Zum 100. Jubiläum von Fatima: Bitte an Papst Leo XIV. um Empfehlung der Sühneandacht

Zum 100. Jubiläum von Fatima: Bitte an Papst Leo XIV. um Empfehlung der Sühneandacht

10.12.2025

In der französischen Zeitschrift „Stella Maris” (638, Oktober 2025, 14-16) schreibt der Autor, Yves de Lassus, in Zusammenhang mit Fatima über „Das Jubi­läum der ersten Samstage des Monats” und über „Der Geist und die Ziele der ersten Samstage des Monats”.

Wussten Sie, dass am 10. Dezember 2025 gerade 100 Jahre vergangen sind, dass Unsere Liebe Frau Sr. Lucia dos Santos (von Fatima) in Ponte­vedra gebeten hat, die Süh­nekommunion-Andacht an den ersten Sams­tagen des Monats zu verbrei­ten? Ziel dieses Jubiläums ist, den Wün­schen des Him­mels zu ent­sprechen, was die Sühne-Kommunion der ersten Sams­tage des Monats betrifft, als eine Verehrung des Unbefleckten Her­zens Ma­riens. Das erste Mal wurde diese Bitte am 13. Juli 1917 von Unserer Lieben Frau ausge­sprochen, dann ausdrücklich in Pontevedra am 10. Dezember 1925, dann erneut wie­derholt am 15.2.1926 durch das Jesus­kind, dann noch­mals im Mai 1930. Erstens ging es um Verbreitung dieser Andacht; zwei­tens um die Bestätigung und Empfehlung durch den Papst. Ein sol­ches Ansuchen um offizielle Anerkennung und Emp­feh­lung am 10. Dezember 2025 in der Basilika Santa Maria Mag­giore in Rom, wurde bereits Papst Leo XIV. zu­gesandt. Er könnte dafür auch einen Legaten ernennen, wenn er nicht selber kommen kann. Jedenfalls hoffen wir, dass der Papst die Be­deutung des Gehorsams gegen­über dieser Bitte Unserer Lie­ben Frau erkennt. Yves de Lassus schreibt: „Von seiner Antwort hängt für die Welt der Friede oder der Krieg ab, so wie dies Sr. Lucia dos Santos P. Apari­cio mehrmals anvertraut hat: ,Unse­re Liebe Frau ver­sprach, die Geißel des Krieges aufzuhalten, wenn diese Andacht emp­fohlen, verbreitet und praktiziert wird.'“ (https//­jubi­le2025-fati­ma.org/; https//­www.fati­ma100.fr/)

Unsere Liebe Frau präzisierte, dass sie um die Sühnekommunion an den ersten Samstagen des Monats und die Weihe Russlands an IHR Unbe­fleck­tes Herz bittet, und SIE fügte hinzu, dass durch dieses Mit­tel, wir Seelen retten und den Frieden erhalten würden. – Dieses Jahr ist eine einmalige Gelegenheit, diese Sühne-Kommunion an den ersten Samstagen des Mo­nats um uns herum bekanntzumachen. (Deshalb ist die Vereini­gung Salve Corda entstanden, unterstützt durch Cap Fati­ma (seit 2015), das das Jubi­läum 2025 der ersten Samstage von Fatima lanciert. Mögen wir uns dieser Initiative anschließen.)

 

Ziele der Sühne-Kommunion an den ersten Samstagen des Monats:

  1. Die Wiedergutmachung der Beleidigungen gegenüber dem Unbe­fleck­ten Herzen Marias; es geht um die 5 Arten der Beleidigungen und Blas­phä­mien, die als Sünden gebeichtet werden müssen. – Schon 1912 hatte Papst Pius X. gewünscht, dass man die Blasphämien gegen die Mut­ter Gottes wiedergutmacht. Am 13. Juni 1912, 5 Jahre vor der zwei­ten Erscheinung von Fatima, bei deren Gele­gen­heit die Heili­ge Jung­frau den 3 kleinen Hirtenkindern erstmalig IHR Herz, von Dornen umge­ben zeigte und ihnen erstmalig den Willen Gottes offen­barte betref­fend der Andacht an IHR Unbeflecktes Herz, hatte der Heilige Papst Pius X. offi­ziell die Praxis der ersten Samstage im Monat bestätigt und mit einem Vollkomme­nen Ablass versehen (für die Verstor­benen). Das Ende des Textes, von der Sektion der Ablässe des Heili­gen Offi­zi­ums veröffentlicht, lautet: „Seine Heiligkeit Pius X., um die Andacht der Gläubigen gegenüber der glorreichen unbefleckten Mutter Gottes, und um den frommen Wunsch der Sühne zu begünstigen, durch die die Gläubigen ihre Intention der Wieder­gutmachung gegenüber der schrecklichen Blasphämien, durch die der heilige Name und die Vorzüge der Seligen Jungfrau Maria geschmäht werden durch ungläubige Menschen, hat von sich aus all jenen gegenüber, die eigene Sühne-Andachten zur Ehre der unbefleckten Seligen Jungfrau Maria an den ersten Samstagen jedes Monats prakti­zieren, und dazu die Beichte und die Kommunion hinzufügen, im Geiste der Sühne, und betend für die Anliegen des Suveränen Pontifex <des Papstes>, einen Vollkom­menen Ablass ­be­willigt, der für die Verstorbenen angewendet wird. Dies gilt ab jetzt und für immer, ohne Notwen­digkeit eines Breve, un­geachtet jegli­cher gegenteiliger Disposi­tion.” Man könnte sagen, dass die Heilige Jung­frau die Entscheidung des Heili­gen Papstes Pius X. bestä­tigt hat.
  2. Das Heil der Seelen. Neu war, dass das Heil der Seelen von der Gött­lichen Barmherzigkeit durch die Fürbitte des Unbefleckten Herzens Marias erhalten wird. Ein Brief Sr. Lucias an P. Aparicio vom 17.12.1927, in dem sie einige Worte, die sie am 13. Juni 1917 von Unse­rer Lieben Frau gehört hatte zitiert: „Jesus will sich Deiner bedienen, um mich bekannt zu machen und dass ich geliebt werde. ER will in der Welt die Andacht zu meinem Unbefleckten Herzen begründen. Jenen, die diese annehmen, ver­spreche ich das Heil, und diese Seelen werden zärtlich geliebt von Gott, wie Blumen von mir, um seinen Thron zu schmücken.” In ihren dritten und vierten Erinnerungen, die sie 1941 redigiert hatte, in denen sie den größ­ten Teil des Geheimnisses vom 13. Juli 1917 nieder­schrieb, wieder­gibt Sr. Lucia dos Santos diese weiteren Worte Unserer Lieben Frau: „Ihr habt die Hölle gesehen in die die Seelen der armen Sünder gehen. Um sie zu ret­ten, will Gott in der Welt die Andacht zu meinen Unbefleckten Her­zen begrün­den. Wenn man tut, was ich euch sagen werde, werden viele Seelen geret­tet werden.” – Schließlich: am 10. Dezember 1925 vertraute ihr die Heili­ge Jungfrau an: „Ich verspreche, diesen Seelen in der Todes­stunde beizu­stehen – mit allen notwendi­gen Gnaden für ihr Heil.” – Gott will Seelen retten und er will es tun durch das Unbe­fleckte Herz Marias. – Bezüglich der Sühne-Kommu­nion erinnern wir uns, dass die Sühne-Kom­munion mit ei­nem Voll­kom­menen Ab­lass verbunden ist für jene, die den Ro­senkranz in der Kirche beten, in einem Oratorium, in der Familie, in Gemeinschaft oder einer frommen Vereini­gung, unter der Bedingung, die Betrach­tung dieser Geheim­nisse hinzuzufü­gen.
  3. Der Frieden in der Welt.

Der Frieden in der Welt hängt ebenfalls von der Vermittlung der Heiligen Jungfrau ab; Vermittlung, die mit der Andacht an ihr Unbeflecktes Herz zusammenhängt. Diese Andacht betrifft sowohl die kirchliche Hierarchie, als auch alle Gläubigen. Es geht um die Praxis der ersten Samstage im Monat. Bezüglich der kirchlichen Hierarchie geht es um die Weihe Russ­lands dem Unbefleckten Herzen Marias. Unsere Liebe Frau sagte dies ausdrücklich während ihrer Erscheinung am 13. Juli 1917 im Hinblick auf den zukünftigen Krieg: „Um diesen zu verhindern, werde ich kommen und um die Weihe Russlands meinem Unbefleckten Herzen und um die Sühne­kommunion an den ersten Samstagen des Monats bitten. Wenn man meine Bitten erhört, dann wird sich Russland bekehren und man wird den Frie­den haben.” Diese Worte Unserer Lieben Frau wurden von Sr. Lucia dos Santos zumindest dreimal mitgeteilt; in den dritten und vierten Er­innerun­gen und im Brief vom Dezember 1940 an Papst Pius XII. In die­sem Brief schrieb sie: „1917, in jenem Teil der Erscheinungen, das wir ,das Ge­heimnis‘ nannten, hatte die Heilige Jungfrau das Ende des Krieges ange­kündigt, das Europa betrübt hat, aber sie sagte einen anderen Krieg vor­aus, wobei sie sagte, dass, um diesen zu verhindern, sie kommen wird und um die Weihe Russlands ihrem Unbeflecken Herzen und um die Sühne­kom­munion an den ersten Samstagen bitten wird. Sie versprach, wenn man ihre Bitten erhört, die Bekehrung dieser Nation und den Frieden.”

Erst 1937 hatte Mgr. da Silva selber Papst Pius XI. geschrieben und die beiden Wünsche Unserer Lieben Frau erwähnt, sowie aus was die Andacht der ersten Samstage des Monats besteht. <Ob sich Mgr. da Silva nach seiner zuvorigen Weigerung (1929, 1930 und 1931) gegenüber der Mutter­gottes von Fatima Einsicht, Reue, Um­kehr, Buße und Sühne praktiziert hat?? – Das ,katholische Fußvolk‘ weiß nichts davon.>

Die Verbreitung dieser Andacht hat eine solche Bedeutung, um den Frie­den zu erlangen, dass Sr. Lucia dos Santos nicht zögerte, am 19. März 1939 P. Aparicio zu schreiben: „Von der Praxis dieser Andacht, verbun­den mit der Weihe <Rußlands> an das Unbefleckte Herz Marias, hängt der Krieg oder der Frieden der Welt ab. Deshalb habe ich ihre Verbrei­tung so sehr ge­wünscht, und vor allem weil es der Wille unseres guten Gottes und Unse­rer Lieben himmlischen Frau ist.” Drei Monate danach, am 20. Juni 1939, insistierte sie erneut bei P. Aparicio: „Unsere Liebe Frau ver­sprach, die Geißel des Krieges zu verhindern, wenn man diese Andacht verbreitet und praktiziert. Wir sehen sie diese Strafe beseitigen, in dem Maße in der man Anstrengungen unternimmt, sie zu verbrei­ten. Aber ich fürch­te, dass wir’s nicht tun können und seinen barm­herzigen Arm zurückhalten, und dass sie nicht zuläßt, dass die Welt sich ruiniert durch diese Geißel, wel­ches ent­setzlich sein wird, furchtbar, mehr denn je.”

Bedauerlicherweise, trotz all dieser von der Heiligen Jungfrau versproche­nen Früchte und die Authentizität der Bitten, fehlt es daran, sich zu mü­hen, diese Andacht in die Praxis umzusetzen…

Heuer, 2025, findet die Zelebration des Centenariums in verschiedenen Ländern statt: In Bettbrunn in Deutschland am 4. Oktober, in Vailankanni in Indien und beim Heiligen Grab in Jerusa­lem am 1. November, in Fati­ma am 6. De­zember. Es ist eine offizielle Zeremonie am 10. Dezember in der Basi­lika Santa Maria Mag­giore in Rom vorgesehen, am Tag der Bitte Unserer Lieben Frau vor hundert Jahren. Möge der neue Papst, Leo XIV., einen Legaten ernennen und die Sühnekommunion der ersten Sams­tage des Monats offiziell bestätigen und empfehlen.

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Mag. theol. Maria-Irma Seewann

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