Rückblick auf den 40. Jahrestag der Erscheinungen

Rückblick auf den 40. Jahrestag der Erscheinungen

14.07.2021

Am 25. Juni 2021 wurde in Medjugorje feierlich der 40. Jahrestag der Erscheinungen der Muttergottes begangen. Pater Miljenko Šteko, der Provinzial der Franziskanerprovinz Herzegowina, war Hauptzelebrant der feierlichen Heiligen Messe, die er zusammen mit 358 Priestern, in Konzelebration feierte. Dies stellt einen Rekord von Priestern bei der Heiligen Messe zum Jahrestag der Erscheinungen dar.

„Liebe Brüder und Schwestern, liebe Kinder der Muttergottes, möge dieser 40. Jahrestag der Gnade für uns alle gesegnet und glücklich sein. Ich bringe euch herzliche Glückwünsche zu diesem Jahrestag von Seiner Exzellenz, Msgr. Henryk Hoser, dem Apostolischen Visitator für die Pfarrei Medjugorje. Nach dem Aufenthalt im Krankenhaus wegen des Coronavirus, wurde er entlassen und ist auf dem Weg der Besserung. Er sagte, dass er all seine Schmerzen dem Herrn für Medjugorje dargebracht hat. Große Jahrestage, Geburtstage, werden normalerweise durch eine Art Geschenk gekennzeichnet. Was ist in diesen 40 Jahren in uns gereift? Was haben wir mitgebracht um es der Muttergottes zu schenken? Als ich in der Prozession hinter der Statue der Muttergottes ging, konnte ich so viele Tränen in euren Augen sehen… Das ist es… All das, was ihr mit euch mitgebracht habt, all die Wunden und Schmerzen… lasst uns alles der Muttergottes geben, einschließlich unserer Schwächen und unsere Sündhaftigkeit. Möge sie Fürsprache für uns halten. Bringen wir auch all die Kranken dar, die sich unseren Gebeten anempfohlen haben und jene, die physisch nicht mit uns sein konnten, aber jetzt im Geiste mit uns vereint sind. Bringen wir sie alle dar“.

Nachdem er in seiner Predigt über die Ereignisse vor vier Jahrzehnten gesprochen hatte, sagte P.  Miljenko Šteko: „Mit größter Sorgfalt sammeln wir die Früchte aller Gnaden die der gute und barmherzige Gott hier über uns ergossen hat. Jauchzen wir heute Abend zusammen in Demut und Einfalt des Herzens mit dem Psalmisten auf: „Gott, wie köstlich ist deine Huld! Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, in deinem Licht schauen wir das Licht. Beschütze mit deiner Güte all jene die Dich heute hier anbeten“ (vgl. Ps 36). Heute Abend preisen wir in Medjugorje voller Dankbarkeit den Vater und den Sohn mit dem Heiligen Geist!“, sowie „die Gospa, die selige Jungfrau Maria, unsere Mutter“. So dankte P. Miljenko für diese gnadenvolle Geschichte.

„Danke dir, Königin des Friedens, denn über Dornen in diesem steinigen Land hast du deine ganze Liebe in unser Leben eingedrückt. Du, hast uns mit deiner himmlischen Umarmung umarmt und uns die Wärme deines mütterlichen Herzens geschenkt! Danke für jedes Gefühl des Friedens, wenn wir aus dem hektischen Alltag vor deine Statue kommen und dort innehalten. Wir halten inne, falten unsere Hände, und sind dankbar, dass gerade du auf unser gequältes Volk deine Hand gelegt und es mit deiner Güte und Gnade umarmt hast. Das Volk, das dich seit Jahrhunderten durch den Engel des Herrn, am frühen Morgen, am Mittag und bei Abenddämmerung grüßte, indem sie dich, als ihre Mutter erlebten, wie es der lyrische Ausleger im biblischen Text schreibt, als „die Schöpfung in seiner ersten Ehre und seinem endgültigen Aufblühen, wie es zu Beginn seiner ursprünglichen Pracht aus Gott hervorgegangen ist“, sagte P. Miljenko Šteko und erklärte, wie „sich aus diesem Ort seit vier Jahrzehnten Aufrufe zum Gebet, zum sakramentalen Leben, zur Buße und Umkehr für die Menschheit gebären; die Menschheit, die in einem schwierigen und äußerst gefährlichen Zustand lebt, verursacht durch menschliche Sünden. “

„Eine Menschheit, die jedes Maß überschritten hat, in Gotteslästerung, in allem was heilig ist, und die Menschenseelen zu Satan bringen möchte. Diese prophetische Stimme aus Medjugorje ruft unermüdlich zur Umkehr auf, vereint sich im uralten Aufschrei von Jesaja: „Hört auf Böses zu tun! Lernt, Gutes zu tun! Sorgt für das Recht!“ (Jes 1, 16) Es ist ein Aufruf an eine Welt, die sich in ihrer Horizontalen verstrickt hat und ihre vertikale Dimension verloren hat, ihre Blickrichtung auf Gott. Ein Aufruf an eine Welt, die praktisch so lebt, als gäbe es keinen Gott. Die Welt, die am Rande des Abgrunds ihres Unglaubens lebt“, so sagte P. Miljenko und fügte hinzu, dass es einen besonderen Grund gäbe, weshalb Gott uns auf unserem geschichtlichen Schreiten hier auf Erden die selige Jungfrau Maria sendet.

„Die Mittlerschaften Mariens in der Geschichte sind immer mit ihrer mütterlichen Rolle verbunden. Wir wissen, das dies die Pflicht aller Eltern ist, denn ihr Kind haben sie durch die Kraft und Gnade Gottes für diese Welt geboren. So tun sie auch alles, was in ihrer Macht steht, um es für den Himmel zu gebären. Nur das ist die wahre Vollendung der Geburt der Kinder. Eltern, die dies nicht tun, haben nicht viel für ihr Kind getan, auch wenn sie ihm sonst alles gegeben haben“, predigte P. Miljenko und betonte, „heute ist der 40. Jahrestag der beharrlichen Fürsorge der Muttergottes über diesem Ort und ihrer Botschaften von diesem Ort an die ganze Welt…

Wir sollten die Erinnerung aus dem Alten Testament nicht vergessen, dass Einzelpersonen unter dem auserwählten Volk, dort in einem vierzigjährigen Gehen durch die Wüste, ihr Herz und ihren Blick auf Ägypten gerichtet haben. Sie murrten und wünschten sich doch –  trotz allem – ihr goldenes Kalb zum anbeten zu haben“, sagte P. Miljenko Šteko, in dem er über die biblische Symbolik der Zahl 40 sprach. Er setzte damit fort, wie ohne Zweifel manche Menschen immer dazu neigen würden, den Weg der Heiligkeit zu verlassen und sich dem Kalb zuzuwenden und dass diese Welt heute eine große Anzahl von Kälbern zur Anbetung anböte.

„Die Muttergottes ist immer noch da und betrachtet ihre Kinder. Und  sie wartet. In ihrer Reinheit und Einfachheit. Sie wartet und betet für ihre Kinder. Sie wartet darauf, dass sie mit dem Herzen schauen und es wieder mit der ursprünglichen Güte und Gnade Gottes füllen.

Die Muttergottes ist „mit ihrem Sohn die vollkommenste Ikone der Freiheit und Befreiung der Menschheit und des Universums. Die Kirche muss auf sie schauen, um in der Fülle die Bedeutung ihrer Mission zu verstehen,“ (CDF, Libertatis conscientia, 22. März 1986, Nr. 97)  Mutter und Königin des Friedens,  in unserer Hand voller Treue und Untreue geben wir dir heute Abend unsere Herzen. Wir bitten dich: Bilde unsere Herzen nach deinem Herzen und nach dem Herzen deines Sohnes! Amen“. So beendete P. Miljenko Šteko seine Predigt.

Vor der Hl. Messe fand in diesem Jahr zum ersten Mal die Prozession vom Erscheinungsberg zur Kirche des hl. Jakobus statt, an der viele Pilger, Pfarrgemeindemitglieder und Menschen aus der Umgebung teilnahmen.

P. Marinko Šakota, der Pfarrer von Medjugorje, sagte, dass diese Prozession von der Statue der Muttergottes bis zur Kirche ein Symbol dafür sei, wie „die Muttergottes uns zu Jesus führt“.

„Die Muttergottes führt uns in allem, was sie hier tut, zu Jesus, zur Eucharistie“, sagte P. Marinko, der auch diese Prozession leitete.

„Das ist ein Wunder von Medjugorje. Manche Menschen suchen immer noch etwas Übernatürliches, aber das ist ein großes Wunder. Die ganze Welt ist wegen der Pandemie in Panik und Angst, aber hier passiert etwas Erhabenes“, sagte Sr. Marina Ivanković, die in der Pfarrei Medjugorje geboren wurde und an der Prozession teilnahm und sich über die Anzahl der Teilnehmer und Pilger freute die hier angekommen sind.

Quelle: www.medjugorje.hr

Foto © Gebetsaktion

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