Jahresbotschaft an die Seherin Ivanka am 25. Juni 2022

Ivanka Ivanković war die erste, die die Muttergottes am 25. Juni 1981 gesehen hat. Von diesem Tag an bis zum 7. Mai 1985 hatte sie täglich eine Erscheinung der Muttergottes. Bei der letzten regelmäßigen Erscheinung sagte ihr die Muttergottes, dass sie ihr von nun an ein Mal im Jahr erscheinen werde und zwar am Jahrestag, am 25. Juni. So war es auch in diesem Jahr.

Die Erscheinung dauerte 5 Minuten (18:34h – 18:39 Uhr). Ivanka hatte die Erscheinung in ihrem Familienhaus. Nur die Familie Ivankas war bei der Erscheinung anwesend. Nach der Erscheinung sagte Ivanka:

Die Muttergottes hat folgende Botschaft gegeben: „Meine lieben Kinder, betet, betet, betet!“

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Botschaft der Muttergottes am 25. Juni 2022

„Liebe Kinder! Ich freue mich mit euch und danke euch für jedes Opfer und Gebet, das ihr in meinen Anliegen dargebracht habt. Meine lieben Kinder, vergesst nicht, dass ihr in meinem Plan der Erlösung der Menschheit wichtig seid. Kehrt zu Gott zurück und betet, damit der Heilige Geist in euch und durch euch wirken möge. Meine lieben Kinder, ich bin mit euch auch in diesen Tagen, in denen sich Satan um Krieg und Hass bemüht. Die Spaltung ist stark und das Böse wirkt im Menschen wie nie zuvor. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!“

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Programm zur Feier des 41. Jahrestages am 25. Juni 2022

Am Mittwoch, dem 15. Juni, begann die Novene zur Königin des Friedens.

“In diesen neun Tagen wird jeden Tag um 16:00 Uhr auf dem Erscheinungsberg der Rosenkranz gebetet, und außer der Novene auf dem Erscheinungsberg, beten auch in diesem Jahr Gemeindemitglieder von Medjugorje vor der Abendmesse den Rosenkranz am Außenaltar der Pfarrkirche St. Jakob“, teilte das Pfarrbüro Medjugorje mit.

Pater Marinko Šakota, der Pfarrer von Medjugorje, war zu Gast beim Radiosender Mir Medjugorje und kündigte das Programm zur Feier des 41. Jahrestages der Erscheinung der Königin des Friedens an.

„Am Vortag haben wir den morgendlichen Friedensmarsch. Um 6 Uhr morgens starten wir in Humac und beten um Frieden. Dieser Marsch begann vor genau 30 Jahren, also im Jahr 1992. Wir beten um den Frieden, der der Welt, der Ukraine und in den Herzen aller Menschen so nötig ist. Am Vortag werden Heilige Messen 8, 11 und 19 Uhr gefeiert. Nach der Abendmesse findet die Anbetung Jesu im Allerheiligsten Altarsakrament statt und dauert die ganze Nacht bis 6 Uhr morgens. Am Jahrestag finden die Heiligen Messen um 6, 7, 8, 9 und 11 Uhr statt, und die feierliche Heilige Messe zum 41. Jahrestag der Erscheinung ist um 19 Uhr“, sagte Pater Marinko und kündigte an, dass Pater Ljubo Kurtović, Pfarrer in Humac, die Messe am Vortag feiern werde und am Jahrestag selbst der neue Provinzial der Herzegowinischen  Franziskanerprovinz, P. Jozo Grbeš.

„Auch dieses Jahr werden wir am Erscheinungsberg, wo vor 41 Jahren alles begann, bei der Statue Unserer Lieben Frau um 16.30 Uhr das Gebet beten, das die Seherkinder mit der Gottesmutter beteten, das Glaubensbekenntnis, sieben Vaterunser, Ave Maria und Ehre sei dem Vater, dann ziehen wir in einer Prozession Rosenkranz betend zur Pfarrkirche St. Jakob, wo wir alle gemeinsam das 41-jährige Jubiläum der Erscheinungen der Königin des Friedens feiern werden“, sagte Pater Marinko Šakota.

Quelle: www.medjugorje.hr

Fronleichnam – Jesus ist mitten unter uns

„Meine Kinder, vergesst nicht, dass die Eucharistie das Herz des Glaubens ist. Das ist mein Sohn, der euch mit Seinem Leib nährt und mit Seinem Blut stärkt. Das ist das Wunder der Liebe, mein Sohn, der immer von Neuem lebendig kommt, um die Seelen zu beleben“, das sind die Worte der Muttergottes vom 2. Mai 2018.

Am heutigen Fest Fronleichnam feiern wir das Herz und das Zentrum unseres Glaubens: die heilige Eucharistie! Denn sowie das Herz die Mitte des Menschen ist, so ist die Eucharistie die Mitte unseres Glaubens. Die Eucharistie, das ist Jesus, der Sohn Gottes. Es gibt kein größeres, staunenswerteres Geheimnis als die wahrhaftigere Gegenwart Jesu in diesem Sakrament!

Die Muttergottes hat in Medjugorje einmal gesagt, dass wir, wenn wir zwischen einem Messbesuch und der Anwesenheit bei einer Erscheinung wählen müssten, zur Heiligen Messe gehen sollten! Es gibt kein größeres und zugleich stilleres, unscheinbareres Ereignis als die Heilige Messe. In aller Stille und Demut hüllt sich Jesus ein in den Mantel des Brotes und des Weines, um ganz nahe bei uns zu sein. Jesus ernährt uns mit Seinem Leib und Seinem Blut, das er uns zu essen und zu trinken gibt.

Die Eucharistie hat ihren Prototyp, ihren Vorläufer im Pessachfest der Juden. Bei diesem Fest feierten die Juden ihre Befreiung aus der Sklaverei in Ägypten. Als das Volk Israel in Ägypten vom Pharao in Sklaverei festgehalten wurde, gebot Gott dem Volk ein Lamm zu schlachten, es zu essen und mit seinem Blut die Türpfosten des Hauses zu bestreichen, um vor dem Todesengel geschützt zu sein. Und Gott befreite sein auserwähltes Volk aus der Sklaverei des Pharaos. An das geschlachtete Lamm und den Auszug aus Ägypten erinnert sich das jüdische Volk bei jedem Pessachfest. Der Tod und die Kreuzigung Jesus fallen, laut der Berichte der Evangelien, genau auf das Pessachfest der Juden. Das ist kein Zufall, sondern offenbart eine tiefe Bedeutung. Jesus ist das Lamm, das für andere geschlachtet wird, damit diese verschont bleiben. Sie werden verschont vom ewigen Tod. Alle, die an Jesus glauben und Seinen Sühnetod annehmen, müssen den ewigen Tod nicht sterben, sondern werden mit ihm leben! So erfüllt die Kreuzigung Jesu die Bedeutung des Pessachfestes. Wenn wir Christen heute die Heilige Messe feiern, dann erinnern wir uns an die Kreuzigung Jesu und diese wird zugleich in der heiligen Eucharistie gegenwärtig. Es ist dabei nicht mehr der Auszug aus der Sklaverei der gefeiert wird, sondern der Auszug aus der Sünde. So wie das Volk Israel im Pessachfest feierte nicht mehr dem Pharao unterworfen zu sein, so feiern wir Christen im Ostergeheimnis nicht mehr dem Satan unterworfen zu sein. Jesus hat Satan, Tod und Sünde besiegt und uns wahrhaft befreit! Halleluja!

So feiert die Christenheit seit bald 2000 Jahren jährlich das Osterfest. Am Fest Fronleichnam feiern wir einen Aspekt des Ostergeheimnisses in besonderer Weise, nämlich dass Jesus in den Gestalten von Brot und Wein mitten unter uns ist. Jesus bleibt unter seinen geliebten Kindern, in seiner geliebten Kirche gegenwärtig, um mit ihr durch die Zeit zu gehen. Er begleitet seine Kirche schon seit 2000 Jahren und führt sie dem letzten großen Ereignis der Geschichte entgegen. Denn einmal, zu einem Zeitpunkt den nur Gott kennt, wird Jesus wiederkommen in Herrlichkeit. Auf dieses Ereignis geht die Menschheit zu. Dann wird es kein Osterfest mehr geben, sondern sowie das Pessachfest gewandelt wurde, wird auch das Osterfest gewandelt werden. Auch dann wird es wieder einen Auszug geben: das Volk Gottes wird ausziehen aus dieser Welt und Zeit und mit Jesus in die Herrlichkeit des Himmels gehen. Auch dann wird es wieder ein Lamm geben: aber diesmal wird das Lamm der auferstandene, verherrliche Christus, der Herrscher über das All sein. Und es wird wieder ein Mahl geben: das ewige Hochzeitsmahl des Bräutigams Christus mit seiner Braut der Kirche.

Wenn wir heute die Realpräsenz Jesu in Brot und Wein feiern und ihn in Prozessionen durch unsere Straßen tragen, dann denken wir daran, dass wir mit Jesus einmal auf den goldenen Straßen der himmlischen Stadt Jerusalem tanzen werden. Einmal werden wir Jesus unverhüllt schauen, so wie Er ist, während wir Ihn heute verhüllt schauen, eingehüllt in Brot und Wein. Beugen wir schon heute unsere Knie in Ehrfurcht vor Jesus und Seiner unendlich großen zärtlichen Liebe, die ihn dazu drängt, in der Eucharistie so nahe bei uns zu bleiben.

Katharina Ebner MA

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Gedanken zur Dreifaltigkeit und zum Vatertag

Wir stehen im Ausklang des Osterfestkreises. Sind Pfingsten und Christi Himmelfahrt noch heilsgeschichtliche Ereignisse in Aussendung des Heiligen Geistes und Abschied Christi, so sind das heutige Dreifaltigkeitsfest zusammen mit Fronleichnam und Herz-Jesu-Fest, sogenannte Ideenfeste. Das heißt, da steht nicht ein heilsgeschichtliches Ereignis im Mittelpunkt, sondern ein Glaubensgeheimnis, eben die drei großen Geheimnisse um Gott den Einen als Dreifaltigen, das liebende Herz Jesu offen für alle und das unfassbare Geheimnis Jesus anwesend in der Eucharistie. Christlicher Glaube ist Glaube an den dreifaltigen Gott, unverständlich für Islam und Judentum, wo es so bedeutsam ist, Gott ist Einer. Da tun wir uns schwer, dies verständlich zu machen, wenn wir taufen “im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes” und so jedes christliche Gebet beginnt. Es versagen vielfach die Worte. Dreifaltigkeit ist nicht Spekulation, sondern Antlitz Gottes. So offenbart er sich, so teilt er sich mit und nur so können wir Ihn anbetend und betrachtend erfahren, lebendig, kraftvoll und wirkmächtig.

So schreibt schon um 440 der Armenische Kirchenvater Mesrop Maschtoz: „Die Sonne ist nicht ohne Licht und Wärme, die Quelle nicht ohne Wasser und Fluss, der Verstand nicht ohne Wort und Geist, so war auch der Vater nie ohne den Sohn und den Heiligen Geist.“ Das alles ist letztlich nur in Liebe zu erahnen, in der wichtigsten Aussage über Gott, nämlich: Gott ist Liebe, so braucht es Austausch, es braucht Beziehung im innersten Wesen Gottes als Liebesdreieck Vater, Sohn und Heiligen Geist.

Wenn wir heute Vatertag feiern, so stellt sich ein hoher Anspruch an alle Väter. „Sie verleihen ihren Kindern ein Leben lang Flügel oder nehmen den Mut“, so titelt heute eine Tageszeitung. Väter sind in jedem Fall prägend, ob sie nun da sind oder nicht. Schutzbereite Väterlichkeit ist so wichtig, um rechte Geborgenheit und Liebesfähigkeit zu entwickeln. Besonders geschätzt wird nach Umfragen vom Vater Treue, Verständnis und wirtschaftliche Absicherung. Alle Liebe geht von Gott aus, Er ist die Liebe schlechthin. So ist eine Welt ohne Gott, vielfach eine Welt, wo die Liebe in Gefahr ist. Wir können nur die Liebe Gottes herabrufen und im Gebet erflehen, deshalb kommt auch die heilige Mutter Teresa von Kalkutta zum Schluss: „Eine Familie, die betet, hält zusammen, steht zusammen, bleibt zusammen.“ So sind wir immer aufgerufen, die Familien zu unterstützen und für sie zu beten, heute besonders für alle Väter und wahre Vaterschaft.

Dr. Ignaz Hochholzer

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Maria, Braut des Heiligen Geistes – bitte für uns!

Die Gottesmutter Maria steht zur Heiligsten Dreifaltigkeit in einer ganz einzigartigen Beziehung. Sie ist die Tochter des Vaters, die Mutter des Sohnes und die Braut des Heiligen Geistes. Maria und der Heilige Geist sind so tief miteinander verbunden, wie Braut und Bräutigam es sind. Tiefe Liebe und engste Verbundenheit herrschen zwischen der Muttergottes und dem Heiligen Geist. Er ist über sie gekommen, wie es im Evangelium heißt, sodass sie den Sohn Gottes in ihrem Leib empfangen hat. Jesus wurde durch das Wirken des Heiligen Geistes in ihr Mensch.

Maria kennt das Wirken des Heiligen Geistes sehr gut. Deshalb hat sich auch mit den Jüngern am Pfingsttag um die Herabkunft des Heiligen Geistes gebetet. Sie war die erste, die den Heiligen Geist in seiner Fülle empfangen hat, deshalb war auch sie es, die die Apostel am besten auf das Kommen des Heiligen Geistes vorbereiten konnte!

Wir brauchen den Heiligen Geist so sehr! In den Botschaften der letzten Monaten spricht die Muttergottes sehr ernst. Sie spricht davon, dass Satan Krieg will, dass ein Geist der Spaltung herrscht und dass wir verloren sind. Die erste Frucht des Heiligen Geistes ist, dass Er Einheit schafft. Nach der Herabkunft des Heiligen Geistes konnten alle Anwesenden die Apostel in ihrer Muttersprache verstehen, egal von wo sie kamen. Der Heilige Geist schafft Einheit und Verständnis füreinander. Unfrieden – im eigenen Herzen, in den Familien und in der Welt – kann nur beseitigt werden, wenn wir aufeinander zugehen, miteinander sprechen, einander vergeben, eigenes Unrecht einsehen und uns bemühen es fortan besser zu machen. Dazu brauchen wir den Heiligen Geist.

Komm, Heiliger Geist, du milder Hauch des Vaters und des Sohnes!

Komm, Heiliger Geist, mach uns zu Erbauern des Friedens!

Komm, Heiliger Geist, und heile uns an Körper und Seele!

Komm, Heiliger Geist, und gib uns Kraft um Durchzuhalten!

Komm, Heiliger Geist, und reinige unsere Gedanken!

Komm, Heiliger Geist und schenke Begegnung, Verständnis und Wohlwollen füreinander!

Komm, Heiliger Geist und schaffe heilige Familien, Priester- und Ordensberufungen!

Komm, Heiliger Geist, erneuere die Ehen, die ein Abbild deiner Liebe sein sollen!

Komm, Heiliger Geist, auf die mächtige Fürsprache deiner so geliebten Braut, Maria!

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Interview mit der Theologin Maria Irma Seewann in Medjugorje

Ende April 2022 besuchte die Theologin Maria Irma Seewann Medjugorje. Bereits in den 80er Jahren war die Theologin und Buchautorin zum ersten Mal in Medjugorje und überzeugte sich selbst von der Echtheit der Erscheinungen. Sie ist Autorin mehrerer Bücher. Sie setzte sich intensiv mit den Erscheinungen der Muttergottes in Marpingen (Deutschland) auseinander und veröffentlichte darüber drei Bände. Ihr Hauptwerk ist jedoch die Neuübersetzung der Paulusbriefe, denen sie sich jahrzehntelang, gemeinsam mit dem Jesuitenpater Norbert Baumert widmete. Die Gebetsaktion Medjugorje Wien ist dankbar, dass wir Frau Seewann seit einiger Zeit kennen dürfen und dass sie auch für unser aktuelles Heft MEDJUGORJE 145 eine theologischen Artikel über Maria als Prophetin schrieb. Das folgende Interview gab Maria Irma Seewann dem Radiosender Radio Medjugorje während ihres Medjugorje-Besuches im April 2022: 

Wann haben Sie zum ersten Mal von Medjugorje gehört und wann sind Sie zum ersten Mal nach Medjugorje gekommen? Was sind Ihre Eindrücke?

Seewann: „Während meines Studium habe ich immer gearbeitet. Im Sommer hatte ich mehrmals eine Ferialarbeit im Sanatorium der Kreuzschwestern in Innsbruck. Eine Schwester lieh mir das Buch von Pater Bubalo. Ich sollte ihr sagen, was ich davon halte. Ich sagte ihr, dass es echt und die Kinder authentisch seien. Ich fing an zu beten, dass mich die Muttergottes irgendwann einmal nach Medjugorje führt. In den 80er-Jahren kam ich zum ersten Mal nach Medjugorje. Es waren dort zwei italienische Familien, die einen kleinen Bus hatten. Sie haben mich mitgenommen. Wir haben den Kreuzberg und den Erscheinungsberg bestiegen und waren auch in der Kirche. Es war mir ganz klar, dass hier etwas Wunderbares geschieht. Das zweite Mal war ich mit meiner Mutter im Jahr 1990, das heißt nach der Revolution in Rumänien, in Medjugorje. Ein italienischer Freund hat uns im Auto mitgenommen. Für meine Mutter war es auch sehr prägend und beeindruckend.

Wie haben Sie Medjugorje erlebt, als Sie hierher gekommen sind?

Seewann: „Ich erlebte einen tiefen Frieden und wusste, dass ich die Botschaften der Muttergottes sehr ernst nehmen möchte. Ich hatte als Kind nicht so eine lebendige Beziehung zur Muttergottes, aber sie hat sich mir genähert. An ihren Feiertagen hat sie mir Zeichen gegeben. Nach meinem ersten Besuch in Medjugorje habe ich immer in der Zeit, in der die Erscheinungen waren, einen inneren Eindruck gehabt und kurz gebetet. Ich habe auch viele Botschaften in verschiedene Sprachen übersetzt.

Sie haben sich auch mit den Marienerscheinungen in Marpingen in der deutschen Diözese Trier beschäftigt und mehrere Bücher darüber geschrieben. 

Seewann: „Mit Pater Baumert hatten wir Ende Oktober 1999 Vorträge in Bad Salzschlirf in Deutschland gehalten. Ich hielt am Vormittag und am Nachmittag Vorträge über Propheten in Alten Testament und er über Propheten im Neuen Testament. Da erfuhr ich von den Zuhörern, dass es seit 1999 in Marpingen Marienerscheinungen gab. Die letzte Erscheinung war am 17. Oktober. Ich war beleidigt, dass ich als Theologin nicht informiert wurde. Ich bin hingefahren und alles war verboten. Der Beichtvater von den drei erwachsenen Seherinnen bat mich, die alte deutsche Schreibweise ins heutige Deutsch zu übertragen. Da bereits im Jahr 1876/1877 eine Marienerscheinung in Marpingen in der Zeit des Kulturkampfes in Bismarck war. Ich habe drei Bände über Marpingen geschrieben, der vierte fehlt noch. Ich war dafür in vielen Archiven. Das Ziel war es, den Bischöfen Deutschlands zu helfen, „damit das Urteil der Kirche reift“ (2. Vatikanisches Konzil, Über die Offenbarung 12). Am Ende der Erscheinungen im Jahr 1877 sagte die Muttergottes: „Ich komme wieder in schwer bedrängter Zeit.“ Sie kam als Mutter für Deutschland. Sie kam im Jahr 1999 wieder. Diese Erscheinung (1876/77) wurde nicht nur vom preußischen Staat von Bismarck verfolgt, sondern auch von kirchlichen Würdenträgern. Ich bin dabei das aufzuzeigen.

Jetzt sind Sie wieder in Medjugorje. Können Sie uns Ihre Eindrücke von Medjugorje so viele Jahre nach den ersten Reise hierher und nach all Ihren Studien schildern?

Seewann: „Ich würde sagen, beispielsweise Marpingen, ist mehr lokal. Maria als Mutter für Deutschland. Medjugorje ist ähnlich wie Fatima für die ganze Menschheit. Menschlich gesehen muss ich sagen, dass ich mich wegen der vielen Häuser nicht mehr ausgekannt habe. Man musste mir alles wieder erklären. Aber die Muttergottes ist da. Sie ist immer da, nicht nur bei den Erscheinungen. Es ist ein gesegneter Ort vor Gott.“

In Marpingen hat die Muttergottes gesagt, dass sie wiederkommen wird, wenn die Zeiten hart sind. Die Muttergottes ist vor dem Krieg hierhergekommen und hat gesagt, dass sie die Königin des Friedens ist. Heißt das, dass ihre Ankündigung weitergeht?

Seewann: „Ich würde sagen Ja. Sie hat wichtige Botschaften gebracht, aber dort ist auch die Frage, eine der zentralen Fragen, die Umkehr und das Gebet. Maria ist Mutter und auch Pädagogin. Man kann in ihre Schule gehen. Sie ist gütig und in ihrer Güte zeigt sie aber falsche Wege auf. Sie hilft, diese zu korrigieren.“

Vielen Dank für das Gespräch. Möchten Sie noch etwas hinzufügen?

Seewann: „Dass wir alle die Botschaften der Muttergottes sehr ernst nehmen und mit dem Herzen aufnehmen sollen.“

Wir wünschen Ihnen Gottes Segen im Leben, in der Arbeit, in allem!

Foto © www.radio-medjugorje.com

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