Opfer bringen

Opfer bringen

05.05.2017

In ihrer Botschaft vom 2. Mai ruft uns die Muttergottes dazu auf, Opfer zu bringen, uns selbst zu opfern und die Liebe zu verkünden. Doch was bedeutet es, uns aufzuopfern, ein Opfer zu bringen?

„Schon von jeher hat die Gottesmutter in ihren Botschaften von uns etwas gefordert, was wir als „Opfer“ bezeichnen. Das Wort „Opfer“ ist nicht leicht zu definieren und ein Opfer kann auch nicht mit gängigen Maßstäben bemessen werden. Sein Maßstab ist die Liebe. Je größer die Liebe ist, desto weniger wird man von einem Opfer sprechen. Was nicht aus Liebe geschieht, wird schwerfallen und wird als Opfer empfunden werden.  Wenn sich ein Mensch für den anderen einsetzt, ihm seine Zeit schenkt oder sein Leben für ihn hingibt, so hat er ein Opfer dargebracht. Je selbstloser ein Mensch ist, desto eher wird er bereit sein, für andere ein Opfer zu bringen. Wir opfern uns in erster Linie für einen Menschen auf, den wir lieben. Ohne Liebe wäre ein Opfer unmöglich und undenkbar. Die Liebe lässt uns das Opfer süß erscheinen.

Christus hat sich von Anfang an für uns geopfert. Er opferte dem Vater Sein Leben und starb den Kreuzestod. Er tat es für uns, um uns zu erlösen. Er tat es ohne Zwang, nur aus Liebe und aus freiem Willen. Maria fordert in ihrer Schule von uns, dass wir beten, fasten, zur Beichte gehen, die Heilige Messe feiern und im Sinne der Heiligen Schrift leben. Sie fordert, dass wir den Mitmenschen helfen und unser eigenes Leben für sie hingeben.

Unser Opfer soll aber mit Liebe dargebracht werden, und sie dankt uns auch für alle diese Opfer. Die Liebe verleiht auch dem geringsten Opfer allerhöchsten Wert. Nur das aus Liebe dargebrachte Opfer kann vor dem Angesicht Gottes bestehen. Wir laufen oft Gefahr, den Wert unseres Handelns und unseres Opfers nicht zu erkennen und fühlen uns aus diesem Grunde klein und schwach. Wir wähnen uns „ohnmächtig“. Wir können aber unsere Ohnmacht durch die Liebe überwinden, denn sie verleiht unserem Opfer Größe. Wer liebt, ist nie ohnmächtig. Er ist Gott und den Mitmenschen nahe, und das stärkt das Vertrauen und die Macht.“

Aus: Schule der Liebe (Pater Slavko Barbaric)

 

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