Gedanken zur Botschaft vom 25. November 2025 von Sr. Kerstin

Gedanken zur Botschaft vom 25. November 2025 von Sr. Kerstin

10.12.2025

Einer deiner besten Freunde hat Geburtstag, und gemeinsam mit den anderen überlegst du dir eine Überraschungsparty. Monatelang bereitet ihr alles vor, ihr achtet darauf, dass er nichts mitbekommt. Und diese Vorbereitung ist wie eine Verbindung, ein Sich-Vereinen. Man merkt, wie die Beziehungen zueinander wachsen. Manchmal gibt es auch die eine oder andere Reiberei, aber trotzdem arbeitet ihr auf ein gemeinsames Ziel hin.

Die Muttergottes sagt uns in der Botschaft vom 25. November: Mögen eure Seelen in der Freude der Erwartung vereint sein, und euer Herz wird mit Frieden erfüllt sein.
Wir sind mitten im Advent. Diese Botschaft hat uns die Muttergottes für diese Zeit der Erwartung gegeben. Am Beginn der Botschaft ruft sie uns auf, ihr zu folgen. Das bedeutet, ihre Botschaften zu leben und sich von ihr an die Hand nehmen zu lassen. Sie führt uns zu ihrem Sohn Jesus hin, damit er die Mitte unseres Lebens wird.

Dann gibt sie uns einen konkreten Auftrag. Sie sagt: Betet für jene, die nicht beten und die den Frieden und die Freude nicht wollen, die nur der Allerhöchste geben kann.
Wir sollen in dieser Zeit für den Frieden und für die Freude beten – für all jene Menschen, die das selbst nicht können, die diesen Frieden nicht in ihrem Herzen spüren, die vielleicht gar nicht wissen, was dieser wahre Friede bedeutet. Ich glaube, es gibt viele solcher Menschen. Vielleicht kennst du jemanden in deiner Umgebung, von dem du merkst, dass es ihm nicht gut geht oder der mit Gott nichts zu tun haben möchte. Stell dir diese Person vor und bete ganz konkret in diesem Advent für sie, damit zu Weihnachten vielleicht ein kleines Wunder geschehen kann.

Oder beten wir für die Regierenden, für alle, die Verantwortung tragen – im Staat, in der Kirche –, dass sie diesen Frieden wollen und von der Freude des Herrn erfüllt werden. Kein Gebet ist umsonst.

Der Advent ist auch eine Zeit des Neubeginns. Ein neues Kirchenjahr hat begonnen – ein neuer Anfang. Und jeder Neubeginn ist auch für dich eine Chance: eine Chance, dich für das Gute zu entscheiden.
Die Muttergottes sagt weiter: Meine lieben Kinder, ihr werdet überzeugt sein, dass alles gut wird und Gott alles segnen wird, denn das Gute, das ihr gebt, wird zu euch zurückkehren, und euer Herz wird von Freude erfasst, weil ihr mit Gott und in Gott seid. In diesem Satz liegt für mich der Schlüssel: weil wir mit Gott und in Gott sind.

In der Taufe werden wir Kinder Gottes. Wir werden aufgenommen in den Leib Christi, wir werden ein Glied Christi, und so leben wir auch in Gott, weil er uns ganz in sich aufgenommen hat. Und wir sollen auch mit ihm leben. Mit ihm leben bedeutet, auf seine Stimme zu hören, seinem Willen zu folgen, auf ihn zu blicken und aus dieser Beziehung heraus den Alltag zu gestalten – und aus dieser Beziehung heraus das Gute zu wählen und das Gute zu tun.

Wir kennen alle dieses neue Jugendwort 6–7, und in Galater 6,7 steht: Was der Mensch sät, das wird er auch ernten. Wenn wir Gutes säen, werden wir auch Gutes ernten, denn Gott segnet das Gute.
Für mich ist das auch ein Satz der Hoffnung. In diesen schweren Zeiten, in denen wir leben, oder in den Schwierigkeiten in deinem und meinem persönlichen Leben, spricht Gott uns zu, dass alles gut wird und dass er alles segnen wird. Ein schöner Satz, den wir in den Advent mitnehmen können.

Wir brauchen keine Angst zu haben. Wenn wir mit Gott sind, dann haben wir Zukunft. Wenn wir Gott haben, dann haben wir Zukunft. Dann haben wir Hoffnung. Und wir wissen, dass das Gute, das Gott, am Ende siegen wird.

Bleiben wir also mit und in Gott und gehen wir gemeinsam den Weg mit ihm.
Wenn du ihn ein wenig aus den Augen verloren hast, dann beginne neu – denn es ist eine Zeit des Neubeginns.

Sr. Kerstin Oswald

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