Schrecken wir nicht davor zurück, Buße zu tun

Schrecken wir nicht davor zurück, Buße zu tun

27.03.2017

Wir haben nun etwas mehr als die Hälfte der Fastenzeit hinter uns gebracht. Zeit darüber nachzudenken, wie wir uns mit unseren Fastenvorsätzen tun.

Haben wir uns seit Aschermittwoch vermehrt Zeit für das Wichtige in der Vorbereitungszeit auf Ostern genommen – für Gott, für Jesus, für unseren Glauben? Hat uns der Verzicht auf etwas oder die Taten, die wir uns vorgenommen haben, bereits jetzt auf einen anderen, besseren Weg geführt oder müssen wir uns in den verbleibenden drei Wochen noch mehr bemühen, unsere Beziehung zu Gott vertiefen, damit auch wir die Liebe Gottes an andere Menschen weitergeben können?

In ihrer Botschaft vom 25. März ruft uns die Gottesmutter erneut auf, unsere Herzen „der Barmherzigkeit Gottes zu öffnen, damit ihr durch das Gebet, die Buße und die Entscheidung zur Heiligkeit ein neues Leben beginnt“.

Das Wort „Buße“, wenngleich es in der Botschaft ohnehin darin eingebettet ist, worum es dabei geht, schreckt viele von uns ab. Doch wie es Pater Slavko treffend erklärt: „Die Buße soll keineswegs als Strafe oder als Beschränkung verstanden werden. Die Buße ist der erfreuliche Teil der Beichte, wenn ich dem, der mich erneut zu seinem Tische einlädt, als Zeichen meiner Freude mit einer konkreten Tat meine Bereitschaft bekunden kann. Die Umkehr ist die Befreiung von der Last und den Wunden und dafür, dass Gott uns noch Zeit und Möglichkeit gibt, unser Leben zu entwickeln und zu reifen. An und für sich ist die Buße die Fortsetzung des Heilungsprozesses. Das kann schmerzhaft sein, aber es ist besser, auf dem Weg der Heilung zu sein, als jede Hoffnung auf das Heil verloren zu haben. (…) Buße ist die innere Haltung, die Gnade der Heilung zu bewahren und an der Heilung selbst mitzuarbeiten. (…) Wenn wir begreifen, wie sehr es sich lohnt, hell zu sein, das heißt, lieben, verzeihen zu können und barmherzig zu sein, dann wird es uns nicht schwer fallen, für diese Heilung auch unser ganzes Leben lang das Notwendige zu tun.“

Mögen uns diese Gedanken durch die verbleibende Fastenzeit begleiten und uns neue Kraft und Hoffnung schenken.

RF

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