Erzbischof Cavalli feiert seine erste heilige Messe in Medjugorje

Erzbischof Cavalli feiert seine erste heilige Messe in Medjugorje

14.02.2022

Am Sonntag, dem 13. Februar 2022 feierte der neue Apostolische Visitator für Medjugorje, Erzbischof Aldo Cavalli, seine erste heilige Messe in Medjugorje im Rahmen seinen neuen Amtes. Um 11 Uhr zelebrierte er im Beisein vieler Mitbrüder im priesterlichen Dienst den Sonntagsgottesdienst in der Pfarrkirche des heiligen Jakobus. Franziskanerprovinzial Pater Miljenko Šteko und der Ortspfarrer Pater Marinko Šakota begrüßten den neuen Apostolischen Visitator von Seiten der Pfarre und der Franziskaner. Monsignore Cavalli hielt seine erste Predigt in Medjugorje und sagte:

„Ich danke Ihnen allen, dass Sie gekommen ist. Danke dem Chor. Danke dem Pfarrer, den Mitbrüdern, allen, die das vorbereitet haben. Über allen möchte ich dem Herrn und der seligen Jungfrau Maria danke sagen, die mich über den Heiligen Vater hierhin senden wollten.

Als ich vor ein paar Wochen dem Heiligen Vater Papst Franziskus begegnet bin, hat er mir gesagt: „Du gehst nach Medjugorje. Sei da.“ Und das wars. Ich bin sicher, dass der Herr Jesus mich begleiten wird in meinen letzten Jahren, wie er das mein ganzes Leben getan hat. Und nun werden wir kurz über das Wort Gottes nachdenken.

In der ersten Lesung sehen wir den Propheten, der spricht. Propheten waren immer Menschen wie wir. Sie haben gekauft, verkauft, gelebt, geheiratet, Kinder bekommen. Aber sie waren Menschen Gottes. In ihrem Leben hatten sie zwei Grundausgangspunkte: Sie haben Gott geliebt und ihm gedient. Sie haben das Volk geliebt und ihm gedient. Diese beiden Dinge. Die Propheten haben mit Gott gesprochen und sie haben zu ihm gesprochen. Er hat gesprochen, nicht wie ich rede, sondern er hat sie von innen heraus inspiriert und angeregt. Sie haben mit ihrem Volk zusammen gelebt in ihrer Zeit. Die Propheten haben innerhalb ihres Volkes gelebt und innerhalb ihrer Kultur und Zeit. Sie waren Propheten, weil sie zum Volk über Gott sprachen und sie sprachen zu Gott über sein Volk. Wenn wir wie die Propheten sein möchten, müssen wir dieselbe Art und Weise unser Lebens führen. Das heißt die gleiche Haltung unter den Menschen zu leben.

In der zweiten Lesung spricht der heilige Paulus über das ewige Leben. Zum Beispiel: Wo ist mein Vorgänger, Monsignore Hoser? Wir sagen: Er lebt. Aber wo lebt er, wie lebt er? Der Leib ist im Friedhof, im Grab und verschwindet. Und in zwei, drei Generationen werden wir ihn vielleicht vergessen, so wie alle Toten. Aber wir haben zwei Antworten, die unser Herr Jesus uns gibt. Die erste: Wenn jemand stirbt – und Monsignore Hoser ist gestorben – Jesus sagt, dass wir vor Gott wie die himmlischen Engel sein werden. Wir wissen über Engel sehr wenig, aber wir wissen eine Sache. Sie sind konstant vor Gott, der die Liebe ist und sie leben konstant die Liebe. Mein Vorgänger, der verstorben ist, lebt die Liebe. Die zweite Lesung spricht auch über unseren Leib. So wie ich auferweckt wurde, so werdet auch ihr auferweckt sein. Und die Korinther haben den heiligen Paulus gefragt: Wie sollen wir auferweckt werden? Und der heilige Paulus, der darüber nachgedacht hat wie Jesus auch mit seinem Leib auferstanden ist. Der heilige Petrus spricht über diesen wahren Leib, der isst und durch Wände ging. Sie haben Paulus gefragt: „Wie werden Tote auferweckt?“ Und Paulus, der Jesus vor sich hat, eröffnet: Der materielle Leib geht ins Grab, aber der nicht-körperliche Leib (die Seele) wird auferweckt. Deshalb lebt mein Vorgänger in Gott wie die Engel. Sein Leib wird auferweckt werden am Jüngsten Tag. Und Maria: sie ist mit Leib und Seele in den Himmel emporgehoben worden. Sie ist die erste, die das erreicht hat. Wir werden das erste im Nachhinein erreichen.

Im Evangelium hören wir die Seligpreisungen. Wer ist diese menschliche Person, die all das verwirklicht, was Jesus uns im Evangelium gesagt hat? Die menschliche Person, die all das verwirklicht ist unser Herr Jesus. Denn in allem hat er die Sendung verwirklicht, die er bekommen hatte. Maria hat das Gleiche getan. Sie hat vollkommen die Sendung verwirklicht, die ihr anvertraut wurde. Sie ist im Haus geblieben und hat Jesus und dem Heiligen Josef gedient. Hundert Prozent treu der Sendung, die sie hatte. So ist es auch mit uns. Wenn auch wir die Seligpreisungen verwirklichen wollen, müssen wir treu unsere Sendung leben. Das sind die heutigen Lesungen. Die erste Lesung: Wenn wir Propheten sein möchten, müssen wir Gott lieben und ihm dienen und das Volk lieben und ihm dienen. Die zweite Lesung spricht über eine große Sicherheit, die wir haben: Wir werden nach dem Tod leben bei Gott, der die Liebe ist. Am Ende der Zeit wird auch unser Leib auferweckt werden. Das Evangelium: Wenn ich leben möchte wie Jesus und Maria muss ich meine Sendung vollkommen und zu hundert Prozent verwirklichen.

Foto © Mir Medjugorje

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