Bischof Petar Palic besuchte Medjugorje am 8. Dezember 2020

Bischof Petar Palic besuchte Medjugorje am 8. Dezember 2020

14.12.2020

„Medjugorje als Pfarrgemeinde mit ihrem pastoralen und karitativen Wirken, mit all ihren Priestern, Ordensfrauen und Ordensmännern, sowie dem treuen Volk, ist ein Teil der Diözese. Wir können sagen, dass Medjugorje die berühmteste Pfarrgemeinde der Welt ist, die eine Vielzahl von Pilgern aus allen Kontinenten anzieht, sowohl von nah als auch von fern. Ein Bischof symbolisiert Gemeinschaft, Einheit und Glauben, Einheit nicht nur mit der gesamten Diözese, sondern mit der universellen Kirche. Deshalb freue ich mich, Sie in unser aller Namen heute hier begrüßen zu dürfen und gemeinsam in all Ihren Anliegen zu beten. Herzlich willkommen!“ mit diesen Worten begrüßte Erzbischof Henryk Hoser, der Apostolische Visitator und Sonderbeauftragte für die Pfarrei Medjugorje den neuen Bischof von Mostar-Duvanj, Petar Palić, den Apostolischen Administrator von Trebinje-Mrkanj und Hvar, bei seinem ersten Besuch in Medjugorje.

Msgr. Palić feierte am Fest der Unbefleckten Empfängnis der Heiligen Jungfrau Maria die feierliche Abendmesse in Medjugorje, in Konzelebration mit Erzbischof Hoser und Pater Marinko Šakota, dem Pfarrer von Medjugorje, sowie weiteren Priestern.

„Am Anfang möchte ich Msgr. Henryk Hoser, dem Apostolischen Visitator und Sonderbeauftragten für die Pfarrei Medjugorje, für die Einladung danken, diese Eucharistie heute zu feiern. Ich bin gekommen, um diese Messe zu feiern, um dem Herrn zu danken, dass er zu uns gekommen ist und auch dafür, dass er eine der Töchter der Menschheit, die Selige Jungfrau Maria, auserwählt hat. Meine Ankunft in Medjugorje ist die Ankunft eines Bischofs, eines Hirten in eine Pfarrei, die im Bereich der Diözese liegt, die mir anvertraut wurde, unabhängig davon, dass diese Pfarrgemeinde derzeit der Jurisdiktion des Apostolischen Visitators unterliegt. Dieser Besuch, aber auch jeder andere, muss gemäß den Bestimmungen von Papst Franziskus, wie hier am 12. Mai 2019 veröffentlicht wurde, verstanden werden, das heißt, darauf zu achten, dass er nicht als Anerkennung der bekannten Ereignisse interpretiert wird, die noch der Prüfung von Seiten der Kirche bedürfen, um Missverständnisse oder Zweideutigkeiten im doktrinären Sinne zu vermeiden. Bis jetzt, soweit der Öffentlichkeit bekannt ist, hat die offizielle Kirche diese Ereignisse nicht als authentisch anerkannt“, sagte Msgr. Petar Palić zu Beginn seiner Predigt in Medjugorje.

Er betonte, dass es ein sehr authentisches Ereignis und eine Wahrheit gibt. „Gott ist in Jesus Christus Mensch geworden“, Er, der von der Jungfrau Maria geboren wurde und in Herrlichkeit kommen wird, die Lebenden und die Toten zu richten.‘ So beten wir im Glaubensbekenntnis.

Die Adventszeit ist eine Zeit der Vorbereitung auf das Kommen des Herrn. Es ruft uns zur Wachsamkeit auf, damit wir den Besuch Jesu, in der Sorge sich um alles andere zu kümmern, nicht übersehen, so wie viele ihn bei seinem ersten Kommen übersehen haben. Heute sollten die Gedanken der Gläubigen auf Gott gerichtet sein, der in seinem Heilsvorhaben beschloss, eine von uns zu erwählen, damit sie die Mutter seines Sohnes Jesus Christus, unseres Heilands und Erlösers wird“, sagte Msgr. Petar Palić, er erwähnte, wie die Worte des Propheten Jesaja, die wir letzten Sonntag in der Liturgie gehört haben, in unseren Ohren erklingen: „Tröstet, tröstet mein Volk, spricht euer Gott.“(Jes 40, 1)

„In dieser Erwartung erschien als Zeichen des Trostes ein Hoffnungsschimmer, durch sie, die wir seit kurzem in den Litaneien als „Mutter der Hoffnung“ anrufen. Gott erwählt Maria um sie vom Makel der Erbsünde zu befreien, damit sie der Welt den Retter, Jesus Christus, den Sohn Gottes, gebärt. Die Wahl ist nicht Marias Verdienst, gewonnen in diesem Tal der Tränen, sondern das Projekt der Liebe Gottes. Wir feiern das Fest der Unbefleckten Empfängnis der Heiligen Jungfrau Maria und wir bekennen den Glauben der Kirche, dass die Mutter des Erretters vom ersten Moment ihres Daseins eine besondere Rolle im Plan Gottes hatte, durch das einzigartige Privileg, dass ihr Leben nicht dem Wirken der Erbsünde unterlag, das das Zeichen der unerlösten Menschheit ist. In Maria feiert die Kirche die Morgenröte der Erlösung und den Beginn einer besseren Welt. Heute feiern wir mit Maria die Liebe unseres Gottes, der immer den ersten Schritt macht und sich uns ohne unsere Verdienste hingibt.

“Wenn wir die Unbefleckte betrachten, betrachten wir ihre Stärke, Radikalität, Festigkeit, ihren Mut und wir hören in uns die Frage: Wer zieht mich mehr an? Adam mit seiner Angst und seinem Verstecken oder Maria mit ihrer heiligen Unruhe und ihrer Antwort: Hier bin ich? Adam, der damit spielt, die Verantwortung an Eva zu übertragen oder Maria, die die Verantwortung für die Mutterschaft übernimmt? Adam, der in Eva nicht mehr das Geschenk erkennt oder Maria, die es annimmt, ihr Leben auf die Verletzlichkeit des Wortes Gottes aufzubauen?

Aus der Jungfrau wird derjenige geboren, den Johannes der Täufer als „stärker als ich“ bezeichnet. (vgl. Mt 3,11) Stärker, weil er sein irdisches Leben auf Demut, Verletzlichkeit, Mitwirkung, Offenheit gründen wird: Alle Werte, die wir in Maria leicht finden können. Aus dieser Geschichte der Sünde, bzw. Entfernung von Gott, wird keine Verurteilung, sondern die Heilsgeschichte geboren, die Geschichte des Mitgefühls und der Barmherzigkeit Gottes mit den Menschen: die Geschichte der Nähe Gottes, die ihre Erfüllung in Jesus Christus findet?“, sagte Msgr. Petar Palić, der die Verpflichtung als Bischof von Mostar-Duvanj und ständiger Administrator von Trebinje-Mrkanj, am 14. September dieses Jahres, am Festtag Kreuzerhöhung übernahm. Seine Predigt endete mit den Worten: „Liebe Brüder und Schwestern! Die Geschichte Mariens ist eure und meine Geschichte. Erneut wird ein Engel zu euch nach Hause gesandt und er sagt euch: „Freut euch, ihr seid voll der Gnade! Gott ist in euch und erfüllt euer Leben mit dem Leben!“ Amen!

Am Ende der Heiligen Messe hat der Pfarrer von Medjugorje, Pater Marinko, Bischof Petar Palić für sein Kommen gedankt. Er übergab dem Bischof ein künstlerisches Bild der himmlischen Mutter mit Jesus im Arm.

„Es ist für mich eine große Freude, dass ich Sie heute Abend, zum Hochfest der Unbefleckten Empfängnis der Seligen Jungfrau Maria, im Namen der Pfarrgemeindemitglieder der Pfarrei Medjugorje, im Namen der Pilger, sowie im Namen unserer Franziskanergemeinschaft hier in der Pfarrkirche von Medjugorje begrüßen kann. Seien Sie Willkommen, Hirte unserer Diözese, Vater Bischof Petar! Danke, dass Sie die Eucharistie gefeiert haben, das größte Zeichen der Gemeinschaft mit Gott und den Menschen. Medjugorje empfängt Sie mit einem offenen und fröhlichen Herzen, und so, davon bin ich überzeugt, wird es auch in Zukunft sein“, sagte Pater Marinko Šakota.

Quelle: www.medjugorje.hr

Foto © Gebetsaktion

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