Ostergrüße vom Pfarrer von Medjugorje Pater Marinko Šakota

Ostergrüße vom Pfarrer von Medjugorje Pater Marinko Šakota

21.04.2022

Liebe Mitglieder der Pfarre Medjugorje,
liebe Pilger, liebe Freunde auf der ganzen Welt,

ich möchte einige Worte an Sie richten anlässlich von Ostern, oder besser gesagt: anlässlich des Pessachfestes. Das ist wichtig zu betonen, da Ostern nicht nur der Moment der Auferstehung am Sonntagmorgen ist, sondern mit dem Tod des Herrn verbunden ist – Karfreitag, Karsamstag und Ostersonntag sind ein Ganzes, das Pascha. Es ist ein Hindurchgang, der Hindurchgang Jesu, wie das jüdische Volk durch das Rote Meer zog und aus der Sklaverei in die Freiheit kam. Es ist der Übergang Jesu durch den Tod ins Leben. Natürlich ist es nicht nur der Durchgang Jesu, sondern es sollte auch unser Durchgang sein, unser Passah, unser Ostern.

Betrachten wir die Natur. Schauen wir, wie alles in der Natur im Winter gleichsam tot war. Nirgendwo gab es eine Spur von Leben. Aber jetzt beobachten wir, wie allmählich das Leben in der Natur erwacht. Alles wartete darauf, dass es zu regnen beginnt und dass dann alles erwacht. Der Regen fiel, nach der langen Dürre, und jetzt merken wir, wie alles aufwacht. Auf den Wiesen sehen wir die Knospen keimen, die Bäume sprießen… Blüten kommen, Blumen erwachen. Die Sonne scheint, es wird warm, und all das sind die Bedingungen dafür, dass neues Leben entstehen kann. So ist es auch bei uns.

Liebe Freunde, auch in uns sind Knospen und Keime, wie sie im Winter auf den Wiesen und den Bäumen vorhanden waren, die sich aber erst zu entfalten begannen, als die Bedingungen dafür geschaffen wurden. Christus schafft durch seine Auferstehung die Bedingung dafür, dass auch in uns die Keime des Lebens, Keime der Hoffnung, Keime des Glaubens, Keime der Liebe jetzt sprießen.

Auch wenn wir am Karfreitag Dunkelheit spüren, wenn es auch in uns Momente der Dunkelheit gibt, Momente der Hoffnungslosigkeit, der Verzweiflung, Momente der Ungewissheit und der Enttäuschung, wenn wir denken, es gäbe keinen Ausweg, keine Lösung, kein Licht, nichts Positives … Diese Momente sind in unserem Leben normal und es gibt sie, aber Ostern und das Pasha Christi geben uns Hoffnung. Das ist die Grundlage unseres Glaubens, dass das Leben das letzte Wort hat, dass der Herr das letzte Wort hat, dass wir in Seiner Hand sind, dass wir Seine geliebten Kinder sind, dass Er uns nicht verlassen hat, dass Er uns nicht allein gelassen hat, dass Er will, dass wir für immer bei Ihm leben …

Ostern gibt uns diese Hoffnung! Mögen also diese Tage des Paschas Christi, der Auferstehung Christi Tage sein, an denen die Knospen des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe in uns zum Leben erweckt werden. Von ganzem Herzen wünsche ich Ihnen ein frohes und gesegnetes Osterfest.

P. Marinko Šakota

Quelle: www.medjugorje.hr

Foto © Gebetsaktion

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