Betrachtung zur Botschaft am 40. Jahrestag

Betrachtung zur Botschaft am 40. Jahrestag

29.06.2021

Mit Spannung haben wir die Botschaft am 25. Juni 2021, dem 40. Jahrestag der Erscheinungen von Medjugorje, erwartet. Nach 40 Jahren Wüstenwanderung hat das Volk Israel das Gelobte Land Kanaan erreicht. Heute fragen wir uns, was haben wir nach 40 Jahren Führung durch die Gottesmutter, die viel geliebte erreicht? Wir wollen uns aber nicht mit Selbstvorwürfen quälen, dass wir nur unzureichend dem unermüdlichen Aufruf der Gottesmutter zu Gebet, Fasten, Beichte, Heilige Messe und Anbetung gefolgt sind. Ja, wir schätzen die Anwesenheit der Gottesmutter unter uns zu wenig und schwätzen zu viel. Wir wollen Medjugorje auf keinen Fall in einen Beginn und dann die Fortsetzung teilen. Nein, Medjugorje ist eins und immer gleich. Woran es mangelt, ist einzig unsere überzeugende Antwort. Da liegt der Mangel. Aber dennoch lobt uns die Gottesmutter nach 40so besonderen Jahren, wenn sie sagt:

„Liebe Kinder! Mein Herz ist froh, weil ich in all diesen Jahren eure Liebe und Offenheit für meinen Ruf sehe.“

Wenn die Muttergottes froh ist, dann sollen wir es auch sein. Und tatsächlich ist da ein Pilgerstrom aus aller Welt. So viele haben Gebet, Fasten, Beichte und die Heilige Messe neu entdeckt, da ist kein Kontinent und kein Land ausgenommen. Und so viele haben geistliches Leben, heiligmäßige Familien und den geistlichen Beruf neu für sich entdeckt. Es ist für uns alle ein Ruf zur Schule des Lebens in Friede und Freiheit. Deshalb lädt uns die Gottesmutter zum 40. Jahrestag erneut ein: „Betet mit mir für Frieden und Freiheit.“ Friede und  Freiheit ist Geschenk, Geschenk Gottes. Das verspüren vor allem jene, die Friede und Freiheit verlieren auf Irrwegen in der Abhängigkeit von verschiedensten Dingen in der Welt. Die Gottesmutter ruft sie zurück. Dafür ist das Cenacolo ein so großartiger Ort, den die Gründerin Mutter Elvira nicht Drogenzentrum nennen will, sondern Schule des Lebens, ein Campus, wo wir neu Friede und Freude finden. Die Gottesmutter scheut sich nicht, den Urheber alles Bösen und jedes Übels zu benennen. Er ist Schuld, wenn wir versagen und in die Irre gehen – Satan. Obwohl feig, ist Satan dennoch stark und möchte mit seinen Täuschungen möglichst viele Herzen von meinem mütterlichen Herzen wegführen, so sagt es uns die Gottesmutter. Was tun? Es braucht eine klare Abkehr von Satan, dem Verführer, dem Diabolos, der alles durcheinander bringt, verwirrt, daher Diabolos genannt.

„Entscheidet euch für Gott, damit es euch wohl ergehe auf Erden, die Gott euch gegeben hat.“

Wohlergehen kann und darf nicht auf einen kleinen, bevorzugten Teil auf Erden beschränkt sein. Das zerstört Friede und Freiheit und bringt Krieg und Hass. Darum müssen wir teilen lernen, der Vorrat reicht. Es krankt nur an der Verteilung. Die Mutter Teresa Schwestern geben mit leeren Händen. In Wien am Mariahilfer Gürtel reichen sie seit dem Lockdown nun schon seit über einem Jahr täglich hunderten Bedürftigen Essen durchs Fenster! Hunger nah und fern, da bringt sich auch Marys Meals ein, insbesondere für Kinder jeden Tag eine ausreichende Mahlzeit und dadurch auch Zugang zu Schulbildung. Marys Meals in Malawi ist so vorbildhaft, jetzt aber schon vielerorts, überall gibt es versteckten Hunger nach Brot, aber noch mehr nach Liebe und Freude. So hat es die Gottesmutter auch auf den Plan gerufen, als bei der Hochzeit zu Kana in Galiläa der Wein ausging mit dem Wort: „Was er euch sagt, das tut.“ Jesus hat nicht zuerst Brot vermehrt, sondern Wein! Wir können nicht ohne Freude sein, darum können wir nicht ohne Gott sein, der unsere Freude ist. Er ist voll Erbarmen und schenkt uns Gnade nicht aufgrund unserer Werke, sondern weil Er die Güte und Liebe in Vollendung ist. Ein Pilger hat von Medjugorje ganz einfach gesagt: Medjugorje, das ist kübelweise Gnade!!

Dr. Ignaz Hochholzer

Foto © Gebetsaktion

 

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