natur ihre ganze Schönheit und Pracht, wie zu keinem anderen Zeitpunkt im Jahr. Alles blüht, sprießt und strahlt! Einst braune, kahle Bäume blühen nun in den schönsten Farben! In üppigem Rosa, strahlendem Weiß oder leuchtenden Gelb – die Blütenpracht überbietet sich von Baum zu Baum. Man hat den Eindruck, die Schöpfung trägt ihr Brautkleid! Genau so soll es auch in unseren Seelen sein: unsere Herzen sollen in der Nächstenliebe, der Geduld, der Versöhungsbereitschaft, der Milde und der Ehrfurcht aufblühen. Auch in unserem Leben soll es blühen: gute Werke sollen sprießen wie das frische Gras, das jetzt überall in Fülle wächst.

Um den Frühling des Herzens erleben zu können, bedürfen wir der Umkehr, der inneren Heilung, der Arbeit an uns selbst. All dies bekommen wir durch das Gebet und den Heiligen Geist geschenkt, der uns erfüllen und durchdringen will. Dann können wir Christus, dem himmlischen Bräutigam – der kommen wird – mutigen Schrittes und mit bereitem Herzen entgegengehen!

Katharina Ebner MA

Foto © Gebetsaktion

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